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| Credit Coverbild: © Permuted Press |
Freitag, 22. Dezember 2023
MESSENGERS - THE GUITARS OF JAMES HETFIELD
Montag, 11. Dezember 2023
JIMMIE VAUGHAN - STRANGE PLEASURE Vinyl Reissue
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| Credit Bild: © Bear Family Records |
Jimmie Vaughan arbeitete auf dieser Platte wieder mit Funk-Legende und Hitproduzent Nile Rodgers (Chic, David Bowie´s "Let´s Dance") zusammen, der schon bei den Recordings Sessions zu „Family Style“, dem einzigen gemeinsamen Album der Vaughan Brothers, hinter dem Mischpult gesessen hatte. Als Kontrast zu der düsteren persönlichen Zeit in Vaughans Leben evozieren die Songs auf „Strange Pleasure“ großteils die „carefree attitude“ der Fünfziger. Bis auf eine Ausnahme: die traurige Gänsehaut-Nummer "Six Strings Down", die ein musikalischer Nachruf auf SRV ist.
Mit seiner einerseits kontemporären und gleichzeitig traditionellen Mixtur unterschiedlicher Einflüsse Vaugahns - von Rock N´ Roll zu puristischem Blues und homöopathischen Latin-Anklängen - war dieses Album eines der Letzten aus jener Blues-Revival-Ära, welche die Vaughan Brüder entscheidend mitgeprägt hatten. Ab Mitte der Neunziger erlebte der Blues dann zwar kein Schicksal wie der Jazz, verschwand jedoch zunehmend aus dem Blickfeld des Mainstreams. „Strange Pleasure“ war seinerzeit völlig zurecht Grammy-nominiert und hätte ihn auch gewinnen sollen, denn neben der kompositorischen Qualität der Songs sind es Vaughans unverkennbare Stimme und Laid Back-Licks, bei denen jede sparsam eingesetzte Note zählt, die schlichtweg faszinieren.
Obwohl dieses Album also zu den besten Blues-Platten der letzten Dekaden zählt, ist es recht schwer zu bekommen - zumindest bislang. Zwar findet man "Strange Pleasure" auf Spotify, doch in analoger Form sieht es da schon wesentlich schlechter aus: Die CD ist vergriffen und als Schallplatte erschien es überhaupt nur in einer kleinen niederländischen Auflage in den Neunzigern. Das auf Vintage-Raritäten spezialisierte Bear Family Label beseitigt nun diesen Missstand und bringt dieses Album in einer hochattraktiven, audiophilen Sammler-Edition erneut auf den Markt - und sorgt so dafür dass dieses geniale Album erstmals weltweit auf Vinyl erscheint. Die elf Songs der Original-CD werden um eine etwas längere Version des Songs "Boom-Bapa-Boom" ergänzt, was für sich genommen schon reichen würde um alle Sammler anzusprechen: Zusätzlich ist diese Vinyl-Ausgabe mit Gatefold-Cover allerdings auch nummeriert und auf insgesamt 1.500 Stück limitiert. Damit der warme Sound dieses einst von Bob Ludwig gemasterten Werks optimal abgetastet werden und Vaughans Gitarren-Sound transparent aus den Speakern ertönen kann, erscheint dieses Release als schwere, auf 180-Gramm-Vinyl gepresste LP, die mit 45RPM abgespielt wird: eine großartige Neuauflage und ein Fest für Vinyl-Enthusiasten.
