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| Credit Coverbild:© Universal Music |
Nach der 2025
erschienenen Deluxe-Neuauflage von „Load“ folgt nun konsequenterweise „ReLoad“.
Das Album wurde von Reuben Cohen bei Lurssen Mastering neu gemastert, wobei
Greg Fidelman die Produktion überwachte. Erhältlich ist das Album in mehreren
Formaten, u.a. einer 3CD Expanded Edition. Klanglich ist der Unterschied dieser
neuen Version natürlich keine Revolution – und das soll er vermutlich auch gar
nicht sein. Das ohnehin gut klingende Album wirkt in der remasterten Version
jedoch gefühlt noch etwas druckvoller, ohne dass dabei die charakteristische,
leicht düstere und teilweise bluesige Klangästhetik des Originals verloren
geht. Gerade im direkten Vergleich mit vielen späteren Metal-Produktionen fällt
auf, wie wenig „ReLoad“ eigentlich nach klinischem, modernen Metal klingt. Das
ist eine Platte, die atmet.
Tracks wie „Fuel“, „The Memory Remains“ oder „The Unforgiven II“ zählen längst zu den wiederkehrenden Evergreens im Setlist-Kanon der geradezu liturgischen Konzerte der Band. Und überhaupt wirkt vieles, was Ende der Neunziger noch als Abkehr vom Metallica-Mythos wahrgenommen wurde, heute deutlich weniger radikal. „ReLoad“ ist ein ausgesprochenes 90s-Album – und genau darin liegt mittlerweile auch ein Teil seines Reizes.„ReLoad“ ist kein „Master of Puppets“ und will es auch gar nicht sein. Vielmehr steht das Album für jene merkwürdige Zwischenphase, in der Metallica bereits Superstars des Mainstream waren, sich musikalisch aber noch immer nicht damit abfinden wollten, auf einen bestimmten Sound festgelegt zu werden.
Die 3CD Expanded
Edition erweitert das Originalalbum um bislang unveröffentlichte Demos, Rough
Mixes und Live-Tracks und kommt mit einem 36-seitigen Booklet. Für die
Hardcore-Fans ist das natürlich das wesentlich interessantere Material, denn
hier wird aus dem fertigen Album plötzlich wieder ein Work in Progress. Man
hört die Riffs, Skizzen und frühen Versionen und bekommt damit einen Einblick
in die Entstehung eines Albums, das in seiner endgültigen Form deutlich
kontrollierter und homogener wirkt, als der Produktionsprozess vermutlich
tatsächlich war.Besonders spannend ist dabei wieder das Riff-Material. Wie
schon bei der „Load“-Neuauflage bekommt man hier einen Blick in die
musikalische Werkstatt der Band. Aus kleinen Gitarrenideen werden später
„Fuel“, „The Memory Remains“, „Devil's Dance“, „Slither“ oder „Fixxxer“. Man
hört also nicht nur Metallica, sondern Metallica beim Entstehen.Gerade für die Gitarristen
unter den Hörern dürfte das interessant ein.
Die „ReLoad“-Reissue eröffnet zwar keine grundlegend neue Perspektive auf dieses Album, unterstreicht jedoch den Eindruck, dass dies eine einst unterschätzte Platte war. Denn man muss fraglos konstatieren: Die Jahre sind mit diesem Album erstaunlich gnädig gewesen
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| Credit Bild:© Danny Clinch Universal Music |

