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| Credit Coverbild: © Lisa S. Johnson Rowman & Littlefeild Publishers / Hal Leonard |
17 Jahre dauerte es bis "108 Rockstar Guitars" fertiggestellt war - ein echtes Mammutprojekt, bei dem man allerdings auch das damit verbundene Herzblut merkt. Denn Johnson überließ nichts dem Zufall, vom zahlenmystischen Titel über die detailverliebte Gestaltung bis zum Arrangieren der Gitarren. Der Anspruch war hier nicht einfach einen weiteren Coffee Table-Bildband zu kreieren und das ist mehr als geglückt. Denn dieses Buch ist mehr als nur ein Bildband, es ist ein bibliophiles Kunstwerk: Roter Einband mit Prägedruck, goldumrandete Hochglanzseiten, stylishes Design. Nicht umsonst wurde dieses extrem schöne und extrem aufwendig gestaltete Buch mit dem Silver Graphis Award for Design ausgezeichnet.
Mit dem Auge einer Künstlerin portraitiert Johnson in ästhetischen Bildern Instrumente von Stars wie Eric Clapton, den Stones, Brian Setzer, Brian May, Joe Bonamassa oder Rick Nielsen. Johnson begreift die Gitarren selbst nicht bloß als Objekte sondern als Kunstwerke, die so wie Exponate in Museen oft eine eigene Patina haben und dadurch wiederum eine Geschichte erzählen.
Die Instrumente werden in Szene gesetzt als wären sie Models, die Kamera wandert - teils im Close-Up - über ihre Korpusse. Bei all der auf jeder Seite gezeigten Liebe zum Detail fällt jedoch auf, dass es neben den Bildern wenig tiefergehende Infos über die einzelnen Instrumente gibt. Da sich dieser Band aber ohnehin vorwiegend an Experten und Aficionados richtet, die viele Fakten ohnehin schon kennen dürften, fällt das in diesem Fall nicht wirklich ins Gewicht.
"108 Rockstar Guitars" ist die perfekte Verbindung von Fotografie- und Gitarrenkunst: Guitar Art sozusagen - Ein Buch für den Connaisseur und eine Hommage an einzigartige Instrumente und an den Rock und Blues selbst.
Ein Teil der Erlöse dieses Buchs geht an die Les Paul Foundation
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| Credit Coverbild: © Delius Klasing Verlag |
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| Credit Bild: © Edition Olms |
Cohn war ehemals Vize-Präsident von CBS/Epic Records, Mitbegründer des Labels Legacy Recordings bei Sony Music und Produzent der Serie "Roots ’N’ Blues". Er erhielt acht Grammy Award Nominierungen und gewann diesen höchsten Preis der amerikanischen Musikindustrie im Jahr 1991 für das "Best Historical Album"für sein Projekt „Robert Johnson : The Complete Recordings“. Nach dem Vorwort von niemand Geringerem als B.B. King geht es auf eine Reise tief zu den Wurzeln dieser „Roots“-Musik. Cohns "Nothing But the Blues" ist dabei sowohl Würdigung dieses Genres duch Liebhaber dieser Musik als auch Geschichtsband und Chronik. Ein Werk, dass sowohl in seiner immensen Dichte an geflissentlich zusammengetragenen Infos als auch durch seine Ernsthaftigkeit einen geradezu wissenschaftlichen Anspruch hat.
Wie erwähnt erschien der Band bereits vor mehreren Jahrzehnten. Dieses Alter merkt man dem Buch auch an. Einerseits ist seine Aufmachung und der Schreibstil eher nüchtern. Andererseits wirkt auch die Sichtweise auf den Blues allzu puristisch. Allgemein anerkannte wesentliche Wendepunkte, Erweiterungen und Strömungen des Blues und seine Protagonisten (vom Rock N' Roll der Fifties über den Blues Boom der Sixties hin zum Revival der Eighties) werden nur en passant gestreift, man könnte geradezu sagen: vermieden. Eine tiefergehende Auseinandersetzung mit der Rolle Elvis Presleys, Eric Claptons oder Stevie Ray Vaughan bleibt so aus. Blues-Erneuerer Jimi Hendrix wird beinahe argwöhnisch betrachtet. Diese Herangehensweise ist zu selektiv und dogmatisch. Dem Totalphänomen „Blues“ als Urgrund der Populärmusik des 20. Jahrhunderts wird das nicht wirklich gerecht.
