Sonntag, 30. März 2025

MR. SLOWHAND AT 80

Eric Clapton with Fender Stratocaster live on stage in Royal Albert Hall in England
Credit Bild: © Warner Music, Carl Studna

Am heutigen Tage wird Mr. Slowhand Eric Clapton unglaubliche 80 Jahre alt. Anlässlich dieses besonderen Datums für die Legende und Gitarrenikone, die auch auf diesen Seiten regelmäßig eine Hauptrolle spielt, eine Retrospektive auf einige mitunter karriereumspannende Features. Happy Birthday, Mr. Clapton!

24 NIGHTS: BLUES

Trotz der seit Jahrzehnten in ihren altehrwürdigen Hallen stattfinden Populärmusik-Konzerten ist die Royal Albert Hall im Londoner Stadtteil Kensington mit ihren gediegenen roten Sitzreihen und ihrer einem römischen Amphitheater nachempfunden Architektur nicht eben das, was man unter einem Blues-Club versteht. Anfang der Neunziger war dies jedoch etwas anders. Der majestätische, einst zum Andenken an Prinz Albert von Sachsen-Coburg und Gotha errichtete Kuppelbau verwandelte sich beinahe in eine Venue, die an der South Side Chicagos oder im tiefen Süden weit unterhalb der Mason Dixon Line gelegen sein könnte. Der Grund dafür: Mr. Slowhand Eric Clapton gastierte für seine ausgedehnte „24 Nights“-Konzertreihe in der RAH und spielte eine Serie monothematischer Abende, die unter den Mottos „Rock“, „Orchestral“ und „Blues“ standen.

Zwar gibt es schon seit Jahren ein Live-Album und eine DVD dieser legendären Konzerte, allerdings fassten diese die „24 Nights“ sehr kompakt zusammen. Die nun neu erschienenen Doppel CD-und DVD-Kombis präsentieren nun eine Extended Versionen dieser Abende, die zu den besten in Claptons langer Karriere zählen.

Die Blues Nights waren für Clapton so etwas wie ein Homecoming, nach den eher zeitgenössisch orientierten Werken „August“ und “Behind The Sun“ kehrte Clapton mit „Journeyman“ zu alten Tugenden zurück. In jene Phase fallen auch die "24 Nights"-Gigs. Clapton spielte seine damals noch recht neue Signature Stratocaster und Soldano Amps – soundtechnisch fraglos eine ganz besondere Ära Claptons, das „24 Nights Rig“ ist nicht ohne Grund bis heute ein absoluter Referenz-Sound.

Die im „24 Nights: Blues“-Set dokumentierten Nächte wirken wie ein Vorgriff auf die ein paar Jahre später stattfindenden „From the Cradle“-Sessions. Mit prominenten Gaststars wie Buddy Guy (der mit seinem Leoparden-Trainingsanzug die ohnehin laxen Garderobe-Vorschriften der Royal Albert Hall doch ein wenig strapazierte), „Iceman“ Albert Collins, Jimmie Vaughan, Robert Cray sowie Muddy Waters´ Mann an den Tasten Jimmie Johnson, spielte  EC puren Blues: "Key To The Highway"  "Sweet Home Chicago", "Have You Ever Loved A Woman" oder "Worried Life Blues" sind nur einige der zu hörenden Klassiker. Hier offenbart sich erneut die besondere Kunst von Musikern wie Clapton, Guy oder Vaughan - denn die Jams sind hier kein Wettbewerb, sondern eine musikalische  Konversation zwischen „Brothers in Blues“. 

Wie schon das im Vorjahr veröffentlichte "Nothing But The Blues" zeigt auch die erweiterte „24 Nights“-Neuauflage Clapton an einem absoluten Karrierehöhepunkt und stellt eine  essenzielle Erweiterung der Diskographie dieser Legende dar.

Credit Bild: © Warner Music, Carl Studna
Credit Coverbild: © Warner Music

SIX STRING STORIES

Credit Coverbild: © Eric Clapton Book, Genesis Publications
One by one these guitars were the chapters of my life. They belong to a very well-loved family.’ – Eric Clapton

Es gibt Musiker, für die sind Gitarren in erster Linie Werkzeuge. Tools, die mehr oder minder austauschbar sind. Mr. Slowhand zählt - wie das Eingangszitat verdeutlicht - explizit nicht zu dieser Gruppe. Gitarren sind für ihn stets sehr viel mehr als nur fabelhaft klingende Konstrukte aus Holz, Plastik und Metall.  

Every guitar tells a story -  Für Clapton sind mit so gut wie allen Instrumenten Geschichten und Erinnerungen an Karrieremarksteine verbunden. Ein Streifzug durch seine extensive Gitarren-Collection wird so auch zur Tour in die eigene Vergangheit. Und genau auf eine solche  nimmt er den Leser in seinem Buch „Six-String Stories“ mit.

