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| Credit Coverbild: ©Wymer Publishing |
Donnerstag, 24. Juni 2021
VAN HALEN - A VISUAL BIOGRAPHY
RAINBOW 1975-1976: IN THE SHADOW OF THE WIZARD
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| Credit Coverbild: ©Wymer Publishing |
Mittwoch, 23. Juni 2021
BOB DYLAN - ALLE SONGS
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| Credit Coverbild:© Delius Klasing |
In "Bob Dylan - Alle Songs" begeben sich die französischen Musikexperten Jean-Michel Guesdon und Philippe Margotin, die bereits mit ähnlich gelagerten Werken über die Rolling Stones, Led Zeppelin, Pink Floyd oder Jimi Hendrix umfangreiche Nachschlagwerke über Ikonen vorgelegt haben, aufs Terrain der gehobenen Dylanologie.
492 Songs werden auf 704 Seiten en detail besprochen und interpretiert. Wie schon die anderen Bücher aus dieser Reihe ist auch dieser Titel ein gelungenes Kompendium aus Facts und Trivias, das in kompakten Kapiteln das Ouvre einer der ganz großen Ikonen beleuchtet - nur das jüngste Album "Rough and Rowdy Ways" fehlt - gerade die darauf vertretene JFK-Eulogie "Murder Most Foul" hätte durchaus ein paar zusätzliche Seiten gerechtfertigt.
Doch trotz dieses kleinen Mankos ist dieser schwere Hardcover-Band ein spannendes und gut recherchiertes Lexikon für den Deep Dive in jenen Songkatalog den Dylan im letzten Jahr für eine erkleckliche Summe an Universal Music verkauft hat.
Dienstag, 22. Juni 2021
DAVID BOWIE BY SUKITA
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| Credit Coverbild: © Delius Klasing Masayoshi Sukita |
Der neue
Bildband DAVID BOWIE BY SUKITA (erschienen im Delius Klasing Verlag) illustriert
nun die Sessions des britischen Rock Chamäleons mit dem Bildkünstler aus dem Land
der aufgehenden Sonne.
Ohne allzu
sehr in die Sphäre der Übertreibung abzugleiten, kann man behaupten, dass David
Bowie ein „Man Of A Thousand Faces“ war. Zwar erfanden sich schon vor und nach
ihm Künstler immer wieder neu, doch bei keinem anderen war die beständige
Veränderung und teils durchaus radikale optische Veränderung so eine
wesentliche Konstante. Bowie wechselte die stilistische Ausrichtung seiner
Musik so wie die Identität der von ihm verkörperten Figuren. Vom androgynen,
gender-bendenden Folkstar zum Mann vom anderen
Stern hin zum Dandy aus der Unterwelt…und das waren nur einige der Metamorphosen
in der langen Karriere Bowies. Bei einigen dieser Stationen arbeitete er mit
dem japanischen Fotografen Masayoshi Sukita zusammen – dieser lichtete den Superstar
nicht einfach bloß ab sondern schuf mit ihm eine Bildsprache, die genau
zwischen Musik- und Kunstfotografie lag.
Donnerstag, 10. Juni 2021
GIO PONTI - WERKSCHAU EINES PIONIERS
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| Credit Bild: © Taschen Verlag |
Diese limitierte Edition richtet sich natürlich nur an ein sehr kleines Segment der coffee table-affinen Leser und Sammler. Doch zeitgleich erscheint auch eine "Standard Edition", bei der man so gut wie keine Abstriche machen muss sondern ebenfalls "Ponti Pur" geboten bekommt. Denn der Kern-Content, die umfangreiche Rückschau auf Werk und Schaffen dieses Genies, ist der gleiche wie bei der Art Edition. Wenn man also von den Prints und dem aufwendigen Display-Ständer absieht, fällt diese Ausgabe nicht viel weniger luxuriös aus. Dafür sorgen schon das riesige Format und die ungemein stylische Covergestaltung.
WANN ?
19. Juni, von 12 bis 18 Uhr
WO ?
TASCHEN Store Schlüterstraße
39 (10629 Berlin) –
selbstverständlich Corona-Maßnahmen-konform unter Einhaltung aller AHA-Regeln.