Aufgrund der vielen überaus raren Fotografien und detailreichen Ansichten über den traditionellen Blues ist dieses Buch dennoch eine interessante Lektüre und Recherche-Ressource für den Genre-Enthusiasten.
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| Credit Bild: © Edition Olms |
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| Credit Bild: © Edition Olms |
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| Credit Bild: © Edition Olms |
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| Credit Bild: © Edition Olms |
| Credit Bild: © Paul McCartney |
Doch nicht nur für ihn - was auch den bewusst gewählten Plural im Titel erklärt, wie McCartney erläutert: „Ich dachte an „Auge des Sturms“, im Singular, da die Beatles sich im Auge eines von ihnen selbst entfachten Sturms befanden, aber als wir uns die Bilder ansahen, dachte ich, das sind eher viele Augen als nur eins. Es gab da ja auch nicht nur einen einzigen Moment, sondern unzählige Momente im Zentrum dieses Sturms. Außerdem finden sich auf den Bildern sehr viele Augen. Das war ein verrückter Sturm, ein irrer Wirbelwind, den wir erlebten, als wir tourten und mehr oder weniger jeden Tag gearbeitet haben, und dabei Leuten begegnet sind, die uns fotografieren wollten. Im Zentrum dieses Sturms gab es also sehr viele Augen und Kameras.“
Was die Zukunft bringen sollte und welche Art von Karriere noch vor ihm lag, konnte McCartney zum damaligen Zeitpunkt noch nicht wissen. Uns, den Betrachtern, offenbart er hier Innenansichten der Beatlemania , die zwar unaufgeregt wirken, in ihrer unbekümmerten Unschuld dennoch die kribbelnde Spannung, die damals in der Luft gelegen haben muss, erahnen lassen. Einem Foto-Tagebuch gleich werden wir Zeugen von „A In the Life“, eines Alltags der trotz manch banaler Momente alles andere als gewöhnlich war.
| Credit Bild: © Paul McCartney |
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| Credit Coverbild: © Prestel Verlag |
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| Credit Bild: © Plaion Pictures |
In der bei den 78. Filmfestspielen von Venedig im Jahr 2021 erstmals vorgestellten und nun auf Blu ray veröffentlichten Doku mit dem passenden Titel „Der Maestro" wird nun der Lebensweg dieses Genies nachgezeichnet. Regie führte dabei kein klassischer Dokumentarfilmer sondern Giuseppe Tornatore, einer der prominentesten Gegenwarts-Filmemacher Italiens. Morricone und ihn verband eine fast vierzigjährige innige Freundschaft und Arbeitsbeziehung ( "Cinema Paradiso", oder "Der Zauber von Malèna").
156 epische Minuten nimmt sich Tornatore Zeit, die unterschiedlichen Stationen in der langen Karriere Morricone zu beleuchten und den legendären Komponisten, der kurz nach Fertigstellung verstarb, in Interviews auf sein Lebenswerk zurückblicken. Dabei ist die Gestaltungsweise recht zurückgenommen, gelegentlich werden einige interessante Einstellungen eingewoben, großteils folgt dieser Film jedoch den Konventionen der High Profile-Doku im Talking Heads-Format. Dies könnten jedoch nicht prominenter sein: Clint Eastwood, Quentin Tarantino, Dario Argento, Kris Kristofferson, James Hetfield, Hans Zimmer, Bernardo Bertolucci, Bruce Springsteen....
Ihnen allen ist die Faszination für den Maestro gemein. Hier wird erneut deutlich wie sehr Morricone Genre-Grenzen überwand. Während andere Dokumentationen oft etwa distanziert wirken, merkt man hier die persönliche Note Tornatores und sein Näheverhältnis zum Maestro. Wo sonst würde man derart detaillierte Einblicke in die Wohnung Morricones bekommen oder den Komponisten beim Stretching in einer Arbeitspause sehen?Dass die Italowestern nicht das Zentrum und Details dieser ikonischen Aufnahmen nicht den bestimmenden Hauptteil dieser Dokumentation darstellen hätte Morricone, der sich nie auf diese Soundtracks reduzieren lassen wollte, sicher gefallen - mag mitunter jedoch nicht deren historischer Bedeutung gerecht werden. Viele Fakten wird der Fan schon kennen, doch dass Kunststück Tornatores offenbart sich in den Details, den kleinen persönlichen Einblicken in Leben und Personality des Künstlers und der Beleuchtung weniger bekannter Filmmusik-Arbeiten oder Zusammenarbeiten (Chet Baker!). So ist dieses ruhige, teils intime Portrait nicht einfach nur eine Retrospektive sondern eine liebevolle Hommage auf den Ausnahme-Komponisten.