2007 veröffentlichte EC mit „Mein Leben“ eine durchaus schonungslose Autobiographie . „Six String Stories“ hat nun Züge einer Alternate-Biography, die anhand außergewöhnlicher Instrumente erzählt wird. Chronologisch geht es von den frühen Club-Tagen über den Höhepunkt des British Blues Booms und der Cream -Ära hin zur Solokarriere. Viele Instrumente stehen symbolisch für bestimmte Abschnitte in ECs Karriere, mit ihnen gingen wesentliche   stilistische Entwicklungen und Neuausrichtungen Claptons einher.

Natürlich sind hier all die bekannten „Hauptgitarren“ vertreten: Historische Aufnahmen der legendär gewordenen und bis heute verschwundenen „Beano“-Burst, mit der ein ganz junger Eric Clapton einen Standard-Sound des Rock- und Blues schuf (Humbucker-Gitarre in einen Marshall-Amp).  Die Derek And The Dominos "Brownie"- Strat in Two-Tone-Sunburst fehlt ebenso wenig wie "Blackie", jenes Instrument, das Clapton einst selbst aus mehreren Vintage-Strats zusammenbaute. Und auch die Royal Albert Hall ES-335, die er bei Creams Farewell Gig an ebenjenem Ort spielte, sieht man hier in all ihrer Pracht.  Doch diese Sechsaitigen machen nicht einmal ein 1/3 dieses kompakten Bildbands aus, denn Claptons Sammlung ist extensiv - und "Six-String Stories" somit auch voll von seltenen Errungenschaften der gehobenen Gitarren/ Verstärker und Effekt-Baukunst (wie etwa dem "24 Nights"- Rig mit Soldano SLO-100 und Rack).

Durch die spezialisierte und  monothematsiche Ausrichtung  auf "Gear" ist dieses Buch nichts für jene, die nur oberflächliche Clapton Fans sind und lediglich auf die Greatest Hits stehen. Dieses Werk richtet sich an die Gitarristen, Liebhaber und Coinnasseure - die sich an dieser mehr als beeindruckende Collection wohl kaum satt sehen werden können. 

Eric Clapton - Six-String Stories, erschienen bei Genesis Publications 

Ein exklusiver Blick ins Buch:

Credit Bild: © Eric Clapton Book,  Genesis Publications

Credit Bild: © Eric Clapton Book,  Genesis Publications

Credit Bild: © Eric Clapton Book,  Genesis Publications

Credit Bild: © Eric Clapton Book,  Genesis Publications

Credit Bild: © Eric Clapton Book,  Genesis Publications

Credit Bild: © Eric Clapton Book,  Genesis Publications

Credit Bild: © Eric Clapton Book,  Genesis Publications

NOTHING BUT THE BLUES

Eric Clapton - Nothing But The Blues Cover Mr.Slowhand Gibson ES-335 Fillmore San Francisco
Credit Coverbild: © Reprise Records / Warner Music

Obwohl der Blues stets den Kern seiner Musik bildete, stellte das 1994er Album „From The Cradle“ dennoch einen deutlichen „Back to the Roots“-Moment für Mr. Slowhand dar. Nach den über weite Strecken moderner orientierten Platten „August“ und „Journeyman“ spielte er mit diesem puristischen Genre-Werk einen Tribute an einige seiner größten Idole und Inspirationen von Muddy Waters über Elmore James bis Freddie King ein - und schuf damit eines der besten Alben in seiner langen Karriere.


Die begleitende Tour war dann ebenso ein Blues-Fest par excellence, ein Umstand der gerade jene Hardcore-Fans in Begeisterung versetzte, die EC auch abseits der bekanntesten Greatest Hits schätzen. Zwei schweißgetränkte Auftritte dieser Tournee vom 8. und 9. November 1994 im Fillmore in San Francisco wurden für den von Martin Scorsese mitproduzierten Film „Nothing But The Blues“, aufgezeichnet.  Mit historischen Aufnahmen und Interviewsegmenten angereichert, fokussierte diese Mischung aus Dokumentar- und Konzertfilm auf Claptons Faszination für den Blues und seine Beziehung zu dieser amerikanischen Roots-Musik. In den USA wurde „Nothing But The Blues“ 1995  über die dortigen Broadcaster des PBS Networks ausgestrahlt - und dann….passierte nichts. Der Film verschwand von der Bildfläche. Ein angedachtes Home Video-Release kam nie zustande. Bis jetzt.  Denn knapp 2 Jahrzehnte später erscheint "Nothing But The Blues" doch noch. Die Blu ray holt alles derzeit Mögliche aus dem Ausgangsmaterial heraus und präsentiert diesen Film in absolut bestechender Qualität. Der Name ist dabei Programm, ist dies doch die absolute Blues-Vollbedienung.

Credit Bild: © Reprise Records / Warner Music

Credit Coverbild: © Reprise Records / Warner Music
Clapton ist hier schlichtweg “on fire“ –  was man hier sieht ist nichts weniger als die pure Passion an zwei magischen Abenden. Der Mann aus Surrey, damals 54 , war Mitte der 90er natürlich bereits ein etablierter Veteran des Musikbusiness, eine Legende deren Fertigkeiten an der Sechssaitigen Teil von geradezu mythischen Erzählungen waren. An genau jenem Zeitpunkt kam es jedoch zu einer speziellen Konstellation -  das Feuer der kontrollierten Aggression der frühen Tage traf auf die jahrzehntelange Erfahrung und Reife des Alters  - und ergab eine Kombination die dafür sorgte, dass die hier festgehaltenen Gigs einen Musiker am absoluten Höhepunkt seines Schaffens zeigen.