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| Credit Bild: © Taschen Verlag |
WALTON FORD signiert im TASCHEN Store Berlin
Musik- und Stones-Fans kennen den amerikanischen Künstler Walton Ford wohl vor allem wegen seines durchaus kontrovers diskutierten Covers für die Greatest Hits-Compilation "GRRR!". In der Kunstwelt ist er insbesondere für seine detailreichen Tier-Aquarelle berühmt. Auf den ersten Blick mögen seine Arbeiten sehr klassisch anmuten, erinnern sie doch stark an die historischen Bilder von John James Audubon. Auf den zweiten Blick offenbaren sich jedoch zahlreiche versteckte Anspielungen, witzige bis düstere Details und Symbole- ein anthropomorphes Schauspiel der Hintergründigkeit.
Credit Bild: © Walton Ford Taschen Verlag
Nun ist eine aktualisierte Neuauflage von Waltons Werkschau "Pancha Tantra" erschienen - und diese wird der Künstler persönlich nächste Woche in Berlin signieren, allerdings nicht im Zoo sondern...
WO ?
TASCHEN Store Schlüterstraße 39 (10629 Berlin) –
selbstverständlich unter Einhaltung aller AHA-Regeln.
WANN ?
16. Juni, von 18 bis 19 Uhr

Credit Coverbild: © Taschen Verlag Walton Ford
Walton Ford. Pancha Tantra Updated Edition
Walton Ford,
Bill Buford
Hardcover, 28 x 37,4
cm, 3,89 kg, 424 Seiten,€ 60
taschen.com
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| Credit Coverbild: © Taschen Verlag Walton Ford |
Walton Ford. Pancha Tantra Updated Edition
Walton Ford, Bill Buford
Hardcover, 28 x 37,4 cm, 3,89 kg, 424 Seiten,€ 60
taschen.com
Montag, 7. Juni 2021
BILLY F GIBBONS – HARDWARE
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| Credit Bild: © Blain Clausen Universal Music Concord Records |
Auf dem im staubigen Exil entstandenen und eben erst erschienenen Endergebnis namens „Hardware“ ist die Wüste als metaphysischer Ort omnipräsent - ebenso wie die Trademarks des texanischen Gitarrenhelden: knochentrockene, groovende Riffs , von Pinch Harmonics durchzogene Soli, Songs die so smooth dahin cruisen wie ein Custom Car auf dem Desert Highway. Stets tief verwurzelt im Blues nutzte Gibbons seine Projekte abseits von ZZ TOP (das letzte Studioalbum der „Lil´ Ol´ Band from Texas“ erschien vor fast einer Dekade) stets um Genres, die ihn beeinflussten, zu frönen. Während „Perfectamundo“ eine Latin Affair und „The Big Bad Blues“ dem titelgebenden Genre gewidmet war, ist „Hardware“ das bisher diverseste seiner Soloprojekte. Hier findet man neben dem allgegenwärtigen Blues und hart rockendem Material südkalifornische Surf- Klänge beim in Hall getauchten „Westcoast Junkie“, Tex Mex-Sounds beim Texas Tornados-Cover „Hey Baby Que Paso“ und sogar eine melancholische Country-Ballade mit „Vagabond Man“.
Am
experimentellsten wird es dann ganz zum Schluss. Der finale Track ist ein
unglaublich atmosphärisches Spoken Word-Stück namens „Desert High“, bei dem
Gibbons plastische Bilder der Wüste bzw. Joshua Tree evoziert– jenem Ort an dem
Country Rock-Pionier Gram Parsons starb. Eine Meditation über die Wüste als
magischer Ort, die dank Gibbons extrem markanter Stimme etwas von Leonard Cohen
oder Tom Waits hat.
Mit der ihm eigenen Lässigkeit manövriert Gibbons seinen Hotrod gekonnt durch all diese Genres und legt ein gelungenes Werk vor. Es ist sowohl logische Weiterführung der Vorgänger als auch ein eventueller Schlusspunkt der „Solo“-Trilogie. Denn immer wieder gibt es im Laufe der 37 minütigen Spielzeit von „Hardware“ Einsprengsel, die an ZZ TOPs Achtziger und-Neunziger Zeit gemahnen, womit Gibbons sein Gefährt wieder in der ZZ-Garage parkt - und damit womöglich bei einem schon lange angekündigten neuen Werk seiner Stammband.