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| Credit Coverbild: © Plaion Pictures |
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| Credit Bild: © Copyright: BSB Bildarchiv Volker Hinz, Hartmann Books, 2023 |
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| Credit Bild: © Copyright: BSB Bildarchiv Volker Hinz, Hartmann Books, 2023 |
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| Credit Bild: © Copyright: BSB Bildarchiv Volker Hinz, Hartmann Books, 2023 |
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| Credit Bild: © Copyright: BSB Bildarchiv Volker Hinz, Hartmann Books, 2023 |
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| Credit Coverbild: © Copyright: Hartmann Books BSB Bildarchiv Volker Hinz, Hartmann Books, 2023 |
Volker Hinz - Carrousell , von Henriette Väth-Hinz Hrsg.:, erschienen bei Hartmann Books
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| Credit Coverbild: © Chronicle Chroma/Abrams & Chronicle |
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| In der Royal Albert Hall, 18. Februar 1969 Credit Bild: ©: Photo from JIMI by Janie Hendrix and John Mc Dermott. Published by Chronicle Chroma. Graham F. Page / MoPOP / Authentic Hendrix, LLC |
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| 1969;: Woodstock Festival Credit Bild: ©: Photo from JIMI by Janie Hendrix and John Mc Dermott. Published by Chronicle Chroma. Allan Koss / © Authentic Hendrix, LLC |
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| Credit Coverbild: © Edel Books |
Das am 3. März 1973 erstveröffentlichte „The Dark Side Of The Moon“ von Pink Floyd ist ein solches Album. Ein ausgewachsener Klassiker gespickt mit legendären Songs,darüber hinaus ein Referenzwerk in Sachen Klang. Fraglos auch einer der wichtigsten Meilensteine in der Entwicklung Floyds. Einerseits kommerziell, denn dieses achte Studioalbum machte aus der Band endgültig Platin-ausgezeichnete und Stadium-füllende Superstars. Andererseits künstlerisch, denn auf der dunklen Seite des Mondes fanden Roger Waters, David Gilmour, Nick Mason und Richard Wright endgültig zu ihrem Sound.
Anlässlich des 50 Jahr-Jubiläums dieser LP ist nun ein offizieller, in enger Abstimmung mit der Band gestalteter Jubiläumsband erschienen. Dieser zeigt bisher ungesehene Fotografien, die in den Jahren 1972 und 1975 während der Aufnahmen des Albums und der anschließenden Tourneen in Europa, den Staaten und Nippon entstanden sind. Überdies liefert dieses Buch Schritt für Schritt Einblicke in die Entwicklung des ikonischen Prismen-Motivs auf dem selbst zum Kult gewordenen Albumcover, das vom Künstlerkollektiv Hipgnosis entworfen wurde und in abgewandelter Form auch spätere Projekte der Band zierte.
So reduziert wie das ikonische Artwork ist auch dieser Band gestaltet. Hier gibt es keine Schnörkel und noch weniger begleitende Information. Lediglich ganz am Schluss gibt es ein paar Seiten mit Bildkommentaren. Das ist doch etwas spartanisch, zumal es natürlich so Einiges über die Genesis dieses Meisterwerks zu berichten gäbe. Ein Bild sagt nicht immer mehr als tausend Worte, auch weil die hier gezeigten Aufnahmen im Vergleich zu anderen Bildbände etwas kleiner ausgefallen sind, es bleibt also recht viel "Weiß" auf den Hochglanzseiten dieses Bands in Schallplattenhüllen-Größe über. Gerade aufgrund der Rarität der hier zu sehenden Fotografien ist dieses Buch für den Hardcore-Floyd-Fan aber dennoch ein Muss für die Sammlung und erweist sich für jenen Kreis, die ohnehin schon alles über diese einflussreiche Band wissen, als kleine Fundgrube seltener Schnappschüsse.
