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| Credit Bild: © Nigel Young / Foster + Partners |
Works
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| Credit Coverbild: © Taschen Verlag |
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| Credit Bild: © Nigel Young / Foster + Partners |
Works
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| Credit Coverbild: © Taschen Verlag |
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| Credit Bild: © Crow Hill Company |
Von der
BBC-Dokumentation zur Klangbibliothek
Entstanden ist die
Library in Zusammenarbeit mit dem Klangkollektiv Bleeding Fingers – ein Joint
Venture, an dem auch Soundtrack-Ikone Hans Zimmer beteiligt ist. Für die groß
angelegte BBC-Dokumentation „Prehistoric Planet“ wurden einzigartige, maßgeschneiderte
Instrumente mithilfe von Hörnern, Zähnen und uralten Knochen geschaffen. So
entstehen hybride musikalische Konstrukte, die Klänge hervorbringen, die
gleichermaßen unheimlich, urtümlich und in ihrer rohen Ursprünglichkeit
schlichtweg faszinierend sind. Mit dem Crow Hill Plugin lassen sich diese
Sounds – gewaltig wie der Schrei eines T-Rex – nun direkt in die eigene DAW
holen.
Man lädt hier keine Strings
im klassischen Sinne – man integriert vielmehr ein klangliches Konzept als
funktionalen Bestandteil eines audiovisuellen Narrativs in das eigene Projekt.
Dieses ist übrigens zu keinem Zeitpunkt auf Dokumentationen im BBC-Stil
beschränkt. Bleeding Fingers stehen für grenzenlose Klangexperimente – genau
wie die Crow Hill Company. Entsprechend vielseitig ist auch diese Library, die
von Horror über Sci-Fi bis hin zu Prog Rock nahezu alles abdeckt, wo
atmosphärische und verfremdete Streicher gefragt sind. Der Kontextbezug zur
Dokumentation ist dennoch entscheidend und unterscheidet die Library
fundamental von der Konkurrenz: Sie denkt nicht vom Instrument her, sondern vom potentiellen (experimentellen) Einsatzgebiet.
Streicher neu
gedacht – zwischen klassischem Instrument und Synth
Was eine String-Library leisten kann – und vor allem, wie sie klingen kann – wird hier komplett neu definiert.
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| Credit Bild: © FabFilter |
Interface &
Workflow: Komplexität ohne Reibungsverlust
Wie bei FabFilter
üblich, gehört das Interface zu den großen Stärken des Plugins. Das spacige
Design unterstützt den hochwertigen Klangcharakter. Trotz enormer
Funktionsdichte bleibt Timeless 3 bemerkenswert zugänglich – vorausgesetzt, man
ist bereit, sich auf das vom klassischen Delay-Layout abweichende Konzept
einzulassen. Die Lernkurve ist vorhanden – aber sie wird belohnt. Das
vollständig überarbeitete GUI bietet: eine klare Visualisierung von
Delay-Zeiten, Feedback und Mix, interaktive Filter-Displays und eine coole
Visualisierung der Taps.
Vintage-Charakter
oder digitale Präzision
Klanglich lässt sich
Timeless in vollkommen unterschiedliche Richtungen steuern. Über verschiedene
Sättigungs- und Charakterparameter kann das Delay bewusst analog gefärbt werden
– etwa im Stil klassischer Band- oder BBD-Echos. Alternativ bleibt das Signal
extrem sauber und transparent und erinnert so an Rack-Units der Eighties oder
modernste Delay-Pedale. Diese Flexibilität macht das Plugin interessant für
sehr unterschiedliche Produktionsstile: Ob Gitarren-Delays im Ambient- oder
Post-Rock-Kontext, rhythmische Echo-Strukturen in elektronischer Musik, subtile
Vocal-Delays in Popproduktionen oder experimentelles Sounddesign für Film oder
Games – Timeless 3 kann alles.
Cool Hand Luke
Die Firma selbst
beschreibt Timeless 3 als „analoges Tape Delay“ – so weit, so klassisch. Dies
stimmt zwar natürlich, ist jedoch nur ein Teil dessen, was Timeless 3
eigentlich zu leisten vermag bzw. sein kann. Denn – kleiner Reminder – wir
haben es hier mit einem regelrechten Delay-Chamäleon zu tun. Eigentlich ein
Modeler für Echos – denn letztlich kann dieses Delay eine Vielzahl von
berühmten Echos nachstellen. Die Emulation ist dabei so clean oder so dirty,
wie man möchte. Dezidierte Vintage-Tape-Echos mag das nicht nur im Design sehr
cleane Timeless 3 vielleicht nicht ersetzen, obwohl es sehr gut als Slapback
oder Bread-and-Butter-Delay für Roots Rock etc. fungieren kann.