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| Credit Bild: © Universal Music Concord Records |
Samstag, 29. Mai 2021
PUCCI: Updated Edition
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| Credit Bild: ©Taschen Emilio Pucci Archive, Florence |
Es ist dem Wesen der Mode geradezu immanent: Trends verschwinden manchmal ebenso rasch wie sie auf den internationalen Laufstegen erschienen sind. Manches setzt sich eben durch und wird in den allgemeinen Kleidungskanon übernommen, anderes wird in der nächsten oder spätestens der übernächsten Saison womöglich nicht mal mehr als Füller im Mittelteil des Defilees genommen. Doch eines
ändert sich scheinbar nie und ist eine echte Konstante in der Branche – nämlich dass auf jeder Mailänder Modewoche, ganz
gleich ob Spring/Summer oder Autumn/Winter, das Haus Pucci vertreten ist und mit knalligen Farbe und unverwechselbaren
Prints und Jetset- Flair den „ewigen Sommer“ feiert.
Doch wer ist sie, die archetypische Pucci-Woman ? Für sie haben die Sechziger und Siebziger Jahre im Grunde nie wirklich geendet – zumindest der damit verbundene free-spirited Lifestyle. Sie ist das reiche hippieske Jet Set-Girl, das in seiner Kleidung und dem Schmuck den Chic jener Zeit verkörpert, allerdings nicht am Bazar in Marokko shoppt, sondern sich ihr Outfit aus dem Hause Pucci holt.
Pucci, das steht für Extravaganz mit Retro-Touch ohne dabei ins angestaubt Elitäre zu driften. Pucci war stets eines der It-Labels der internationalen Prominenz wie etwa Jacqueline Kennedy, Marilyn Monroe oder Liz Taylor. Gegründet wurde das Label vom Marchese Emilio Pucci di Barsento, dem „Prinz der Prints“. Der italienische Aristokrat traf mit seinen psychedelischen Prints den Nerv der Zeit, war aber nicht nur was seine Designs anbelangt ein Pionier, sondern auch beim Ausbau der Marke ein Visionär. So gab es bei ihm gesondert Linien für Sportkleidung, Wohnen und Accessoires (was ja heute absolut usus im Business ist), überdies war Pucci eine der ersten Marken mit einem eigenen Logo.
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| Ein Strandoutfit der Spring/Summer Collection von 1954. Credit Bild: ©Emilio Pucci Archive, Florence |
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| Pyjama a la Pucci, Fall/Winter 1969 Credit Bild: ©Gian Paolo Barbierei |
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| Die Schauspielerin Goya Toledo in Pucci, Fotoshooting für die spanische ELLE September 2021 Credit Bild: © Bernardo Doral, Elle Spain |
Im Taschen Verlag ist nun eine aktualisierte Neuauflage der umfassenden Retrospektive und Hommage an den adeligen Labelgründer und seine Kultmarke erschienen: eine interessante und mit hunderten Archivfotos, Skizzen, Designs und anderen stimmungsvollen Ephemera illustrierte Reise durch die Geschichte einer Marke, die es geschafft relevant zu bleiben, auch dank kleiner Updates und Zugeständnisse an den Zeitgeist. Jeder Band hat dabei ein eigenes Coverdesign mit einem ausgewählten Originalmuster aus der Emilio-Pucci-Kollektion. Dadurch wird dieser schwere XL-Band, wenn man ihn im Wohnzimmer liegen hat, beinahe zum Einrichtungsgegenstand aus der Pucci Home Collection: ein echtes Liebhaberstück und nicht nur ein Buch - sondern ein Designstück über einen Designer.
Pucci. Updated Edition
Vanessa Friedman,
Alessandra Arezzi Boza, Armando Chitolina
Hardcover, 36 x 36 cm, 5,45 kg, 448 Seiten, 200 Euro
taschen.com
Freitag, 28. Mai 2021
MARILLION – WITH FRIENDS AT ST. DAVID´S

Credit Bild: ©Anne-Marie Forker earMusic
Anders als bei der nach wie vor gegen die Überalterung der Audience kämpfenden Klassik-Szene erfreut sich die breitenwirksame Verflechtung von E- und U- Musik in Form des Crossovers von Pop/Rock und Klassik ungebremster Beliebtheit. Und das sowohl beim Publikum, das diese Amalgamationen regelmäßig in lichte Charts-Höhen katapultiert als auch bei den Künstlern selbst. Denn obwohl dieser Trend der Genre-Verflechtung nicht eben neu ist, wagen sich regelmäßig Bands in diesen Bereich vor, trotz der bei solchen Experimenten gegebenen, beträchtlichen Fallhöhe, denn allzu oft kommt es zu einem Abdriften ins tiefe Tal des Kitschs oder des über-orchestrierten Chaos.
