Der texanische Filmemacher Wes Anderson zählt fraglos zu den
markantesten und eigenwilligsten Persönlichkeiten des zeitgenössischen Kinos.
Unverwechselbar seine viel zitierte Bildsprache, beispielhaft skurril seine
liebenswert-verschrobenen Filmfiguren, hintergründig die merkwürdigen Dialoge
und außergewöhnlich die Themen seiner Werke. Als Drehbuchautor und Regisseur
hat der kunstaffine Anderson – man erinnere sich an seine kuratorische
Tätigkeit für das Kunsthistorische Museum in Wien – eine
einzigartige cineastische Welt erschaffen. Bei einem Streifzug durch ebenjene entdeckt
man in beinahe jeder Filmszene ein neues Exponat; die mittlerweile ikonische
Bildsprache Andersons mit ihrem Schau-/Setzkasten-artigen Arrangement tut ihr
Übriges, um den musealen Charakter seiner Filme noch zu unterstreichen.