Dafür kann man – so man die nötige Geduld mitbringt – mit dem FabFilter Delays erstellen, die es bislang gar nicht als Plugin gibt (!). Richtig gelesen, es geschehen auch im übersaturierten Pluginmarkt noch Zeichen und Wunder. Wer dieses Plugin „nur“ für Vocals verwendet, für den mag dies sekundär sein. Den Gitarristen unter den Lesern sei nur Folgendes gesagt: Steve Lukathers Circular Delays.
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| Credit Bild: © Hannibal Verlag |
Inside-Perspektive:
Die Geschichte von Emerson, Lake & Palmer
Nach dem Tod von Keith
Emerson und Greg Lake lag die kuratorische Verantwortung bei Carl Palmer. Die
hier versammelten Stimmen – aus unterschiedlichen Phasen der Bandgeschichte –
fügen sich zu einem vielschichtigen Porträt, das kreative Höhenflüge ebenso
beleuchtet wie die internen Spannungen innerhalb der Gruppe. Fotografien,
Faksimiles und Zeitdokumente verschränken sich mit ausführlichen
Interviewpassagen zu einem dichten Mosaik, das die Karriere von Emerson, Lake
& Palmer nicht nur chronologisch nachzeichnet, sondern zugleich eine echte
Inside-Perspektive eröffnet. Der Band zeigt, wie zentrale Werke wie „Tarkus“
oder „Pictures at an Exhibition“ entstanden und wie die Band ihre komplexen,
genreübergreifenden Kompositionen entwickelte. Ein Fest für Prog-Fans.
Der Sound einer
Ära: Progressive Rock zwischen Klassik und kreativem Exzess
Wer sich mit Emerson, Lake & Palmer beschäftigt, betritt zwangsläufig ein Spannungsfeld: zwischen E- und U-Musik, zwischen kompositorischem Anspruch und exzessiver Bühnenperformance. Keith Emersons Einsatz des Moog-Synthesizers war dabei nie bloß technischer Natur, sondern Ausdruck eines künstlerischen Selbstverständnisses – verortet zwischen Virtuose, Grenzgänger und Performer. In seiner physischen Spielweise erinnerten seine Auftritte mitunter ebenso an Jerry Lee Lewis wie an Jimi Hendrix – mit dem Unterschied, dass sich seine Klang-Eskapaden vor allem an Synthesizern und der Hammond-Orgel entluden. Carl Palmers Schlagzeugspiel oszillierte zwischen nahezu mathematischer Präzision und eruptiver Energie, während Greg Lake als stimmlicher wie kompositorischer Gegenpol fungierte. Es war ein fragiles Gleichgewicht das einerseits virtuose Höhenflüge bedingte, andererseits jedoch auch die Volatilität dieses Zusammenschlusses dreier Ausnahmekünstler befeuerte.
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| Credit Bild: © FabFilter |
Mit dem Pro-C 3
liefert die niederländischen Soundtüftler von FabFilter, nicht
nur einen modernen Software-Kompressor, der ungemein vielseitig ist, sondern
auch ein Referenzprodukt in Sachen digitaler Kompression (die btw äußerst
analog klingt).
Ein Kompressor für
praktisch jede Anwendung
Das Interface ist – typisch FabFilter – klar strukturiert, modern und „very graphic“, sprich visuell wird hier alles versucht um den komplexen Vorgang der Kompression abzubilden (siehe Bild oben). Hinter der eleganten Oberfläche verbirgt sich ein extrem flexibles Dynamikwerkzeug mit einer ganzen Reihe verschiedener typischer Kompressionsstile, die jeweils über deutlich unterschiedliche klangliche Charakteristiken verfügen. Dazu gehören unter anderem:
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| Credit Bild: © FabFilter |
Nicht umsonst hat
Recording sowie Mixing und Mastering viel mit Malerei zu tun. Frequenzen
funktionieren wie Farben auf einer Leinwand: Komplementäre Bereiche müssen
bewusst gesetzt werden, damit ein Mix Tiefe, Transparenz und Durchsetzungskraft
bekommt. Genau hier kommen Equalizer als essenzielles Tool ins Spiel.