Freitag, 8. Dezember 2023
THE BIG BOOK OF LEGS
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| Pinup-Legende Bettie Page am Strand, fotografiert von Bunny Yaeger Credit Bild: © Taschen Verlag |
Eine gewisse lyrische Tendenz lässt sich hier also durchaus ablesen, die Liste an „Songs About Gams“ könnte man jedenfalls noch beliebig lange fortführen. Doch auch abseits der Recording Industry waren es interessanterweise immer wieder Beine - und weniger die -ähem- offensichtlicheren Busen & Pos - auf die der Fokus gerichtet wurde. Ein Blick durch unterschiedliche Epochen der Geschichte zeigt, dass dieser Körperteil immer wieder im Fokus stand: In viktorianischen Zeiten, gemeinhin eine Ära schwelender Prüderie und noch stärkerer Doppelmoral, barg schon die bloße Erwähnung des Wortes „Beine“ die Gefahr, die Gentlemen des Empire in Raserei zu versetzen und sollte daher - Etikette ist schließlich alles - tunlichst vermieden werden. So will es zumindest die Legende. Die Befreiung des Beins - auch durch die sich ändernde Damenmode - war wiederum ein Teilaspekt der Emanzipationsbewegung und veränderter Sexualmoral.
Im Hollywood zu Zeiten der Selbstzensur des Motion Picture Production Codes, auch als Hays-Code bekannt, durfte man wiederum auf dem Silver Screen wenig zeigen, das (nur vermeintlich) unverfänglich-unschuldige Bein war davon jedoch nicht betroffen, was für einige erotisch aufgeladene Szenen sorgte, die nicht den Scheren der Sittenwächter zum Opfer fielen. Tänzerin Cyd Charisse wiederum war nicht nur für ihre komplexen und eleganten Tanzchoreographien mit Fred Astaire berühmt, sondern auch für ihre 48,5 Millionen Dollar Beine . Und die Spinde und Kriegsgeräte zierenden Pinup-Girls der amerikanischen GIs waren für ihre "Legginess" berühmt.
Man sieht: Die (Pop-)Kulturgeschichte dieser Körperteile ist so lang wie die unteren Extremitäten einer Laufstegschönheit nach Pariser Gardemaß. Dementsprechend umfangreich und schwer (372 Hochglanz-Seiten im XL-Format) ist dann auch "The Big Book Of Legs" ausgefallen, das nun in einer Neuauflage erschienen ist. Darin entwirft Autorin Dian Hanson (als ehemalige Herausgeberin des „Leg Show“-Magazins eine Kapazität auf dem Gebiet anatomischer Forschung unter ästhetischen Gesichtspunkten) anhand von teils rarem Bildmaterial und witzigen Essays eine soziokulturelle Chronik sich wandelnder Körper-(Selbst-)Bilder und Schönheitsideale.
Der Fokus liegt dabei vor allem auf Vintage-Aufnahmen mit historischen Aufnahmen von 20er Jahre-Flapper Girls oder klassischen Pinup-Bilder von Bettie Page. Man sieht Arbeiten der Fotografie-Pioniere Bunny Yaeger, Elmer Batters oder Peter Gowland. Es sind dies teils seltene Aufnahmen, die auch eine Geschichte der sexuellen Revolution erzählen. Beim Gipfel jener Bewegung endet dieses Buch jedoch, der Bogen wird nur bis zu dem Ende der 60er gespannt, vor den 70ern ist kurioserweise Schluss.
Dienstag, 5. Dezember 2023
STATUS QUO - OFFICIAL ARCHIVE SERIES VOL. 2 - LIVE IN LONDON 2012
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| Credit Bild: © Christie Goodwin earMusic/Edel |
Montag, 4. Dezember 2023
BEARTOOTH - THE SURFACE
Fröhlichkeit zählt nicht unbedingt zu den bestimmenden
Attributen des Metal-Genres: Stets aktuelle Themen wie das Triumvirat aus „Tod,
Destruction und gepflegter Misanthropie“, vor denen der „Heile Welt“-Mainstream-Pop
oft die Augen verschließt, prägen die Lyrics der Sparte „Hard N´ Heavy“. Die US
Metalcore-Band Beartooth versucht dem mit ihrem neuen Album „The Surface“ einen
Kontrapunkt entgegenzusetzen.