Pink Floyd – The Dark Side of the Moon Das offizielle Buch zum 50.Jubiläum, erschienen bei Edel Books
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| Credit Bild: © Jesse Lirola earMusic Edel |
Der Lead Part der Lead-Off-Single des ersten Extreme-Albums seit geschlagenen 15 Jahren ließ die Wenigsten kalt. Prominente Kollegen wie Steve Lukather oder Zakk Wylde zeigten sich ob dieses hoch-technisierten Schaustücks höchst beeindruckt. Im Total Guitar-Magazin belegte „Rise“ nur wenige Monate nach der Erstveröffentlichung gar den Spitzenplatz des „Soli des 21.Jahrhunderts“-Rankings. Kurzum, wer sich nur peripher mit Rockmusik beschäftigt kam an dieser Mischung aus Bends, Speed Licks und einer an den Grenzen des Möglichen kratzenden Hammer On und Pull Off-Passage schlichtweg nicht vorbei. Eine solche Resonanz ist an sich schon ein Phänomen, dennoch stellt sich die Frage ob das gerade veröffentlichte dazugehörige Studioalbum "Six" mehr ist als bloß ein beeindruckendes Gitarrensolo.
Und hier gibt es klare Entwarnung, „Rise“ ist womöglich gar nicht das beste Solo auf dieser eklektischen Platte, die von Beginn an eine Fülle an teils mitreißenden, catchy Songs aufweist und ein Comeback mit dem man nicht unbedingt rechnen konnte. Extreme waren immerhin sehr lange weg. Natürlich sind es es vor allem, immer wieder die Riffs und ausgeklügelten Solo-Parts Bettencourts, einem Gitarristen der Eddie Van Halen und Brian May-Schule. Doch neben den Zauberticks des Saitenmagiers ist es auch die schiere Energie dieser Band, die beeindruckt und die weitaus größer zu sein scheint als bei vielen jüngeren Gruppen. Besonders Sänger Gary Cherone ist hier hervorzuheben, röhrt dieser doch so dermaßen, dass man sich fragt, wieso echtes Frontman-Tum ein ähnliches Schicksal wie Gitarren-Soli fristete.
Insgesamt wirkt "Six" als hätte es diese Pause von 15 Jahren nicht gegeben - for better or worse. Denn einerseits zeigt sich die Band so angriffslustig und hungrig wie der das Cover zierende Gorilla. Andererseits haben manche Songs etwas vom beliebigen Mainstream-Rock der Noughties. Extreme zählten ohnehin immer schon zu den großen Eklektikern unter den Hard Rock-Bands, mannigfaltige Einflüsse und Experimente sind dann auch auf dieser Platte omnipräsent - stets ohne Furcht vorm Flirt mit Pop-Musik, nicht umsonst ist ihr größter Hit die Cat Stevens-artige Ballade "More Than Words“. Auf "Six" vermeint man überdies Bettencourts lange Zeit als Gitarrist bei Rihanna herauszuhören - nicht zuletzt der Beinahe-Millennial Woop bei „Rise“ lässt darauf schließen. Insgesamt gibt es auf „Six“ allerdings natürlich mehr R N´R als Ri Ri - und dieser ist breitbeinig, lässig. Eine Mischung aus Heaviness und Leichtfüßigkeit. Doch nach der das Album eröffnenden Dreifachsalve von „Rise“, „#Rebel“ und „Banshee“ diversifiziert sich die Platte stilistisch zunehmend, allerdings nicht immer mit gleich gutem Ergebnis: „Small Town Beautiful“ wäre auch neben den glatteren Proponenten des amerikanischen Country Format-Radio nicht Fehl am Platz. „Beautiful Girls“ ist kein Van Halen- Cover wirft jedoch die Frage auf, ob dieser Song einfach nur beliebig ist oder aber der catchieste Sommer-Hit, der Mitte der Neunziger nicht veröffentlicht wurde. Selbst vor Experimenten mit zeitgenössischen Elektro-Sounds scheuen Bettencourt und Co. nicht zurück („Thicker Than Blood“).
So ist "Six" metallisch, hard rockend. poppig, allzu smooth, schmutzig, - und das alles zur gleichen Zeit. Obwohl nicht alle Experimente funktionieren, macht dieses Werk einfach Spaß und inspiriert die Gitarristen unter den Zuhörern wohl unweigerlich schleunigst selbst zum eigenen Instrument zu greifen. Überdies ist diese Platte soundtechnisch eine Wucht und insbesondere was die Aufnahmen von Bettencourts Gitarrenspuren anbelangt eines der am besten klingenden Alben der letzten Zeit.