Während seine Backing Band mit ungemeinem Druck das Fundament legt, entlockt EC seinen Gitarren - neben seiner Signature Fender Stratocaster sieht und hört man hier u.a. auch eine Auswahl von Vintage-Gibsons -  die Schreie der Verlassenen und Betrogenen, aber auch die Klänge der Zuversicht, dass es nach dem tiefen Tal des Schmerzes auch besser werden muss.
Mit der zunächst nur als Vocal Performance startenden Interpretation des 20er Jahre Blues "T´Aint Nobody´s Business" das in einer frenetischen Gitarrensolo-Explosion mündet, endet auch
"Nothing But The Blues" -  das fraglos die beste bislang erhältliche audiovisuelle Dokumentation von Claptons Kunst darstellt.

LIVE HISTORY

Credit Bild: © C. Larsen & Sons Book Publishing Company 
Waren es früher hauptsächlich ausladende CD-Boxsets, die als Statussymbol der verdientesten Koryphäen des Musikbusiness galten, so sind das heute in zunehmenden Maße prestigeträchtige Luxus-Bildbände im coffee-table-Format  - also Bücher die aufgrund ihrer ausladenden Größe nicht nur als Einrichtungsgegenstand durchgehen sondern zudem den Rang eines echten Sammlerstücks haben. Kaum eine Legende der nicht eine oder mehrere solcher Art-Edtionen gewidmet wurden, von Led Zeppelin über Metallica zu den Rolling Stones, die Retrospektive im Gewand eines Kunstbandes hat absolute Hochkonjunktur. Umso verwunderlicher ist angesichts dessen der Umstand, wie wenig Releases es in diesem Sektor zum Thema Mr. Slowhand gibt. Zählt Eric Clapton doch zu den prägendsten Gitarristen aller Zeiten: ein Mann, der nicht nur mit mehreren Bands und als Solokünstler Musikgeschichte schrieb sondern auch ein bis heute gültiges Licks-Vokabular und einen eigenen Sound kreierte (siehe etwa die Entdeckung der Humbucker/Marshall - Kombination bei John Mayalls Bluesbreakers oder der "Woman Tone"). In diesem bibliophilen Vakuum bringt der dänische EC-Hardcore Fan Christian Larsen mit seinem Verlag einen Prachtband über die Live-Konzerte Slowhands heraus und legt damit ein Musikbuch vor, das gleich in vielerlei Hinsicht außergewöhnlich ist.

Dass hier ein glühender Bewunderer des Saitenmagiers aus Surrey am Werk ist, merkt man schon bei der Verpackung, die mit vielen kleinen Details aufwartet. Der übliche Schutzkarton in dem Bücher dieser Mammut-Größenordnung geliefert werden, wurde mit  einem Hinweis auf Tulsa, Oklahoma bedruckt – ein Insider-Querverweis, der allen langjährigen EC-Anhängern ein Lächeln auf die Lippen zaubern wird. Auch Packpapier mit aufgedrucktem Backstagepass muss man noch vorsichtig entfernen, dann liegt die Live History vor einem. Gedruckt auf 150 Gramm schwerem Fedrigoni Tatami White Paper in der japanischen Narayana Press, handgebunden in einem Skivertex Ubonga-Cover mit goldenem Schriftzug - luxuriöser geht es nicht. Doch nicht nur diese stylisch-reduzierte, ungemein wertige und  attraktive Aufmachung kann überzeugen, auch der Inhalt hält da locker mit.

Den Clapton-Fan erwartet hier nichts weniger, als eine umfassende und karriereumspannende Retrospektive der Jahre 1964-2019. Clapton ist ja seit jeher einer der produktivsten Live-Musiker. Teils legendär gewordene Gastspiele wie seine regelmäßigen Gigs in der altehrwürdigen Royal Albert Hall werden mit expressiven Fotos der führenden Rock N´ Roll Photographers sowie weniger bekannten Chronisten der klassischen Rock-Ära erlebbar.Für das Vorwort konnte gar ein prominenter Weggefährte Claptons, Bobby Whitlock ( Derek & The Dominos) gewonnen werden, den Textteil übernahm Larsen zusammen mit Clapton-Experte Marc Roberty.
Larsen hätte es sich natürlich sehr einfach machen können und nur einige der ohnehin bekannten Live-Shots Claptons aus den gängigen Archiven publizieren können. Stattdessen begab er sich auf eine ganze 4 Jahre dauernde Reise und schaffte es in Kleinarbeit ultra-rare Fotodokumente Claptons aufzuspüren. Gut  85 % der Bilder aus „Live History“ sind bislang unreleased und ungesehen und stammen teils aus den Privatbeständen internationaler Fotografen. Wieso diese Bilder unpubliziert blieben, ist nach dem Durchblättern des Buchs rätselhaft: immerhin sieht man hier einige der genialsten Shots von Mr. Slowhand.