Einer der komplettesten
Retter in der Not ist fraglos der professionelle Equalizer Pro-Q 4 aus der
niederländischen Softwareschmiede FabFilter,
der in Sachen Funktionsumfang in wirklich jedem Metier reüssieren kann
Ein Equalizer wie
ein chirurgisches Werkzeug
Der Pro-Q gehört zu
jener seltenen Kategorie von Plugins, die zugleich extrem mächtig und
erstaunlich elegant umgesetzt sind. Im Kern handelt es sich um einen voll
ausgestatteten parametrischen Equalizer mit bis zu 24 Bändern – doch diese
nüchterne Zahl beschreibt nur einen kleinen Teil dessen, was dieses Tool
tatsächlich leisten kann.Man könnte ihn am ehesten als chirurgisches Instrument
im Mix beschreiben. Ein EQ-Plugin wie ein Skalpell: Frequenzen lassen sich
präzise beschneiden, betonen oder formen – von subtiler Korrektur bis hin zu
radikaler Klanggestaltung.
Dabei bleibt der Pro-Q
nie bei der klassischen EQ-Logik stehen. Das Plugin erweitert das Konzept des
parametrischen Equalizers um eine ganze Reihe moderner Funktionen, die man
früher nur aus komplexen Studio-Setups kannte.
Dynamischer EQ,
Spektralbearbeitung und intelligente Analyse
Zu den zentralen
Features gehört zunächst der Dynamic-EQ-Modus. Hier reagieren einzelne
EQ-Bänder dynamisch auf das eingehende Signal – inklusive einstellbarer Attack-
und Release-Zeit. Problematische Frequenzen werden also nur dann abgesenkt,
wenn sie tatsächlich auftreten. Das Ergebnis: mehr Transparenz, ohne dem Signal
dauerhaft Energie zu entziehen.
Noch einen Schritt
weiter geht der Spectral-Dynamic-Modus, der speziell für harsche oder
instabile Frequenzbereiche gedacht ist. Statt statischer Filter arbeitet dieser
Modus spektral und kann störende Resonanzen deutlich natürlicher kontrollieren.
Hinzu kommt eine ganze Reihe intelligenter Analyse-Tools. Besonders praktisch ist die Spectrum-Grab-Funktion: Das Plugin zeigt automatisch die wichtigsten Peaks im Frequenzspektrum an, die man anschließend direkt greifen und bearbeiten kann. EQ-Korrekturen werden so visuell-intuitiv – ein Workflow, der gerade beim schnellen Mixen enorm hilft.
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| Credit Bild: © Kit PLugins |
Das neue Gitarren- und Synth-Plugin (ja, richtig gelesen – dazu später mehr) Noiz 80s Lush aus dem Hause Kit Plugins bedient genau diese Sehnsucht nach jener Ära. Anders als die meisten Plugins, die historische Eighties-Gear emulieren, richtet sich dieses dezidiert nur an Clean-Sounds. Keine Distortion, kein Overdrive, nada – clean, cleaner, Lush ist die Devise. Hier geht es ausschließlich um den kristallklaren Sound, der Platin-Album-Sessions dominierte und sich an elaborierten, kühlschrankgroßen Rack-Setups der Profis orientiert.
Die Rack-Ära
Bei einem lilafarbenen Plugin im Preamp-Look denkt man zunächst an Mike Soldanos X88R-Einheit. Trotz dieser kosmetischen Ähnlichkeit orientiert sich das NOIZ-Plugin jedoch an zwei anderen „Eighties-Staples“: dem Roland Jazz Chorus sowie dem Rockman Rack II. Erstere wurde von Andy Summers oder James Hetfield eingesetzt, letzteres ist ein klassischer Vertreter der „Plastik-Cleans“ à la Def Leppard. Im Plugin kann man zwischen diesen Sounds stufenlos blenden oder sie nach Belieben mischen. Mehr DI oder mehr Amp-Body? Kein Problem. Alternativ lässt sich das DI-Signal des 80s-Lush-Plugins parallel in eine Amp-Simulation routen.
| Credit Bild: 6strings24frames / Synapse Audio |
Auf der einen Seite
steht der Minimoog Model D – erstmals 1970 veröffentlicht und bis heute der
Archetyp des kompakten, analogen Synthesizers. Drei Oszillatoren,
kompromissloser Sound, ikonischer Charakter. Entworfen von Bob Moog selbst,
wurde der Model D zur Blaupause zahlloser Synth-Designs und ist bis heute einer
der beliebtesten und meist-emulierten Klassiker überhaupt. Auf der anderen
Seite: Hans Zimmer, seit den 1990er-Jahren einer der prägendsten
Filmkomponisten unserer Zeit. Zimmer steht für extreme stilistische Bandbreite:
vom Carl-Orff-inspirierten „True Romance“-Score über Mainstream-Blockbuster wie
„Fluch der Karibik“, radikalem Sounddesign in Christopher Nolans Batman-Filmen
oder „Blade Runner 2049“ hin zur Synth-/Gitarre-getriebenen Live-Performance seien
Werke. Zimmers Soundästhetik ist genreübergreifend, stilbildend und sofort
wiedererkennbar.