Credit Coverbild: © Red Bull Records
Das Plattencover wird neben dem Sensenmann von pudrigem Rosa dominiert, die Gitarren riffen zwar heavy, manchmal kurz vorm Djent, ohne dass es dabei je sinister wird. Lyrisch steht hier Lebensbejahung statt Nihilismus im Vordergrund - also Happy Metal mit positiver Botschaft, oder auch: Urschrei-Selbsttherapie. Denn jene Message - man könnte es aufgrund der für den Metalcore typischen Schreianfälle in der vokalen Darbietung auch als aggressive Fröhlichkeit interpretieren - hat einen ernsten Hintergrund. Frontman Caleb Shomo kämpft seit langem mit Depressionen und anderen Mental Health-Problemen, auf „The Surface“ beschreibt er seinen Weg heraus aus dem finsteren Loch hin zu einem positiveren Selbstbild.
Beartooth sind zwar beim 2007 von Didi Mateschitz gegründeten
und was den Artist Roster anbelangt, sehr hippen Red Bull Records Label unter Vertrag,
doch trotz dieser Österreich-Komponente ist
die Band hierzulande noch etwas weniger bekannt. In der Szene sind die
Amerikaner allerdings längst kein Geheimtipp mehr: 800.000 verkaufte
Platten, Milliarden von Streams, mehrere Award-Auszeichnungen,
die Spitze der Billboard Mainstream Rock & US Active Rock Radio-Charts und
dann auch noch eine zweimonatige Co-Headlining Tour mit Trivium zeigen dass
diese Band offenbar einen Nerv trifft.
Trotz einiger groovender, guter Riffs ist „The Surface“ - wieder mitunter typisch für den Metalcore - nicht gerade ein Wunderwerk an Abwechslung und Ideenreichtum, weshalb sich schon nach wenigen Nummern Ermüdung einstellt. Die in den Songtexten behandelten Themen unserer Zeit werden wohl dennoch auf Resonanz bei der geneigten Hörerschaft treffen und der kontemporäre Formatradio-freundliche Sound mit poppigen Elementen hat sowohl mehr Mainstream-Appeal als die Vorgängerscheiben aus dem Hause Beartooth als auch das Potential die beachtliche Fanschar noch zu erweitern.
Sonntag, 24. September 2023
ERIC CLAPTON - 24 NIGHTS: BLUES
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| Credit Bild: © Warner Music, Carl Studna |
Zwar gibt
es schon seit Jahren ein Live-Album und eine DVD dieser legendären Konzerte,
allerdings fassten diese die „24 Nights“ sehr kompakt zusammen. Die nun neu
erschienenen Doppel CD-und DVD-Kombis präsentieren nun eine Extended Versionen
dieser Abende, die zu den besten in Claptons langer Karriere zählen.
Die Blues
Nights waren für Clapton so etwas wie ein Homecoming, nach den eher
zeitgenössisch orientierten Werken „August“ und “Behind The Sun“ kehrte Clapton
mit „Journeyman“ zu alten Tugenden zurück. In jene Phase fallen auch die "24
Nights"-Gigs. Clapton spielte seine damals noch recht neue Signature Stratocaster und Soldano Amps – soundtechnisch fraglos eine ganz besondere Ära Claptons, das
„24 Nights Rig“ ist nicht ohne Grund bis heute ein absoluter Referenz-Sound.
Die im „24
Nights: Blues“-Set dokumentierten Nächte wirken wie ein Vorgriff auf die ein
paar Jahre später stattfindenden „From the Cradle“-Sessions. Mit prominenten
Gaststars wie Buddy Guy (der mit seinem Leoparden-Trainingsanzug die ohnehin
laxen Garderobe-Vorschriften der Royal Albert Hall doch ein wenig
strapazierte), „Iceman“ Albert Collins, Jimmie Vaughan, Robert Cray sowie
Muddy Waters´ Mann an den Tasten Jimmie Johnson, spielte EC puren Blues:
"Key To The Highway" "Sweet Home Chicago", "Have
You Ever Loved A Woman" oder "Worried Life Blues" sind nur
einige der zu hörenden Klassiker. Hier offenbart sich erneut die besondere
Kunst von Musikern wie Clapton, Guy oder Vaughan - denn die Jams sind hier kein
Wettbewerb, sondern eine musikalische Konversation zwischen „Brothers in
Blues“.