Die
Progressive Rocker Marillion zeigen mit ihrem heute veröffentlichten
Live-Mitschnitt wie man es richtig macht und legen quasi ein Best Practice-Beispiel
vor. 2019
wagten sich die britischen Musiker ins Reich der klassischen Instrumente und
spielten zusammen mit dem Streichquartett „In Praise of Folly”, sowie Horn und
Querflöte Neuinterpretationen ihrer Songs für das Album “With Friends From The
Orchestra” ein. Das nun erschienene, darauf aufbauende “With Friends
At St David's“ wurde bei der anschließenden Tour aufgenommen und zeigt einen
Gig in Cardiff, bei dem die Verquickung der Genres sehr gut gelungen ist. Das
mag zum einen an der Beschaffenheit des Ausgangsmaterials liegen - viele
Marillion-Stücke weisen mit ihrer melodischen, dennoch komplexen Struktur einen
ausgeprägten Hang dzum Bombast und zur großen Geste auf – ein
Umstand, der durch die klassische Orchestrierung noch verstärkt wird. Dass dies
gerade bei den balladesken Stücken gut funktioniert verwundert nicht.
Doch auch bei härter rockenden Nummern fügen die klassischen Instrumente interessante Akzente hinzu – Highlight hierbei: der Led Zeppelin-Tribute, „Zeperated Out“, bei dem die „Kashmir“-artigen Streicher-Riffs zum integralen Bestandteil der Komposition werden. Die Band selbst ist von diesem Experiment - zurecht – begeistert, Sänger Steve Hogarth meint zur Tour und zum Album: “Das war vielleicht unsere Lieblings-Tour bisher. Sie bot uns die Gelegenheit, von Zeit zu Zeit innezuhalten und uns darin zu verlieren, wie sechs “klassische” Musiker die wundervollen Arrangements unseres Produzenten Mike zum Leben erwecken. Das hat wirklich eine andere emotionale Ebene und oft auch eine spielerische Freude an unserer Musik erzeugt.”
“With Friends At St David's“ zeigt gerade in der Blu ray-Variante – die neben dem atmosphärischen Konzertfilm noch eine für Fans interessante Dokumentation enthält – wie gut Prog Rock und klassischen Motive harmonieren können.Dienstag, 4. Mai 2021
DAS STAR WARS ARCHIV: EPISODE I-III 1999- 2005
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| Taschen Verlag courtesy TASCHEN / © & TM 2020Lucasfilm. All Rights Reserved. |
Great Expectations – mit genau diesen zwei Worten könnte man das kollektive Gefühl von Millionen Kino-und Star Wars-Fans subsumieren, die in den späten Neunzigern der Veröffentlichung der Prequels zu George Lucas Sternen-Saga entgegenfieberten. Wie konnte es zum Aufstieg des Imperators und des galaktischen Imperiums kommen, wie wurde aus Anakin Skywalker der röchelnde Sith Lord Darth Vader und was genau passierte mit dem einst prosperierenden Orden der Jedi? Die neuen Filme versprachen Antworten auf all diese Fragen.
Lange vor Youtube und der großen Gleichzeitigkeit von Social Media schaffte es Lucas mit einem beispiellos gelungenen Marketing-Schachzug einen neuen Demand für filmische Einträge im Star Wars-Universum zu generieren: eine digital aufgemotzte Neuaufführung der Classic Trilogy, Action Figuren als Sneak Peeks der neuen Filme und ein geheimnisvoller Trailer, der als meist Gedownloadeter in die Geschichte eingehen sollte. Mit diesem vielleicht langanhaltendsten Tease der Kino-History schürte der Regisseur und Franchise-Erfinder über Jahre hinweg eine ungeheure Erwartungshaltung für den Auftakt der Prequel-Trilogie. Eine Erwartungshaltung, die letztlich ins Unermessliche anstieg und so selbst von Lucas, diesem kongenialen Erfinder eines modernen Mythos, nicht zur Gänze erfüllt werden konnte. Denn das Endergebnis - drei mitunter kontrovers diskutierte Filme - spalten bis heute die Fan-Gruppen.