Selten genug kommt es vor, dass einen ein Buch noch zu überraschen vermag oder gar beeindruckt – bei diesem ehrgeizigen Projekt eine umfassende Live-Chronik dieser Ikone zu schaffen, ist dies jedoch vollumfänglich gelungen. So wird die “Eric Clapton Live History” zu einem der besten Rock Photography-Bücher er letzten Jahre – von dem es allerdings weltweit lediglich 2500 Kopien geben wird. 46.1 % der Einnahmen dieses streng limitierten Werks gehen an eine gute Sache, nämlich an Claptons Crossroads Center.

“Eric Clapton Live History” ist exklusiv erhältlich via:

Hier ein Blick ins Buch:

Credit Bild: © C. Larsen & Sons Book Publishing Company 
Credit Bild: © C. Larsen & Sons Book Publishing Company 
Credit Bild: © C. Larsen & Sons Book Publishing Company 
Credit Bild: © C. Larsen & Sons Book Publishing Company 

Samstag, 29. März 2025

IM RAUSCH DER GESCHWINDIGKEIT: PORSCHE RACING MOMENTS SIGNIERSTUNDEN

Credit Bild: © Taschen Verlag
Der deutsche Fotoreporter Rainer W. Schlegelmilch ist eine lebende Legende auf dem Gebiet der Motorsportfotografie und einer der bedeutendsten Chronisten des internationalen Rennsports.
Unter Kollegen ist er auch als „Zoom Master“ bekannt, denn mit seiner charakteristischen Zoom-Technik fängt er die immense Geschwindigkeit der Racing Cars bei diversen Grand Prix seit Jahrzehnten ein. In Monaco gibt es sogar die berühmte „Schlegelmilch-Kurve“, von genau jenem Punkt hält der Fotograf das Geschehen stets aus demselben Blickwinkel zwischen Loews und Portier fest.

Seine beeindruckenden Aufnahmen von ganz speziellen Boliden – den Porsche Racing Cars – hat er nun in einem neuen Fotoband zusammengefasst, der bei Auto-Aficionados fraglos die Motoren heulen lassen wird. Dieses fesselnde Buch beginnt im Jahr 1963 und entführt den Leser mit atemberaubenden Aufnahmen in eine andere Zeit und eine andere Welt. Es ist eine persönliche fotografische Reise durch die Geschichte der Porsche-Langstreckenrennen – von Le Mans über die Targa Florio und Spa-Francorchamps bis nach Monza. In seiner unverkennbaren Bildsprache und mit kurzen, prägnanten Texten erzählt Schlegelmilch dabei eine Geschichte von der Jagd nach Geschwindigkeitsrekorde und Pokalen, von Glanzleistungen des Fahrzeugbaus, aber auch von den Helden des rauchenden Asphalts.

Kommende Woche ist Schlegelmilch in den zwei Taschen-Flagship-Stores zu Gast und wird sein Werk signieren.

 Genaue Daten & Adressen: 

Signierstunde
Freitag, 4.April, 17-18 Uhr
im Taschen Store Köln 
(Neumarkt 3)

Samstag, 5.April, 17-18 Uhr
im Taschen Store Berlin
 (Schlüterstraße 39)

Credit Bild: ©Taschen Verlag

Credit Bild: ©Taschen Verlag

Credit Bild: ©Taschen Verlag
Porsche Racing Moments von Rainer W. Schlegelmilch, Hardcover, 36  X 30.3.cm, 365 Seiten, erschienen im Taschen Verlag 

Samstag, 1. März 2025

ENTENHAUSEN AN DER SPREE: Signierstunde Donald Duck - The Ultimate History

Credit Bild: © Taschen Verlag
Carl Barks’ Donald Duck zählt fraglos zu den beliebtesten und kultigsten Comic-Figuren aller Zeiten. Der liebenswerte Enterich, mit all seinen Fehlern und Tollpatschigkeiten, ist nur allzu menschlich – und genau das macht ihn so einzigartig. Über neun Jahrzehnte hinweg hat sich Donald Duck zu einer der ikonischsten Figuren im Disney-Universum entwickelt. Eine neu im Taschen Verlag erschienene Duck-Monographie widmet sich nun seiner außergewöhnlichen Karriere – von seinem ersten Auftritt am 9. Juni 1934 in „The Wise Little Hen“, einem Kurzfilm aus der Silly Symphony-Reihe, bis hin zu seinen über 170 Zeichentrickfilmen, seinen Abenteuern in Comics und Fernsehserien sowie seinen Auftritten in den Disney-Themenparks.

Die Autoren tauchten tief in die Archive ein, um nicht nur die Geschichten hinter Donalds nie vollendeten Filmprojekten ans Licht zu bringen, sondern auch rund 300 bislang unveröffentlichte Bilder zu Tage zu fördern. Dazu gehören Konzeptzeichnungen, Storyboards, Hintergründe, Animations- und Comic-Zeichnungen sowie seltene Fotografien. Dabei werden die Werke aller bedeutenden Künstler gewürdigt, die Donald über die Jahrzehnte hinweg geprägt haben. Eine besondere Hommage erfährt natürlich Erfinder Barks, dessen bislang unveröffentlichte frühe Storyboard-Skizzen in diesem Band erstmals präsentiert werden.

