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| Credit Bild: © GForce Software |
Die Klänge des
kultigen Droiden R2-D2 aus Star Wars stammen ebenfalls von einem ARP – GForce
hat hier netterweise gleich ein passendes Preset inkludiert.
Schon der „Init“-Patch evoziert einen legendären Sound: den ABBA-„Gimme! Gimme!
Gimme!“-Lead-Synth.
Trent Reznor ist schon seit Jahren bekennender Fan dieser Emulation. Schon nach
kurzem Anspielen weiß man auch warum. Dieser Odyssey knarzt ungehobelt und
düster – genau so, wie man es sich wünscht.
ARP Legacy
Während viele
klassische Synthesizer der 1970er-Jahre darauf ausgelegt waren, möglichst
„saubere“ Klänge zu erzeugen, hatte der Odyssey immer etwas Ungezähmtes. Sein
Sound konnte aggressiv sein, schmutzig, manchmal sogar leicht chaotisch – und
genau deshalb liebten ihn Generationen von Musikern.
Mit dem Oddity3 bringt
die britische Softwarefirma GForce Software eine moderne Softwareinterpretation
in die DAWm die sich nicht nur als Emulation, sondern als umfassende digitale
Weiterentwicklung eines der spannendsten Synthesizer der Analogära versteht.
Die Geburt eines
Rivalen zum Minimoog
Um zu verstehen, warum
dieses Instrument bis heute Kultstatus genießt, lohnt sich allerdings zunächst
ein Blick in seine Geschichte.Anfang der 1970er-Jahre befand sich die Welt der
Synthesizer noch in einer Art experimenteller Frühphase. Firmen wie Moog Music
hatten mit Instrumenten wie dem Minimoog Model D bereits Maßstäbe gesetzt. Doch
ein Unternehmen wollte zeigen, dass es auch anders ging: ARP Instruments.Der
ARP Odyssey erschien 1972 und war in vielerlei Hinsicht eine direkte Antwort
auf den Minimoog. Beide Instrumente waren kompakte, monophone
Performance-Synthesizer – gedacht für Live-Musiker, nicht nur für Studios.Doch
während der Minimoog für seinen warmen, runden Klang bekannt war, besaß der
Odyssey einen deutlich bissigeren Charakter. Seine Architektur erlaubte extreme
Modulationen, aggressive Filterfahrten und eine sehr flexible Klanggestaltung.
Ein Synth für
Experimentierer
Technisch bot der
Odyssey zwei Oszillatoren, ein resonanzfähiges Filter, Ringmodulation, Sample
& Hold sowie eine ungewöhnlich flexible Modulationsmatrix. Besonders der
Ringmodulator machte das Instrument für experimentelle Sounds interessant.
Metallische Texturen, Sci-Fi-Effekte und radikale Klangverformungen waren damit
problemlos möglich.
Auch das
Sample-&-Hold-Modul eröffnete neue Klangwelten. Zufällige Tonfolgen,
rhythmische Modulationen oder chaotische Filterbewegungen gehörten schnell zum
typischen Repertoire vieler Odyssey-User.
Gerade diese Mischung
aus musikalischer Spielbarkeit und klanglicher Wildheit machte den Synthesizer
für viele Künstler attraktiv.
Im Laufe der 1970er-
und 1980er-Jahre tauchte der ARP Odyssey in zahllosen Produktionen auf. Musiker
schätzten vor allem seine Fähigkeit, sich im Mix durchzusetzen.Seine Leads
konnten schneiden, seine Bässe hatten Punch und seine Effektsounds klangen oft
futuristisch. Gerade in Progressive Rock, Funk und früher elektronischer Musik
fand das Instrument schnell seine Nische.
Der Odyssey wurde
außerdem mehrfach überarbeitet. Verschiedene Revisionen unterschieden sich vor
allem im Filterdesign – ein Detail, das unter Synthesizer-Fans bis heute
leidenschaftlich diskutiert wird. Diese unterschiedlichen Filtervarianten
spielen auch in modernen Emulationen eine wichtige Rolle.
Third Encounter
Bereits frühere Versionen der Oddity-Reihe galten als sehr überzeugende Softwareinterpretationen. Die dritte Generation geht nun noch einen Schritt weiter. Zum einen wurden die unterschiedlichen Filterrevisionen des Originals modelliert. Nutzer können damit verschiedene historische Varianten des Odyssey nachbilden – von früheren, etwas raueren Filtern bis hin zu späteren Versionen mit etwas kontrollierterem Verhalten .Zum anderen erweitert die Software das Instrument um moderne Funktionen, die im analogen Original nie existierten.















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