Wie schon
das im Vorjahr veröffentlichte "Nothing But The Blues" zeigt auch die
erweiterte „24 Nights“-Neuauflage Clapton an einem absoluten Karrierehöhepunkt
und stellt eine essenzielle Erweiterung der Diskographie dieser Legende
dar.
Samstag, 23. September 2023
ELFIE SEMOTAN - ALL PERSONAL
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| Credit Coverbild: © Copyright: Elfie Semotan, FOTOHOFedition, 2023 |
Zwar begann ihre Karriere vor der Kamera (Semotan arbeitete als Model), der Platz dahinter lag ihr jedoch stets weitaus mehr. Ihre Arbeit ließ sie so stets für sich sprechen. Persönliches, so konnte man den Eindruck gewinnen, sollte bei ihr auch wirklich immer Persönlich und damit privat bleiben. Der neue Bildband „All Personal“ stellt nun jedoch ausgerechnet genau dies in den Vordergrund. Ihre hochgelobten Arbeiten - legendäre Sujets für heimische Produkte oder Fashion-Editorials für internationale Hochglanzmagazine - spielen hier, mitunter verblüffenderweise, nicht die Hauptrolle. So sieht man in diesem kleinformatigen Bildband vorwiegend Aufnahmen von Semotans Familienleben, aber auch Landschaften und Stillleben. Es sind Schnappschüsse der beiden Söhne, liebevolle Aufnahmen ihres ersten Ehemanns Kurt Kocherscheidt, der als Maler und Mitbegründer der Gruppe „Wirklichkeiten“ selbst bekannt war. Dann Dokumente der zweiten Ehe mit Martin Kippenberger, die aufgrund des frühen Todes dieses multi-talentierten Künstlers tragischerweise nur kurz währte.
Dieses Buch will Elfie Semotan als eine der frühen und wichtigsten Protagonistinnen der Autorinnenfotografie Österreichs würdigen und tatsächlich sieht man auch in diesen teils mitunter banaleren fotografischen Beobachtungen natürlich den professionellen Touch aufblitzen, selbst Urlaubsbilder wirken hier mitunter durchkomponiert. Gleichzeitig hat man als Betrachter, der nicht mit Semotan verwandt ist oder nicht in genau jener Szene verhaftet ist, wenig Bezug zu diesen intimen Aufnahmen. Zwar gibt es fraglos auch das Außergewöhnliche im Alltäglichen, doch zeigt dieser Band vor allem, dass ebenjener Alltag auch bei einer international gefragten Fotografin nicht so wahnsinnig anders aussieht als bei Nicht-Prominenten - wenn man einmal vom illustren künstlerischen Freundeskreis absieht.
So ist „All Personal“ ausgerechnet immer genau dann
am Spannendesten, wenn auf einigen wenigen Seiten das Private in den Hintergrund
rückt und man einen Einblick in die glamouröse Seite von Semotans Ouevre gewinnt
- etwa wenn man kurz backstage bei den Models von Designer Helmut Lang, dem
Phantom der österreichischen Modeszene, vorbeischaut.