Der Herausgeber dieser Chronik, Daniel Kothenschulte, wird kommende Woche im Rahmen eines Events im Taschen Store in Berlin sein Werk signieren. Zudem wird Disney-Comic-Illustrator Ulrich Schröder die Bücher mit einer persönlichen Zeichnung versehen.

Donald Duck. Die ultimative Chronik, Hg. Daniel Kothenschulte, Hardcover, 29 x 39.5 cm, 5.09 kg, 564 Seiten, erschienen im Taschen Verlag 


 Datum & Adresse: 

Signierstunde
Freitag, 7.März, 17-18 Uhr
im Taschen Flagship-Store Store Berlin
 (Schlüterstraße 39)

Sonntag, 9. Februar 2025

SERGIO LEONE BY HIMSELF

Credit Coverbild: © Reel Art Press
Der Italiener Sergio Leone (1929–1989) zählt fraglos zu den Schlüsselfiguren des modernen Kinos. Mit seinen Filmen änderte und bestimmte er nicht nur den Blick des Publikums auf das uramerikanische Genre des Western, sondern leistete auch in Sachen Regieführung, ästhetischer Bildsprache, Drehbuch und Einsatz von Musik (Ennio Morricone) Pionierarbeit. In einer neu erschienenen Mischung aus Bildband und filmhistorischem Werk, kommt dieser geniale Filmkünstler nun in Form eigener Essays und raren Interviews selbst zu Wort.

Nun gibt es natürlich viele Bücher über große Regisseure, durchaus von überaus kundigen Filmhistorikern und Insidern der Szene verfasst. Doch nur wenige Biografen konnten so nah an ihre Protagonisten herankommen wie Christopher Frayling, eine der internationalen Kapazitäten in Sachen Leone und Italowestern. Seine Werke „Spaghetti Westerns – Cowboys and Europeans: From Karl May to Sergio Leone“ und „Something To Do With Death“ waren  frühe, ernsthafte Auseinandersetzungen mit dem Genre und seinem wichtigsten Regisseur und sind bis heute Standardwerke. Während andere Biografen auf Infos aus zweiter Hand zurückgreifen müssen, hatte er zudem direkten Zugang zum Protagonisten seiner Hauptwerke. Dementsprechend haftet seinen Publikationen, die im Genre der Cinema-Bücher jedes Mal zu den besonderen Highlights zählen, neben der profunden Fachkenntnis über die Thematiken stets eine sehr persönliche Note an, die man in anderen Büchern selten vorfindet.

„Sergio Leone by Himself“ bildet da keine Ausnahme und ist eine packende Hommage an eine faszinierende Persönlichkeit. Auf 256 Seiten vereint Frayling Anekdoten, seltene BBilder, unveröffentlichte Interviews und Beiträge, die der Regisseur selbst verfasst hat. Leone war einer der ersten postmodernen Regisseure,  dessen Werke ein hohes Maß an Intertextualität aufweisen. Dieses Kult-Charakteristika seiner Filme wird hier eindrucksvoll verdeutlicht, zieht sich Intertextualität doch auch durch das gesamte Buch  – etwa wenn Leone in einem der Kapitel von einem jungen Dario Argento interviewt wird (der Meister des italienischen Giallo- und Horror-Genres war ja an der Story von „Spiel mir das Lied vom Tod“ beteiligt), oder wenn er seine eigenen Werke und Inspirationsquellen reflektiert oder Essays über Federico Fellini oder John Ford – einen weiteren große Mythenschöpfer des Westens – verfasst.

Was dabei zutage tritt, ist oft erhellend und unerwartet. Wer hätte beispielsweise gedacht, dass sich Simone de Beauvoir anerkennend über „Zwei Glorreiche Halunken“ geäußert hat? So ist „Sergio Leone by Himself" der seltene Fall eines Filmbuchs, bei dem man auf beinahe jeder Seite etwas Neues und bis dahin Unbekanntes zu entdecken vermag. Selbst langgediente Spaghetti-Western-Aficionados und Leone-Fans werden ob der Fülle an Zusatzinformationen überrascht sein, die diesen schönen Großformatband zu einem essenziellen Teil der Leone-Bibliothek machen.

Sergio Leone By Himself, von Christopher Frayling, erschienen bei Reel Art Press

Ein Blick ins Buch:

Am Set: Leone himself
Credit Bild: © Reel Art Press

Für ein paar Dollar mehr
Credit Bild: © Reel Art Press

Filmplakat "Es war einmal in Amerika"
Credit Bild: © Reel Art Press

Plakat des ersten "Dollar"-Films
Credit Bild: © Reel Art Press

Samstag, 1. Februar 2025

DAVID BAILEY – EIGHTIES

Credit Bild:© David Bailey  Taschen Verlag

Warten wir auf die Achtziger? Waren sie schon da? Wo war ich?“ - David Bailey

Nun, der legendäre Starfotograf war jedenfalls definitiv mittendrin, statt nur dabei, in jener Dekade der Dekadenz, in der die Devise „more is more“ galt und Exzess sowie Überschwänglichkeit in Mode wie Lebensstil an der Tagesordnung zu stehen schienen – zumindest im Jetset und der High Society. Zum Himmel strebende Frisuren, Farbexplosionen, weite Schnitte und obligatorische Schulterpolster: Manch einer denkt daran mit Grausen zurück. Doch generell ist der heutige Blick auf diese einst – ob diverser Geschmacklosigkeiten – belächelte Ära ein zunehmend milderer. Auf den Laufstegen und in den Hochglanzmagazinen feiern die 80er jedenfalls ein stetes Revival. In der Musik gehört die Reminiszenz an sie längst zum guten Ton, in den Charts sind sie geradezu omnipräsent. Die Eighties sind in – daran führt kein Weg vorbei.

Wie zeitlos sie tatsächlich sind und wie sehr sie die Mode bis heute beeinflussen, zeigt auch ein neuer Bildband von David Bailey, der unzählige faszinierende Arbeiten dieses bedeutenden Fotokünstlers versammelt. Der gebürtige Brite zählt fraglos zu den bedeutendsten Fotografen überhaupt. In den Swinging Sixties konnte er sich mit einer ganz eigenen Bildsprache etablieren, seine Porträtaufnahmen waren stilbildend, er selbst verkörperte einen völlig neuen Typus Fotograf. In den 1960er-Jahren fing er die Atmosphäre der britischen Hauptstadt ein und definierte sie zugleich. Michelangelo Antonioni nahm ihn als Vorbild für die von David Hemmings dargestellte Figur im Film „Blow-Up“.

In den 80ern wurde London erneut zum Mittelpunkt des Jetsets und der Mode-Industrie. Bailey beschreibt dies eindringlich in einem Vorwort zu seinem Bildband: Models mussten nun nicht unbedingt in die USA fliegen, sondern konnten für ihre Arbeit bei Shootings auf der Insel bleiben. Auch für die Karriere Baileys selbst war diese Zeit bedeutsam. Längst im Jetset verankert, fotografierte er zahlreiche Ikonen, die die 80er auf ihre eigene Weise prägten: Naomi Campbell (die er als moderne Josephine Baker inszenierte), , Prinzessin Diana, Jerry Hall, Marie Helvin, Grace Jones, Kelly LeBrock, Christy Turlington, Tina Turner sowie Kollegen und Zeitgenossen wie Helmut Newton, Karl Lagerfeld und Yves Saint Laurent. 

Im Bildband „Eighties“ versammelt er nun stilprägenden Portrait-und Modefotografien aus den Seiten von Vogue Italia, Vogue Paris, Tatler und zahlreichen anderen renommierten Publikationen. Die Bilder zeigen Couture-, Laufsteg- und Prêt-à-porter-Kollektionen der wegweisenden Designer dieser Dekade, darunter Azzedine Alaïa, Comme des Garçons, Guy Laroche, Missoni, Stephen Jones, Valentino und Yves Saint Laurent.

Was dabei besonders auffällt: In Baileys geschmackvollen, oft reduzierten Bildern spiegeln sich zwar die Insignien dieser Zeit wider – Stil, Mode, Frisuren, Hang zur Dekadenz –, sie wirken jedoch gleichzeitig zeitlos. Britisches Understatement? Vielleicht. Oft scheint er jedoch bereits den reduzierten Stil der kommenden 90er vorwegzunehmen – was diesen Coffee Table-Band nicht bloß zu einer nostalgischen Zeitkapsel in die Achtziger macht, sondern auch zur Werkschau eines Künstlers der stets Trendsetter war.

David Bailey – Eighties, Hardcover, 28.4 x 36.0 cm, 3.55 kg, 296 Seiten, erschienen im Taschen Verlag

Ein Blick ins Buch:

Credit Bild:© David Bailey  Taschen Verlag

Credit Bild:© David Bailey  Taschen Verlag

Credit Bild:© David Bailey  Taschen Verlag

Credit Bild:© David Bailey  Taschen Verlag

Credit Bild:© David Bailey  Taschen Verlag

Credit Bild:© David Bailey  Taschen Verlag

Credit Bild:© David Bailey  Taschen Verlag

Credit Bild:© David Bailey  Taschen Verlag


Sonntag, 22. Dezember 2024

The Museum of Wes Anderson: His Movies and the Works That Inspired Them

Credit Bild: © Prestel  Verlag
Der texanische Filmemacher Wes Anderson zählt fraglos zu den markantesten und eigenwilligsten Persönlichkeiten des zeitgenössischen Kinos. Unverwechselbar seine viel zitierte Bildsprache, beispielhaft skurril seine liebenswert-verschrobenen Filmfiguren, hintergründig die merkwürdigen Dialoge und außergewöhnlich die Themen seiner Werke. Als Drehbuchautor und Regisseur hat der kunstaffine Anderson – man erinnere sich an seine kuratorische Tätigkeit für das Kunsthistorische Museum in Wien – eine einzigartige cineastische Welt erschaffen. Bei einem Streifzug durch ebenjene entdeckt man in beinahe jeder Filmszene ein neues Exponat; die mittlerweile ikonische Bildsprache Andersons mit ihrem Schau-/Setzkasten-artigen Arrangement tut ihr Übriges, um den musealen Charakter seiner Filme noch zu unterstreichen.

