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Ja, Insgesamt ist das nicht nur die vielfältigste sondern vielleicht auch die beste Platte der Beatles.
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Die „Long and Winding Road“ zum legendären Rooftop-Concert und den Recording Sessions zu “Let It Be” stehen anno 2021 durch die „Get Back“-Dokumentation von „Herr Der Ringe“-Regisseur Peter Jackson besonders im Fokus. Begleitend dazu ist ein gleichnamiger Großformatband erschienen, der wie eine kondensierte Version der Jackson-Doku wirkt. Ein neues Buch über die ikonischen Fab Four ist per se nun nicht unbedingt eine Seltenheit. Dieses ist dann aber doch ein bisschen etwas Besonderes, ist es doch das erste offizielle Beatles-Buch seit 20 Jahren.
Natürlich funktioniert es auch als eigenständiges Werk ohne dass man Jacksons epischen 468 Minuten langen Disney+ Dreiteiler gesehen hat. Doch einiges an Wissen über die Biographie der Beatles sollte der geneigte Leser schon mitbringen. Denn eine musikhistorische Einordung wird hier – abgesehen von den prominenten Vorworten, verfasst von Peter Jackson, Autor Hanif Kureishi und John Harris (Guardian, Mojo Magazine) – nicht vorgenommen. Im Zentrum des Buchs stehen einerseits eindrucksvolle Bilder von Rock N´ Roll-Photographer Ethan A. Russel und Linda McCartney als auch ausführliche Transkriptionen ausgewählter Gespräche im Studio und auf dem Apple Building - quasi der Film zum (nach)lesen. In „Fly on the Wall“-Manier wird der Leser so Zeuge der historischen Sessions und des letzten Live-Auftritts der Gruppe. Es sind Situationen und Dialoge aus denen sich einerseits die Spannungen die zum Ende der Band führten deutlich ablesen lassen, die jedoch auch dokumentieren wie nach und nach einige der ganz großen Klassiker der Musikgeschichte aufgenommen wurden. Das erinnert immer wieder an das Drehbuch eines Films oder auch an ein Theaterstück – und zwar ein sehr naturalistisches und realiätsnahes. Hier gibt es keine dick aufgetragenen „Eureka“-Moment wie bei manchem Musiker-Biopic. Vielmehr wird man Zeuge wie sich allmählich aus dem Alltäglichen das Besondere herauskristallisiert. Dass dieses Buch in Akte eingeteilt ist und zu Beginn die „dramatis personae" – John, Paul, George und Ringo - vorgestellt werden, verstärkt den Eindruck, dass man hier das "Drama vom Ende der Beatles" im O-Ton nachliest, noch. Ein Drama, das jedoch ähnlich wie Peter Jacksons "Get Back" auch die positiven und teils magischen Momente einfängt.
The Beatles - Get Back, 2021, Peter Jackson, Hanif Kureishi, The Beatles (Autoren), John Harris (Hrsg.) erschienen bei Droemer Knaur
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Credit Coverbild : © Edition Olms
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| Credit Bild: © Delius Klasing |
Das Autoren-Duo dieses Buchs ist Musik-Aficionados wohlbekannt: Jean-Michel Guesdon und Philippe Margotin beleuchten seit einigen Jahren die Legenden der Musikgeschichte in Form von ausführlichen Monographien – von den Rolling Stones über Bob Dylan zu Jimi Hendrix und Led Zeppelin. Dieser Band über die Liverpooler ist einer der ersten in einer neuen, günstigeren Reihe, die anders als die bisherigen Titel im Softcover erscheinen, eine Paperback (Writer) Edition also.
Das Format und Layout wurden zwar geändert bzw. leicht abgespeckt, der Inhalt jedoch keineswegs. In gewohnt gut recherchierter Manier werden Bio- und Diskographie sowie die Geschichten hinter den Songs beleuchtet: von den ursprünglcihen Ideen hin zu den fertigen Kompositionen, von den wegweisenden Aufnahmeprozessen mit George Martin hin zu den Instrumente. Die Facts und Trivia-Dichte ist hier ähnlich hoch wie der Anteil der Bilder (über 300 Fotos).
Wie immer bei den Tteln von Guesdon und Margotin sind es gerade die übersichtliche Kompaktheit sowie der hohe Detailgrad, die den Mehrwert dieses lexikalen Werks ausmachen. Ein Band, der nicht nur für jene gedacht ist, deren persönliche Magical Mystery Tour erst mit der neuen Peter Jackson Doku begonnen hat – wenngleich dieses Buch als Einstieg in die Welt der Liverpooler Ikonen fraglos prädestiniert ist.