Nun ist pünktlich zum heutigen Star Wars-Tag (May the 4th – May the Force…) im Taschen Verlag ein neuer XXL-Bildband erschienen, der die faszinierende Genesis dieses ehrgeizigen Großprojekts nacherzählt.
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| Episode III: Der Dreh des Triells von Anakin, Obi-Wan und Count Dooku courtesy TASCHEN / © & TM 2020Lucasfilm. All Rights Reserved. |
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| Episode III: Stunts vor dem Blue Screen courtesy TASCHEN / © & TM 2020Lucasfilm. All Rights Reserved. |
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| George Lucas und der junge Anakin (Jake Llyod) am Tatooine-Set in Tunesien courtesy TASCHEN / © & TM 2020Lucasfilm. All Rights Reserved. |
Retrospektiv betrachtet und auch im Vergleich zur teils missglückten neuen „Sequel“-Trilogie fällt das Urteil über die Prequels wesentlich milder aus. Lucas zeigte sich hier erneut als Virtuose an der Klaviatur des Marketings sowie in der Erschaffung immersiver fiktiver Welten. Insbesondere „Episode I“ ist fraglos ein Schlüsselwerk des modernen Event-Kinos, wie man es heute etwa vom Marvel Cinematic Universe kennt. Der neue Bildband rehabilitiert die oft gescholtenen Filme nicht zur Gänze, verdeutlicht jedoch den enormen Aufwand der hinter diesen Werken steckte. Das macht dieses spannende Archiv-Buch nicht nur für die härtesten Star Wars-Fans interessant sondern auch für jene, die sich mit der Magie hinter den Kulissen der bewegten Bilder interessieren.
TASCHEN
The Star Wars Archives. 1999–2005 Paul Duncan
Hardcover, Halbleinen, 41,1 x 30 cm, 6,88 kg,
600 Seiten, 150 Euro
taschen.com
Donnerstag, 15. April 2021
VOLKER HINZ – HELLO. AGAIN
Der Fotograf darf nicht langweilen. Langweilige Bilder gibt es genug.“ Dieses Zitat des deutschen Fotografen Volker Hinz kommt einem Credo gleich, dem sich der weitgereiste Bildjournalist zeitlebens verschrieben hatte. Denn egal ob er internationale Stars vor seiner Hasselblad hatte oder scheinbar alltägliche Impressionen seiner Roadtrips festhielt – langweilig waren seine aufwendigen Aufnahmen zu keinem Zeitpunkt. Der 2019 verstorbene Hinz zählte zu den ganz großen Persönlichkeiten der deutschen Fotografenszene, dessen Karriere genau ins goldene Magazin-Zeitalter fiel. Nach Anfängen bei der Bonner Sven Simon Agentur wechselte er 1974 zum Stern, für den er in den darauffolgenden Jahrzehnten unzählige Foto- und Reisereportagen und Prominenten-Portraits realisierte. Es war die Zeit der großen Bildstrecken. Nach amerikanischem Vorbild lieferten auch deutschsprachige Medien qualitativ hochwertige Lang-Reportagen mit ausladenden Bildstrecken, die für die Leser ein Tor zu oft unerreichbaren Welten darstellten. Gerade der Stern hatte in dieser Ära eine Exklusiv-Story nach der anderen. Die entsprechenden Budgets und die Zeit um Langfeatures überhaupt umzusetzen gab es damals noch und Fotografen konnten ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Paradebeispiel hierfür sind die beeindruckenden Aufnahmen Hinz'. Beruf: Fotograf mag die Job Description gewesen sein, doch neben dem journalistischen Handwerk fiel immer auch seine ausgeprägt künstlerische Komponente auf.
Über Hinz wird gesagt, dass man ihn nie ohne seine Kamera antraf – was durchaus plausibel erscheint – anders wären die zu gleichen Teilen spontan und durchkomponiert wirkenden Aufnahmen, die im neu erschienen Bildband „Hello. Again“ (Hartmann Books) präsentiert werden, wohl nicht möglich gewesen. In einer Zeit in der nationale und internationale Stars noch die Aura des Unnahbaren umgab, war Hinz teilweise hautnah dabei - was mitunter im wörtlichen Sinne zu verstehen ist: Franz Beckenbauer und Pelé „full frontal“ in der Dusche nach dem Spiel; die steirische Eiche Arnold Schwarzenegger im "Conan"-Modus beim "pumping iron" im Gym Anfang der 80er; Modezar Karl Lagerfeld im Auge des Sturms des Modezirkus; Beat-Kultautor William S. Burroughs - mit Flinte! - auf seiner Veranda; den Schneider von Nashville Nudie Cohen in seinem extravaganten Gefährt; "Mutti" Angela Merkel und ihre fast schon ikonische Raute; Helmut Schmitt und der Rauch seiner - what else ? - Mentholzigarette; Newton'sche Laszivitäten im Nachtclub; eine unbekannte Sonnenanbeterin auf der Haube eines Autos in Key West....