Elfie Semotan. All Personal, erschienen bei Fotohof Edition
Ein Blick ins Buch:
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| Kein Bild aus einem Eddy Saller-Film, sondern Kurt Kochenscheidt 1973 in Wien Credit Bild: © Copyright: Elfie Semotan, FOTOHOFedition, 2023 |
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| Martin Kippenberger 1996 in Venedig Credit Bild: © Copyright: Elfie Semotan, FOTOHOFedition, 2023 |
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| Die Wiener Mariahilfer Straße anno 1973 Credit Bild: © Copyright: Elfie Semotan, FOTOHOFedition, 2023 |
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| Schreibmaschinen-Stillleben in Jennersdorf, ca. 1973 Credit Bild: © Copyright: Elfie Semotan, FOTOHOFedition, 2023 |
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| Sara Moon, Paris 1968 Credit Bild: © Copyright: Elfie Semotan, FOTOHOFedition, 2023 |
Freitag, 22. September 2023
ALICE COOPER - ROAD
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| Credit Coverbild: © earMusic Edel |
Donnerstag, 21. September 2023
STATUS QUO - Official Archive Series Vol. 1 - Live In Amsterdam 2010
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| Credit Coverbild: © earMusic Edel |
Sonntag, 10. September 2023
BRASILIANISCHE GEGENSÄTZE: BEATRIZ MILHAZES WERKSCHAU + SIGNIERSTUNDE
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| Credit Bild:© Taschen Verlag |
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| Credit Coverbild: © Taschen Verlag |
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| Credit Bild: © Taschen Verlag |
Sonntag, 20. August 2023
TASCHEN SALE Sommer 2023
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| ©Taschen Verlag |
in den Flagship-Stores
Samstag, 22. Juli 2023
108 ROCKSTAR GUITARS
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| Credit Coverbild: © Lisa S. Johnson Rowman & Littlefeild Publishers / Hal Leonard |
17 Jahre dauerte es bis "108 Rockstar Guitars" fertiggestellt war - ein echtes Mammutprojekt, bei dem man allerdings auch das damit verbundene Herzblut merkt. Denn Johnson überließ nichts dem Zufall, vom zahlenmystischen Titel über die detailverliebte Gestaltung bis zum Arrangieren der Gitarren. Der Anspruch war hier nicht einfach einen weiteren Coffee Table-Bildband zu kreieren und das ist mehr als geglückt. Denn dieses Buch ist mehr als nur ein Bildband, es ist ein bibliophiles Kunstwerk: Roter Einband mit Prägedruck, goldumrandete Hochglanzseiten, stylishes Design. Nicht umsonst wurde dieses extrem schöne und extrem aufwendig gestaltete Buch mit dem Silver Graphis Award for Design ausgezeichnet.
Mit dem Auge einer Künstlerin portraitiert Johnson in ästhetischen Bildern Instrumente von Stars wie Eric Clapton, den Stones, Brian Setzer, Brian May, Joe Bonamassa oder Rick Nielsen. Johnson begreift die Gitarren selbst nicht bloß als Objekte sondern als Kunstwerke, die so wie Exponate in Museen oft eine eigene Patina haben und dadurch wiederum eine Geschichte erzählen.
Die Instrumente werden in Szene gesetzt als wären sie Models, die Kamera wandert - teils im Close-Up - über ihre Korpusse. Bei all der auf jeder Seite gezeigten Liebe zum Detail fällt jedoch auf, dass es neben den Bildern wenig tiefergehende Infos über die einzelnen Instrumente gibt. Da sich dieser Band aber ohnehin vorwiegend an Experten und Aficionados richtet, die viele Fakten ohnehin schon kennen dürften, fällt das in diesem Fall nicht wirklich ins Gewicht.
"108 Rockstar Guitars" ist die perfekte Verbindung von Fotografie- und Gitarrenkunst: Guitar Art sozusagen - Ein Buch für den Connaisseur und eine Hommage an einzigartige Instrumente und an den Rock und Blues selbst.
Ein Teil der Erlöse dieses Buchs geht an die Les Paul Foundation
MICHAEL PUTLAND - MUSIKIKONEN: Von ABBA bis The Who
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| Credit Coverbild: © Delius Klasing Verlag |
Donnerstag, 20. Juli 2023
NOTHING BUT THE BLUES: The Music and the Musicians
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| Credit Bild: © Edition Olms |
Cohn war ehemals Vize-Präsident von CBS/Epic Records, Mitbegründer des Labels Legacy Recordings bei Sony Music und Produzent der Serie "Roots ’N’ Blues". Er erhielt acht Grammy Award Nominierungen und gewann diesen höchsten Preis der amerikanischen Musikindustrie im Jahr 1991 für das "Best Historical Album"für sein Projekt „Robert Johnson : The Complete Recordings“. Nach dem Vorwort von niemand Geringerem als B.B. King geht es auf eine Reise tief zu den Wurzeln dieser „Roots“-Musik. Cohns "Nothing But the Blues" ist dabei sowohl Würdigung dieses Genres duch Liebhaber dieser Musik als auch Geschichtsband und Chronik. Ein Werk, dass sowohl in seiner immensen Dichte an geflissentlich zusammengetragenen Infos als auch durch seine Ernsthaftigkeit einen geradezu wissenschaftlichen Anspruch hat.