BEATLES –ALLE SONGS: Die Geschichte hinter den Tracks, von Jean-Michel Guesdon, Philippe Margotin erschienen bei Edition Delius Klasing
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| Credit Coverbild: © HannibalVerlag |
Auch ohne Google Maps oder Ortskenntnis kann man Abbey Road schwer verfehlen, dafür sorgen schon unzählige Musikfans und Touristen, die alle auf den idealen Moment warten, um ungestört den wohl berühmtesten Zebrastreifen der Welt zu überqueren und so auf den Spuren von John, Paul, George und Ringo zu wandeln - die einst für das Cover ihres nach dem legendären Studio benannten Album ebenjenen Weg zu ihrer Arbeitsstätte passierten. Zusammen mit ihrem Produzenten George Martin definierten die Fab Four dereinst neu, was ein Studio überhaupt sein kann: Nicht bloß ein Ort, an dem qualitativ hochwertige Aufnahmen unter möglichst guten Bedingungen gemacht werden, sondern ein eigenes Musikinstrument, das man in kreativer Art und Weise spielen bzw. einsetzen kann.
Es sind jedoch nicht "nur" die Beatles-Recording Sessions, welche dieses Studios während seines beinahe einhundertjährigen Bestehens zu dem gemacht haben was es ist , wenngleich man anmerken muss, dass wenn s um den Titel des berühmtesten Studios geht, auch Sun Records in Memphis, das Sunset Sound Studio in L.A. oder das RCA Studio B in Nashville ein Wörtchen mitzureden haben. Eingeleitet vom Vorwort Sir Paul McCartneys,dokumentiert Hepworth wirtschaftliche Querelen (auch an einem so sagenumwobenen Ort wie Abbey Road kam es mitunter zu Zerwürfnissen und nicht eben hilfreicher Erbsenzählerei) und genre-übergreifend bedeutsame Aufnahmen. Dabei fördert er auch wenig bekannte Fakten zu Tage, wie etwa dass dort Widerstandlieder gegen Nazi-Deutschland aufgenommen wurden.
Hepworth ist derzeit einer der besten Autoren, die über Populärmusik schreiben. Jedes seiner Bücher ist eine kunstvoll geschriebene Zeitreise und auch sein "Abbey Road"-Buch bildet da keine Ausnahme, wenngleich sein virtuoser Einsatz von Sprache und sein trockener britischer Wortwitz in der deutschen Übersetzung ein wenig leiden. Dennoch ist seine Chronik dieses ikonischen Studios ein unterhaltsamer und informativer Streifzug durch einen magischen Ort der Musikgeschichte.
ABBEY ROAD - Die Geschichte des berühmtesten Musikstudios der Welt, von David Hepworth erschienen im Hannibal Verlag
| Credit Bild: © Paul McCartney |
Doch nicht nur für ihn - was auch den bewusst gewählten Plural im Titel erklärt, wie McCartney erläutert: „Ich dachte an „Auge des Sturms“, im Singular, da die Beatles sich im Auge eines von ihnen selbst entfachten Sturms befanden, aber als wir uns die Bilder ansahen, dachte ich, das sind eher viele Augen als nur eins. Es gab da ja auch nicht nur einen einzigen Moment, sondern unzählige Momente im Zentrum dieses Sturms. Außerdem finden sich auf den Bildern sehr viele Augen. Das war ein verrückter Sturm, ein irrer Wirbelwind, den wir erlebten, als wir tourten und mehr oder weniger jeden Tag gearbeitet haben, und dabei Leuten begegnet sind, die uns fotografieren wollten. Im Zentrum dieses Sturms gab es also sehr viele Augen und Kameras.“
Was die Zukunft bringen sollte und welche Art von Karriere noch vor ihm lag, konnte McCartney zum damaligen Zeitpunkt noch nicht wissen. Uns, den Betrachtern, offenbart er hier Innenansichten der Beatlemania , die zwar unaufgeregt wirken, in ihrer unbekümmerten Unschuld dennoch die kribbelnde Spannung, die damals in der Luft gelegen haben muss, erahnen lassen. Einem Foto-Tagebuch gleich werden wir Zeugen von „A In the Life“, eines Alltags der trotz manch banaler Momente alles andere als gewöhnlich war.
| Credit Bild: © Paul McCartney |
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Credit
Coverbild: Eagle Rock Entertainment, Eagle Vision, EDEL
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| Credit Coverbild: © Delius Klasing |
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© Austin Hargrave Mascot Records/Mascot Label Group/Rough Trade
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© Austin Hargrave Mascot Records/Mascot Label Group/Rough Trade
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Credit Bild: ©
Universal Music
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