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| © Volker Hinz, Hartmann Books 2021 |
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| © Volker Hinz, Hartmann Books 2021 |
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| © Volker Hinz, Hartmann Books 2021 |
Donnerstag, 1. April 2021
STONES UNZIPPED im GRONINGER MUSEUM: BUCH + AUSSTELLUNG
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| Credit Bild:© Helmut Newton |
Dennoch gibt es eine Möglichkeit sich diese karriereumspannende Exhibition anzusehen - und zwar ganz corona-konform und aus der Sicherheit des eigenen Zuhauses heraus. Denn noch bis zum 18. April kann man um 9,50 Euro auf der Website des Groninger Museums ein Ticket lösen und „Stones Unzipped“ virtuell besuchen - und das auch für alle deren Niederländisch nicht so gut ist, denn die Ausstellung ist multi-lingual und damit auch in Englisch und Deutsch.
Wie funktioniert´s ? Mit Hilfe einer aufwendigen 360°-Fotografie wurde ein Großteil von "Unzipped" digitalisiert (aufgrund rechtlicher Restriktionen und einiger technischer Barrieren kann man zwar nicht alle Fragmente, Videos und Musikclips aus der Ausstellung sehen, ein Großteil der Exponate ist jedoch auch online erlebbar). Per Maus bewegt man sich als Online-Besucher durch die Räume und klickt auf Hotspots um sich mit Fotografien, Kostümen oder Instrumenten näher zu beschäftigen.
Nach dem
ersten Einloggen - via nach dem Kauf per Mail zugesandten Code und Link - hat man 48 Stunden Zeit, sich die Online-Ausstellung
anzusehen.
Zu den speziellen Highlights unter den Exponaten zählen Vintage Gitarren, Jaggers Kostüme (wie das weiße Hyde Park-Ensemble oder das Omega-Shirt und Cape) sowie maßstabsgetreue Nachbauten eines Tonstudios und der berüchtigten Edith Grove-Wohnung - in der Mick, Keith und Brian in dem frühen Sechzigern lebten.
UPDATE: Im Shop gibt es zudem einen ganz besonderen "Ausstellungskatalog" zu erwerben. Dieser ist eigentlich gar kein Katalog im herkömmlichen Sinne, sondern ein ausgewachsener, stylisher Coffee Table-Band - der auch bislang das einzig offizielle Buch zum großen Stones-Jubiläum darstellt. Anhand der in der Schau gezeigten Exponate und zahlreicher Fotografien (geschossen von einem Who Is Who der Rock N´ Roll Photographer) lässt sich die ganze Geschichte der Steine nachvollziehen - und das in einem toll gestalteten Hochglanz-Buch, das noch dazu in einer deutschsprachigen Version erhältlich ist.
Nachdem die Stones-Schau im Groninger Museum corona-bedingt früher als geplant beendete wurde, wird sie 2023 zurückkehren. More Infos to come...
Weitere Infos + Tickets: Das Groninger Museum online | Groninger Museum
LESLIE MANDOKI - MUSIC IS THE GREATEST UNIFIER! BRIDGING THE GAP AROUND THE WORLD
Online-Konzerte und Streaming-Events sind Teil des „New Normal“ geworden. Zunächst waren diese meist noch reichlich improvisiert, doch mittlerweile sind zunehmend komplexere Setups möglich. So konnte auch der umtriebige und gerade in der Corona-Krise zu besonderer kreativer Höchstform aufgelaufene Leslie Mandoki seine fast eineinhalbstündige Prog Rock-Suite „Hungarian Pictures“ als Youtube-Event realisieren.
Basierend auf Béla Bartóks Glauben an die verbindende, grenzüberschreitende Kraft der Musik, wollten Mandoki und seine All Star-Band, die Soulmates, symbolisch Brücken über die ganze Welt bauen. Leslie Mandoki sieht in der Corona-Krise „einen Charaktertest für uns alle“ und sendet eine musikalische „Osterbotschaft“ gegen die Spaltung und für den Zusammenhalt.