Beweisstück 1: -das Solo zum borderline-unspielbaren Solo des Jahres:
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| Credit Coverild: © earMusic Edel |
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| Credit Coverbild: © earMusic Edel |
2015 entstand auch der erst jetzt veröffentlichte Konzertmitschnitt „Live In Rio“ bei dem neben Cooper, Depp, Perry und Gitarrist Tommy Henriksen auch Duff McKagan (Guns N' Roses, Ex-Velvet Revolver), Matt Sorum (ebenfalls Ex-G N´R und Velvet Revolver) und Bruce Witkin (Grammy-nominierter Produzent) dabei waren. Zu den besonderen Gästen des Abends gehören Lzzy Hale (Halestorm), der brasilianische Lokalmatador Andreas Kisser (Sepultura) sowie Zak Starkey (The Who / Oasis).
Eine ähnlich prominent besetzte Supergroup operiert derzeit nur in Form von Ringo Starrs All Starr Band. Doch ergibt das bei den Vampires mehr als die Summe der einzelnen, teils legendären Teile? Nun, hier wird fraglos ein routiniertes Rock-Feuerwerk abgebrannt, das - gerade jetzt anno ´23 sind die Vampires wieder auf Tour - im aktuellen Konzertbetriebe seines Gleichen sucht. Der Sound der aktuellen Version der Cooper-Band ist dabei stets dominierend. Dies sorgt zwar für eine recht heavy High Energy-Show, die dargebotenen Klassiker werden jedoch auch relativ gleichförmig, wenig nuanciert und wenig subtil gespielt. Dies sorgt dann gar für wundersame, im Original nicht vorhandene Ähnlichkeiten zwischen „Break On Through To The Other Side“ der Doors, Led Zeppelins „Whole Lotta Love“ und Cooper-Klassikern wie „Schools Out“. Dem über 100.000 köpfigen Publikum in Rio - bekannt dafür zahlreich und enthusiasmiert bei Open Airs zu erscheinen ists herzlich egal, es feiert R ´ R-Freibeuter Depp und die Haudegen auf der Bühne frenetisch. Die wiederum haben sichtlich Spaß daran, in dieser hochkarätigen Coverband zu spielen.
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| VAMPIRE AM TAGE: PERRY, DEPP, COOPER, HENRIKSEN Credit Bild: © Ross Halfin earMusic Edel |
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| Credit Coverbild: © Edition Olms |
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| Credit Coverbild: © Edition Olms |
Die Initialzündung kam für Rock in Studentenzeiten bei einem ersten Ausflug in den die kommenden Dekaden bestimmenden Hedonismus: auf einem LSD-Trip an der Uni Cambridge in den Sixties entdeckte er die Kamera eines Freundes und begann damit zu experimentieren. Unterstützt durch die chemischen Errungenschaften Albert Hofmanns entdeckte er das Kreativ-Kaleidoskop, das dem Fotoapparat innewohnte für sich - und damit gleich die eigene Bestimmung.
Inpiriert vob Surrealsimus und Symbolismus und Bonvivant-Dichtern wie Rimbaud oder Lord Byron entwickelte Rock seinen eigenen Stil und Bildsprache, die Pop (Art) und Kunst verschmolz. Rock hatte nicht nur einen ähnlichen Look wie viele der Bühnen-Heroes, er war auch Fixgröße in der Szene und schoss Bilder die genauso aussahen, wie die Musik klang: laut, bunt, lasziv, erotisch, dangerous. Mit seinem expressiven Stil wurde er einer der einflussreichsten Musikfotografen und zum Chronisten und gleichzeitigem Partizipant des Rock N´ Roll-Lifestyles.
Bowie, Queen (in Marlene Dietrich-Pose fürs Cover des zweiten Albums), Iggy Pop, Tina Turner, Debbie Harry, Mötley Crüe oder später Miley Cyrus - Rock war über Jahrzehnte der Mann fürs Ikonische, fürs Wilde, fürs Sinnliche. Das Buch „Shot! By Rock“ ist sein Vermächtnis (der Künstler starb 2021). Die hier zu sehenden Fotos wurden noch von ihm persönlich ausgewählt und mit eigenen, extrem aufschlussreichen und unterhaltsamen Kommentaren versehen.
Dieser Großformat-Bildband ist ein mitreißender Streifzug durch „Dekaden der Dekadenz“, der auch weniger bekannte Facetten des "Man Who Shot The Seventies" beleuchtet, wie etwa jene der erotischen Fotografie, seine Kokain-Stillleben oder seine Arbeiten für Hochglanzmagazine.
Blättert man durch dieses karriereumspannende Buch wird nicht nur deutlich, dass "SHOT!" zu den besten Monographien dieser Art zählt, sondern auch wieviele zeitgenössische Fotografen sich von Rock inspirieren haben lassen.
SHOT! By Rock, erschienen bei Edition Olms