Mehr als Moog
Dieser Vielseitigkeit
trägt The Legend HZ Rechnung. Denn das grundlegende Konzept der
Minimoog-Emulation bildet hier lediglich die Ausgangsbasis. Darauf aufbauend erweiterten
Zimmer, sein Sounddesigner Kevin Schröder sowie das Synapse-Audio-Team die
Möglichkeiten dieses Designs konsequent.Mit „The Legend“ legte Synapse Audio
vor einigen Jahren eine der besten Software-Interpretationen des ikonischen
Instruments vor. Die neue HZ-Version geht deutlich weiter als der Vorgänger und
auch weiter als der Großteil der Konkurrenz: Hier trifft eine extrem
authentisch klingende Emulation eines geliebten Klassikers auf sinnvolle,
progressive Erweiterungen. Das Ergebnis ist kein reines Retro-Plugin, sondern
ein modernes Instrument, das sich genreübergreifend einsetzen lässt – von
klassischer Berlin School über Progressive Rock bis hin zu moderner Filmmusik,
zeitgenössischem Sounddesign oder Production Music.
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| Sichtlich zufrieden mit seinem gelungenen Plugin: Hans Zimmer in seinem Studio Credit Bild: © Synapse Audio |
Klanglich ist The Legend HZ mächtig und durchsetzungsstark – fett, dreidimensional und Moog-typisch bassbetont. Sein Sound ist stets präsent und organisch-analog. Das gilt auch für die Optik: Vom sichtbaren Stromkabel bis zur einstellbaren Körnung der Oberfläche wird hier dem Skeuomorphismus gehuldigt. Das Plugin ist dermaßen feature-rich, dass die mitgelieferte Dokumentation ein rund 80-seitiges Manual füllt. Statt hier jede Funktion kleinteilig aufzuzählen, lohnt es sich, den Scheinwerfer auf einige der zentralen Alleinstellungsmerkmale zu richten.
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| Credit Coverbild: © Hannibal Verlag |
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| Credit Bild: ©Insight Editions |
Am Buchrücken prangt eine Neun. Eine Zahl, die bei Quentin Tarantino eine besondere Bedeutung trägt, markiert sie doch seinen vorletzten Film. Nach zehn Filmen soll Schluss sein. Dieser Band bildet nun den Auftakt der vom Regisseur selbst abgesegneten „Quentin Tarantino Library“, einer auf mehrere Teile angelegten bibliophilen Werkschau, die sich dem Gesamtwerk eines Regisseurs widmet, der sich seiner eigenen Filmografie als bewusst konstruiertem Kanon und kulturellem Archiv vollkommen bewusst ist. Dieses Buch ist damit nicht nur eine Einzelpublikation, sondern der Beginn eines editorischen Vermächtnisprojekts eines Regisseurs, der wie nur wenige um die Tragweite seines eigenen Werks weiß.
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| Credit Coverbild: © Prestel Verlag |
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| Credit Coverbild: © Prestel Verlag |
Mit dem opulenten Jubiläums-Bildband „ Infinite Dreams“ liegt nun die offizielle Chronik dieser eindrucksvollen Karriere vor. Herausgegeben im Prestel Verlag – und das ist bereits ein wichtiges Signal – verzichtet das Buch auf die bei solchen Publikationen oft übliche Heavy-Metal-Optik aus grellen Farben und effektheischender Typografie. Stattdessen setzt dieser edle Bildband auf Zurückhaltung, Eleganz und fast schon museale Würde.
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| Credit Bild: © Christian Métrailler |
Credit Coverbild: © Oxford University Press |
Der Februar ist ein merkwürdiger
Zwischenmonat. Die symbolische Neustart-Energy des Januars ist verbraucht, der
Eskapismus des Frühlings noch in weiter Ferne. Zu spät für gute Vorsätze, zu
früh für Frühlingsgefühle. Höchste Zeit also für einen Perspektivenwechsel –
und der kann durchaus auch via Inspiration zwischen zwei Buchdeckeln erfolgen.