In Mandokis Studio am Starnberger See musizierte er mit Tony Carey und Peter Maffay gemeinsam mit den Münchner Soulmates-Bandmusikern. Auf mehreren im Raum verteilten Screens wurden per Video die mitwirkenden Soulmates live dazu geschaltet - aus L.A., NYC, Boston, Miami, Nashville, London, Berlin und eigens für dieses Konzert auch Musiker in Tokio, Shanghai, Peking, Delhi und Moskau.
Mit dabei: Ian Anderson (Jethro Tull), Nick van Eede (Cutting Crew), Till Brönner, Szakcsi, Jane Xie, John Helliwell (Supertramp), Steve Bailey, Al Di Meola, Jesse Siebenberg (Supertramp), Cory Henry, Deobrat Mishra, Mike Stern, Margarita, Randy Brecker, Bill Evans, Sirreal, Richard Bona, Moto Fukushima, Tony Carey, Julia Mandoki.
Mittwoch, 24. März 2021
TIME IS ON THEIR SIDE: Neuauflage der ROLLING STONES Band-Chronik
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| Credit Coverbild: © Taschen Verlag |
Am 12. Juli des Jahres 1962 fand sich eine Gruppe junger britischer Musiker, die später zu Megastars aufsteigen sollten, zum damaligen Zeitpunkt jedoch noch ganz am Anfang ihrer Karriere standen, in der Londoner Oxford Street ein, um ihren ersten Auftritt hinzulegen. Die Venue: der legendäre Marquee Club, die Band: The Rolling Stones. Dass dies der Startschuss für eine unglaubliche Karriere werden sollte, konnte damals noch keiner wissen. Was folgte war eine Reihe beeindruckender Mark-Steine einer mittlerweile bald 6 Jahrzehnte andauernden Erfolgsgeschichte: zur Ikone gewordene Musiker, die dienstälteste Rock N´ Roll-Band der Welt, Klassikeralben, Riffs für die Ewigkeit, ein in die Popkultur eingegangenes Logo…
Passend zum 58. Jubiläum der Stones ist im Taschen Verlag ein Bildband erschienen, der diese lange Karriere eindrucksvoll Revue passieren lässt. Fans wissen: dieses von Reuel Golden herausgegebene und in Zusammenarbeit mit den Stones entstandene Buch ist nicht gänzlich neu, die Originalausgabe erschien 2015. Schon damals handelte es sich nicht um die erste offizielle Stones-Rückschau in Buchform – es war jedoch mit Sicherheit die Umfangreichste. Nicht nur aufgrund der schieren Mammut-Ausmaße war dieser Band für den stabilen coffee table das Nonplusultra in Sachen Stones – sondern auch aufgrund seiner luxuriösen Aufmachung mit einem Einband in lila Reptil-Prägung. Die neue, aktualisierte Version verzichtet darauf und ist insgesamt etwas zurückgenommener, um nicht zu sagen „stripped“.
Am Inhalt selbst hat sich jedoch nicht viel geändert. Noch immer ist dieser Band eine extensive Retrospektive, die wie eine Greatest Hits-Compilation eine Auswahl der besten Aufnahmen von Jagger, Richards, Jones, Watts, Taylor und Wood versammelt. Die Stones waren ja immer auch Kunstobjekt, von der Fotogenität der Band selbst über das ikonische Lippen-und Zungen-Logo hin zu Plattencovern wie dem kultigen „Sticky Fingers“ von 1971. Die Namen hinter der Kamera lesen sich dann auch wie ein Who Is Who der internationalen Fotografen-Szene: Bailey, Newton, Corbijn, Ritts, Richardson oder Leibovitz.
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| Credit Bild: © Taschen Verlag |
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| Credit Bild: © Taschen Verlag |
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| Credit Bild: © Taschen Verlag |
Akt 1 „Time Is On My Side“ beleuchtet die Jahre 1962 - 1969. Es ist die Brian Jones-Zeit, die nicht nur auf dem Cover hervorgehoben wird, sondern der im Band selbst auch besonders viel Platz eingeräumt wird. Akt 2 „Wild Horses“ setzt nach dem tragischen Tode Jones´ ein und beleuchtet die Phase von 1969 - 1978. Dieser Teil fällt ein bisschen kürzer als das vorherige Kapitel aus und auch Ausnahmegitarrist Mick Taylor kommt verhältnismäßig selten vor. Akt 3 „Mixed Emotions“ fokussiert schließlich auf die lange Zeitspanne von 1978 bis in die Jetztzeit. Einen Einblick in die Sessions zu „Blue & Lonesome“, dem genialen 26. Studioalbum aus dem Jahre 2016, erhält man jedoch leider nicht.
