Donnerstag, 8. November 2018

DORO - FOREVER WARRIORS FOREVER UNITED + Tour


Credit Bild: ©  Havlena  Nuclear Blast
Ziemlich genau 35 Jahre nach ihrem Debut mit Warlock legt die nach wie vor unangefochtene German Queen Of Metal Doro Pesch mit „Forever Warriors, Forever United“ ihr neues Album vor, das gleich in mehrerer Hinsicht besonders ist.
Zum einen handelt es sich dabei nicht um ein Album sonder um gleich zwei 😉 es ist nämlich der erste Doppel-Longplayer in der Karriere der Düsseldorferin; und angesichts des schieren Umfangs hat es auch den Touch eines Jubiläums-Releases: Sammleraufmachung mit zwei Digipaks jeweils mit Booklet im Schuber und insgesamt 25 (!) neuen Songs.

So unermüdlich wie bei zahllosen Gigs ist die Ikone deutscher Heavy-Musik auch im Studio.
Dort versammelte sie auch ein Schar illustrer Gäste wie etwa Kreator-Frontman Mille Petrozza, den u.a. von Whitesnake oder den Dead Daisies bekannten Gitarrenvirtuosen Doug Aldrich, Wikinger Death-Metal Shouter Johan Hegg von Amon Amarth, Warrel Dane (R.I.P.), Ross The Boss, Tommy Bolan, Testaments Chuck Billy …. und Helge Schneider...
Der Titel der Platte gemahnt ja an Achtziger-NWOBHM und Judas Priest-Zeiten a la „United“; der große Zusammenhalt der Metal-Community wird hier erneut beschworen. Und klarerweise ist auch „Forever Warriors, Forever United" ein sehr traditionelles bzw. traditionsbewusstes Metal-Album – das jedoch gar nicht unbedingt auf der reinen Retro-Schiene fährt.
Im Gegenteil:  die old school trifft hier auf zeitgenössische Härte. Twin Guitar Harmonies und Scorpions-eske Mitsing-Refrains werden von Double Bass-Gewitter und einer modernen Heavy-Production kontrastiert. 
Credit Coverbild: ©  Nuclear Blast
Überhaupt zeigen die beiden Discs die Vielseitigkeit Doros – vom „Voll Auf die 12“-Rock über augenzwinkernden Party Metal hin zu pathos-getränkten Balladen.  Während CD #1 passend zum Titel „Forever Warriors“ tendenziell eher heavy ausgerichtet ist, zeigt CD #2 „Forever United“ über weite Strecken die softere Seite von Frau Pesch (+ Motörhead-Cover „Lost in The Ozone“, offensichtlicher Tribute an Doro-Freund Lemmy Kilmister). Durchwegs präsent ist jedenfalls ihr Gespür für catchy Hymnen, allein der Manowar-artige Opener „All For Metal“ ist zwar nicht rasend innovativ hat aber nichtsdestoweniger Instant-Ohrwurmqualitäten.

 „Forever Warriors, Forever United“ ist zwar nicht das stilistisch überraschendste Release im Jahr 2018, aber ein richtig gutes Doppelalbum für die Fans, die nicht nur in Wacken „united“ hinter der Queen of Metal stehen.

Die Platte(n) werden natürlich auch mit einer Tour ausgiebig promotet - siehe Dates unten; diesmal by the way auch in Wien.
Credit Bild: ©  Nuclear Blast