Im neu erschienenen Buch „The Museum of Wes Anderson“ kann der Leser nun in diese eigenwillige Welt dysfunktionaler Familien, historischer Querverweise und märchenhafter Plots eintauchen. Nun könnte dieses Buch einfach eine retrospektivische Werkschau oder ein „Best Of“ der bisherigen Anderson-Filmografie sein. Mit Werken wie den „Royal Tenenbaums“, „Grand Budapest Hotel“ oder „The French Dispatch“ gäbe es schon genug Material. Doch dieser Hardcover-Band ist weit mehr. Jedes Kapitel gleicht einem Raum jenes fiktiven, titelgebenden Kulturinstituts – tatsächlich hat man es hier mit einem faszinierenden Museum in gedruckter Form zu tun: kuratiert, editiert, selektiert.

Dieses Buch ist mindestens so verschroben wie die Werke Andersons: Zu den kuriosesten Exponaten gehören ein Rezept für ein Schinken-Sandwich aus dem Café Le Sans Blague aus „The French Dispatch“, die Entstehungsgeschichte des eigenwilligen Getränks aus „Moonrise Kingdom“ oder das Geheimnis hinter „L’air du Panache“, dem Parfüm des Concierge aus „The Grand Budapest Hotel“. Ein Weg führt in die Garderobe-Abteilung mit Gwyneth Paltrows Pelzmantel oder dem Björn-Borg-Outfit, beide aus den „Royal Tenenbaums“. Im Auditorium werden Filme gezeigt, die den Regisseur selbst geprägt haben. Gerade in diesem Kapitel bietet das Buch eine filmwissenschaftliche Abhandlung über offensichtliche und versteckte Einflüsse, die das Werk des Regisseurs geformt haben. Dabei treten wenig bekannte Aspekte zutage, wie dass Anderson von Francis Ford Coppola und „Apocalypse Now“ geprägt wurde.

Das „Wes Anderson Universum“ wird hier zu einem kulturhistorischen Kuriositätenkabinett, wie es im Kosmos des Regisseurs viele gibt: So wie Anderson selbst ist dieses Kompendium detailverliebt und tiefgründig. Seine Filme sieht man nach der Lektüre definitiv mit anderen Augen, ist dieses Buch doch ein Schlüssel für ein tieferes Verständnis dieses großen Auteurs und Stilisten.

The Museum of Wes Anderson, von Johan Chiaramonte, Camille Mathieu, erschienen im Prestel Verlag

Samstag, 17. August 2024

LICHTER DER TRAUMFABRIK: LIFE. HOLLYWOOD

LIFE HOLLYWOOD Taschen Verlag Book Buch Cover Marilyn Monroe Liz Taylor
Credit Bild: © Taschen Verlag
Es war einmal in Hollywood: der Filmmetropole Nummer 1 wohnte schon in ihrer Gründungszeit etwas latent Irreales inne. "Larger Than Life" beschrieb sowohl die Stars und Regisseure als auch die Produzenten-Sonnenkönige, die in ihren Studio-Palästen an der Westcoast Hof hielten. Sagen-haft auch die Geschichten, die auf und hinter der Weltbühne der Sets erzählt wurden - moderne Mythen im Fokus des Kameramannes und märchenhafte Stories von der Transformation von Normalsterblichen zu Ikonen der Leinwand. Aber wie das so ist im Märchen....auch im schönsten La La Land lauern Schattenseiten, entgegen dem Klischee ist in Hollywood ein Happy End alles andere als gewiss. Gerade wenn Glanz und Elend so nah beieinander liegen und die Fallhöhe ebenso hoch ist, wie die Anzahl der Zuschauer, die kometenhafte Aufstiege als auch Ikarus-gleiche Abstürze verfolgen. 

Chronisten der Triumphe, künstlerischen Errungenschaften, Dramen und soziokulturellen Umwälzungen Tinseltowns waren stets die gut vernetzten und kreativen Fotojournalisten des renommierten LIFE Magazins wie Alfred Eisenstaedt, Gordon Parks, Peter Stackpole, Lisa Larsen oder Gjon Mili. In der Zeit vor der Dominanz des Fernsehens bot diese Publikation ein exklusives "Tor zur Welt" und dokumentierte von Politik bis Kultur eine immense Bandbreite an Zeitgeschehen. Von der damals erreichten Reichweite können heutige Medien nur noch sehnsüchtig  träumen -  in den späten 1940er Jahren war jeder dritte Amerikaner Leser dieses Magazins. 
Die Connection zwischen den Blattmachern und dem Zentrum der US-amerikanischen Filmindustrie war dabei eine besonders langanhaltende und tiefgehende. Die erste "Blonde Bombshell" der Filmgeschichte, Jean Harlow,  zierte anno 1937 als erster Movie Star ein LIFE-Titelbild, es sollten noch über 200 weitere Cover mit Hollywood-Themen folgen. Durch diese in Sachen Publicity und Auflage für beide Seiten lukrative Zusammenarbeit wurde den Fotografen und Fotografinnen natürlich auch exklusiver Zutritt zu "Off Limits"-Bereichen gewährt - von privaten Gemächern bis hin zu rauschenden Awards-Parties. Die Folge waren unzählige Aufnahmen, die einerseits in unnachahmlicher Weise das temporeiche "Lifestyle" der Traumfabrik einfingen und andererseits die Stars, die im Gegensatz zur  heutigen Social Media-Zeit eine Aura des Geheimnisvollen umgab, für die Leser nahbarer wirken ließen.