Insgesamt ist diese Neuauflage weniger Kunstobjekt als vielmehr „normaler“ Bildband. Die Dichte an großartigen Aufnahmen macht das Buch jedoch trotzdem zu einer essenziellen Ergänzung der eigenen Stones-Bibliothek - zumal die Erstauflage, abgesehen von einigen Art Editions, schon lange vergriffen ist.
Hardcover mit Ausklappseiten, 30 x 30 cm, 3,78 kg, 466 Seiten
BLACKMORE´S NIGHT - NATURE´S LIGHT
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| Credit Coverbild: © earMusic |
War die Vorgänger-Scheibe noch eine teils allzu gediegene, meditative Angelegenheit hält mit dem neuen Album etwas mehr Schwung Einzug - und auch Ritchie Blackmores verzerrte E-Gitarre feiert ein Comeback, wenn auch sehr understated. Denn die „No Hard Rock“-Policy wird auch auf dem 10. Blackmore´s Night Opus hochgehalten und stattdessen die Medieval und Renaissance-Musik - der Vorläufer einer wesentlichen Folk-Spielart aus der Frühphase des Sixties-Rock - zelebriert. Das Rezept ist bekannt – Ritchie Blackmore liefert als Multi-Instrumentalist mit einer Minstrel-Band den Backdrop für die ätherische Stimme seiner Frau Candice Knight. Dabei wird in gekonnter Weise eine längst vergangene Zeit evoziert. Die stimmungsvollen Arrangements, dominiert von Mandoline, Drehleier, Nyckelharpa und Gitarre, liefern den idealen Soundtrack für das nächste Mittelalter-Event oder „Outlander“-Fantreffen, wann auch immer dieses stattfinden mag. Was nicht von ungefähr kommt: Denn Ritchie Blackmore zufolge ist bspw. das titelgebende Lied unter anderem der einzigartigen Magie von Mittelaltermärkten gewidmet. „Für mich repräsentiert der Song die Menschen auf dem Weg zum Jahrmarkt, zur damaligen Zeit etwas sehr Zeremonielles, bei dem auch der König und die Königin anwesend sein würden. Es musste ein bombastisch-feierlicher Festumzug sein; eine majestätische Ankündigung, dass die königliche Familie in die Stadt kommen wird.“
Faktum ist, dass derzeit niemand dieses Subgenre in so guter Form bedient wie Blackmore und seine Gattin. Wahr ist aber auch, dass auch dieses neue Werk bei aller Kunstfertigkeit nicht an die Intensität früherer Purple-Zeiten - selbst in den stillen Momenten - anknüpfen kann.
ROCK CLASSICS - JUDAS PRIEST
Nach dem
Special zu Motörhead geht es bei den Rock Classics heavy weiter – denn die
neueste Ausgabe widmet sich den Metal Gods aus Birmingham, Judas Priest.
Credit Coverbild: © SlamZine
Das Cover ist ganz im Design des 82er-Klassikers „Screaming For Vengeance“ gehalten – im Zentrum prangt jedoch ein Bild der aktuellen Besetzung mit Gitarrist Richie Faulkner. Dementsprechend karriereumspannend ist auch diese Hochglanz-Retrospektive ausgefallen. Selbst die oft vergessene Pre-„Rocka Rolla“-Zeit, also die ganz frühe Phase vor dem Debut – wird hier beleuchtet. Wie man das von dieser Sonderheftreihe gewohnt ist, bekommt der Leser auch hier wieder einen Crash-Kurs in Sachen Priest mit der Backstory zur kompletten Diskografie, Bios der Bandmembers, ein Interview mit Glenn Tipton sowie den Überblick über so gut wie alle erhältlichen Sammlerstücke und Fanartikel.
Somit ist
auch die mittlerweile 31. Ausgabe der
Rock Classics ein ebenso gelungenes wie empfehlenswertes Magazin.



























