Donnerstag, 17. November 2016

AVENGED SEVENFOLD - THE STAGE


Credit Coverbild: © Universal Music

Völlig überraschend und von kleinen mehr oder minder versteckten Botschaften abgesehen auch ohne große Vorankündigungen veröffentlichten die US-Metaller von Avenged Sevenfold unlängst ihr neues Album.

Obwohl der Titel „The Stage“ mitunter anderes vermuten lässt, ist der Nachfolger zum 2013er „Hail To The King“ kein Live-Album geworden sondern stellt das neueste Studiowerk der Band dar - und das ist zugleich eine Premiere für AX7: ihr 7.Album ist nämlich ein recht episch ausgelegtes Konzeptalbum - produziert zusammen mit Joe Baressi (man kennt ihn als Mann hinter den Reglern bei den Stoner-Rockern Queens Of The Stone Age oder den Prog-Metallern von Tool).
Der futuristische rote Faden, der sich durch die 11 Tracks der Platte zieht ist das Thema „Künstliche Intelligenz“ -und wer Metal-Fan ist, weiß, dass auf dieser Platte kein rein positiver Lobgesang auf die Wunder der neuen Technik zu erwarten ist.
Inspiriert von Texten von US-Astronom/Schriftsteller Carl Sagan und Tech-Geschäftsmann Elon Musk behandelt die Band kritisch ein Thema, das aktueller nicht sein könnte.
Credit Bild: © Universal Music

Besonders stark ist das atmosphärische Intro von „The Stage“ - Mit unheilvoll dräuendem Synth/Orgelintro gefolgt von einer neoklassich inspirierten Licks setzt der Opener den Ton für die kommenden Tracks -  die sich trotz der modernen Sci-Fi-Thematik  immer wieder auch klare Bezüge zur Vergangenheit des Heavy Meta-Genres aufweist  - etwa mit Twin-Guitar-Harmonien, die an Iron Maiden gemahnen.
Überhaupt sind es auf „The Stage“ vor allem die interessanten Riffs und immer wieder die shreddigen Solo-Einlagen von Gitarrero Synyster Gates die aus den teils etwas überladen wirkenden Songs herausstechen.
Wer Metal moderner Ausrichtung mag, bekommt mit „The Stage“ eine solide Platte, die sich nahtlos in die bisherige A7X-Diskographie einfügt - und aufgrund der Länge und Komplexität der Songs mehrmalige Durchläufe rechtfertigt -  nur wäre bei aller Mächtigkeit der Riffs und dem interessanten Konzept-Ansatz etwas mehr Abwechslung gut gewesen- alte AX7-Fans werden dennoch auch zu dieser Platte headbangen. Nur neue Anhänger werden mit „The Stage“ wohl kaum bekehrt werden.