Wie erwähnt erschien der Band bereits vor mehreren Jahrzehnten. Dieses Alter merkt man dem Buch auch an. Einerseits ist seine Aufmachung und der Schreibstil eher nüchtern. Andererseits wirkt auch die Sichtweise auf den Blues allzu puristisch. Allgemein anerkannte wesentliche Wendepunkte, Erweiterungen und Strömungen des Blues und seine Protagonisten (vom Rock N' Roll der Fifties über den Blues Boom der Sixties hin zum Revival der Eighties) werden nur en passant gestreift, man könnte geradezu sagen: vermieden. Eine tiefergehende Auseinandersetzung mit der Rolle Elvis Presleys, Eric Claptons oder Stevie Ray Vaughan bleibt so aus. Blues-Erneuerer Jimi Hendrix wird beinahe argwöhnisch betrachtet. Diese Herangehensweise ist zu selektiv und dogmatisch. Dem Totalphänomen „Blues“ als Urgrund der Populärmusik des 20. Jahrhunderts wird das nicht wirklich gerecht.
Aufgrund der vielen überaus raren Fotografien und detailreichen Ansichten über den traditionellen Blues ist dieses Buch dennoch eine interessante Lektüre und Recherche-Ressource für den Genre-Enthusiasten.
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| Credit Bild: © Edition Olms |
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| Credit Bild: © Edition Olms |
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| Credit Bild: © Edition Olms |
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| Credit Bild: © Edition Olms |
Mittwoch, 19. Juli 2023
INNENANSICHTEN DER BEATLEMANIA: Paul McCartney - 1964: Augen des Sturms
| Credit Bild: © Paul McCartney |
Doch nicht nur für ihn - was auch den bewusst gewählten Plural im Titel erklärt, wie McCartney erläutert: „Ich dachte an „Auge des Sturms“, im Singular, da die Beatles sich im Auge eines von ihnen selbst entfachten Sturms befanden, aber als wir uns die Bilder ansahen, dachte ich, das sind eher viele Augen als nur eins. Es gab da ja auch nicht nur einen einzigen Moment, sondern unzählige Momente im Zentrum dieses Sturms. Außerdem finden sich auf den Bildern sehr viele Augen. Das war ein verrückter Sturm, ein irrer Wirbelwind, den wir erlebten, als wir tourten und mehr oder weniger jeden Tag gearbeitet haben, und dabei Leuten begegnet sind, die uns fotografieren wollten. Im Zentrum dieses Sturms gab es also sehr viele Augen und Kameras.“
Was die Zukunft bringen sollte und welche Art von Karriere noch vor ihm lag, konnte McCartney zum damaligen Zeitpunkt noch nicht wissen. Uns, den Betrachtern, offenbart er hier Innenansichten der Beatlemania , die zwar unaufgeregt wirken, in ihrer unbekümmerten Unschuld dennoch die kribbelnde Spannung, die damals in der Luft gelegen haben muss, erahnen lassen. Einem Foto-Tagebuch gleich werden wir Zeugen von „A In the Life“, eines Alltags der trotz manch banaler Momente alles andere als gewöhnlich war.
| Credit Bild: © Paul McCartney |
| Credit Bild: © Paul McCartney |
| Credit Bild: © Paul McCartney |
| Credit Bild: © Paul McCartney |
| Credit Bild: © Paul McCartney |








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