Credit Bild: ©Taschen Verlag
Genau hier setzt der große Taschen-Sale an: eine bibliophile Rettungsinsel im Alltags-Grau. In den Stores in Berlin und Köln sowie online warten ausgewählte Toptitel aus Kunst, Mode, Film, Architektur, Fotografie und Popkultur mit bis zu 75 % Rabatt. Bildbände, die Couchtische in Gesprächsstoff verwandeln und Regale in kleine Privatmuseen.
Der Auftakt wird
standesgemäß gefeiert: Mittwoch, 4. Februar, von 17 bis 20 Uhr laden die
Stores in Berlin und Köln zur Preview Party mit Drinks, Musik und
exklusiver Vorschau auf die Sale-Titel. Reinkommen, rumblättern, hängenbleiben
– Denn manchmal braucht es keine Reise, keinen Plan und keinen Neuanfang. Nur
ein gutes Buch. Am besten eines, das einen ganzen Coffee Table dekorativ ausfüllt.
Hier die genauen Daten & Adressen:
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| Credit Bild: ©6strings24frames |
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| Credit Bild: ©Hannibal Verlag |
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| Credit Bild: © Taschen Verlag |
Dieses wird nun in
einem neuen Bildband beleuchtet: ein Taschen-typisch opulentes Coffee
Table-Buch, das den Modeschmuck mit fast schon ehrfürchtigem Blick feiert. Die
von Patrizia Sandretto Re Rebaudengo über Jahrzehnte zusammengetragene
Kollektion – ein funkelndes Archiv von beinahe 600 Stücken – zeigt ein Panorama
mutiger Formen, unerwarteter Materialien und jener kreativen Freiheit, die
jenseits klassischer Juwelierskunst aufblüht. Mal gewagt, mal verspielt, mal nicht
ganz geschmackssicher – in den präzisen Fotografien von Luciano Romano
entfalten diese Preziosen eine stille, fast poetische Präsenz.
Exodus & Exklusivität
Das Buch zeichnet
nach, wie New York zu Beginn des 20. Jahrhunderts zum pulsierenden Zentrum des
Modeschmuckdesigns wurde. Geflüchtete europäische Juweliere brachten ihr
Können, ihre Sehnsüchte und ihre Visionen mit und entwickelten eine neue,
zugängliche Sprache des Schmucks – mutig, demokratisch, voller Fantasie. In den
Texten von Carol Woolton und Maria Luisa Frisa, die im Austausch mit der
Sammlerin deren sehr persönliche Sicht beleuchten, wird Modeschmuck zur Chronik
weiblicher Selbstbehauptung und zum Spiegel gesellschaftlicher Umbrüche.
Star Glamour
Besonders deutlich
tritt hervor, wie Designerinnen und Designer mit Lucite, Bakelit, tropischen
Farbtönen und avantgardistischen Formen eine Ästhetik schufen, die die Grenze
zwischen „echtem“ und „Mode“-Schmuck bewusst verwischte. Die Stücke wurden zu
Statements, Experimenten, kleinen Kunstwerken – getragen von Hollywood-Ikonen
wie Marilyn Monroe, aber ebenso von all jenen, die ihre Identität mit einem
glitzernden Akzent betonen wollten.
Glanzvoller Event
Am 3. Dezember wird
der Bildband im Dorotheum Wien offiziell präsentiert. Im Anschluss lädt das
Haus zu einem Champagnerempfang – ein passender Rahmen für ein Werk, das den
schillernden Kosmos des Modeschmucks in all seinen Facetten abbildet.
Costume Jewelry, erschienen
im Taschen Verlag, Hardcover, 26.9 x 33.6 cm, 4.49 kg, 528
Seiten taschen.com
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| Credit Bild: © Taschen Verlag |
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| Carmen Miranda mit auffälligem Kopfschmuck, c.1950 Credit Bild: © Silver Screen Collection/Hulton Archive/Getty Images |
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| Marilyn Monroe mit "A Girl´s Best Friends", 1955 Credit Bild: © Herbert Dorfman/Corbis via Getty Images |
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Werbung für die "Coronation Gems"von Trifari, 1953 |
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| Starjuwelier Eugene Joseff aka Joseff of Hollywood Credit Bild: © Photoarchive of Joseff of Hollywood |