Im neu erschienenen Doppel-Bildband  "LIFE. Hollywood" aus dem Hause Taschen kann man nun in das extensive Foto-Archiv dieses kultigen Hefts eintauchen. Produced and directed vom Verlagsgründer Benedikt Taschen himself, wie einen die ersten Seiten wissen lassen....eindeutig ein persönliches Prestige-Projekt und eine leidenschaftliche Liebeserklärung an das Kino. Mit einer "Spieldauer" von 600 Seiten gleiten diese beiden Bildbände vom Jahr 1936 ausgehend, einer Plansequenz gleich durch die Dekaden. Sie dokumentieren in der Folge unterschiedliche Ären und zeigen auch den Wandel vom Old zum New Hollywood, als das alte Studiosystem in sich zusammenbrach und die Counter Culture Einzug hielt. 1972 ist allerdings Schluss mit der Retrospektive. Es ist das Jahr von Francis Ford Coppolas "The Godfather". Für den Regisseur bedeutete dieser Film den Durchbruch, ebenso wie für Al Pacino. Produzent Robert Evans zementierte mit diesem Kassenschlager seinen Ruf als Mann mit "Midas Touch". Nun gäbe es natürlich auch danach noch Vieles zu entdecken, das etwas abrupte Ende ist allerdings auch dem Umstand geschuldet, dass das einst überaus profitable Magazin zunehmend mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte und nach 1972 nur mehr unregelmäßig erschien.
In seiner Glanzzeit  war LIFE jedoch eine der wichtigsten Quellen, wenn es darum ging einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Warum dies so war, merkt man auf jeder Hochglanzseite: ein rarer Shot reiht sich an den nächsten. Dieses Release richtet sich zwar ausschließlich an absolute Film-Aficionados, doch selbst die haben hier viel Neues zu entdecken.

Beim Durchblättern wird man unweigerlich an Damien Chezelles  „Babylon“ erinnert. In dieser Ode an das Filmschaffen gibt es eine leise, jedoch ungemein kraftvolle Szene, die mich persönlich nachhaltig beeindruckt hat, weil sie in so prägnanter Manier das Prinzip Hollywoods aufzeigt: Die von Jean Smart gespielte Kolumnistin Elinor St. John erklärt dem alternden Stummfilm-Star Jack Conrad (Brad Pitt) in einem bittersüßen Monolog die Mechanismen des ewig währenden Ruhm -  denn selbst wenn Erfolg kommt und geht, letztlich bleiben Stars durch ihre Filme unsterblich. Und "LIFE. Hollywood" zeigt genau das. Die beiden gewichtigen Bände sind ein wunderschöner Streifzug durch  das Pantheon der Filmindustrie in den Ausmaßen eines David O. Selznick-Epos.

Life. Hollywood, Hardcover, 2 Bände im Schuber, 26.5 x 36 cm, 7.50 kg, 708 Seiten, erschienen im Taschen Verlag

Ein exklusiver Blick ins Buch:

Veronica Lake Film Noir Taschen Verlag Buch Book LIFE Hollywood Film Movies Stars
Sirene des Film Noir: Veronica Lake
Credit Bild: © Taschen Verlag

Marilyn Monroe Barefoot Jump Taschen Verlag Buch Book LIFE Hollywood Film Movies Stars
Ein Symbol für Glanz und Tragödie der Filmindustrie: Marilyn Monroe
Credit Bild: © Taschen Verlag

Brigitte Bardot Taschen Verlag Buch Book LIFE Hollywood Film Movies Stars
Besuch aus Europa: Und auch in L.A. lockt.... BB
Credit Bild: © Taschen Verlag

Kinosaal Taschen Verlag Buch Book LIFE Hollywood Film Movies Stars
Der Kinosaal: ein magischer Raum
Credit Bild: © Taschen Verlag

Jane Fonda Barbarella Taschen Verlag Buch Book LIFE Hollywood Film Movies Stars
Privat und als Barbarella: Jane Fonda
Credit Bild: © Taschen Verlag

Robert redford Taschen Verlag Buch Book LIFE Hollywood Film Movies Stars
The Man, the Myth, The Legend...Robert Redford als Sundance Kid
Credit Bild: © Taschen Verlag

Due John Wayne Western Robert Evans  Taschen Verlag Buch Book LIFE Hollywood Film Movies Stars
Old Hollywood trifft New Hollywood: Paramount Produzent Robert Evans und "Duke" John Wayne
Credit Bild: © Taschen Verlag