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| Credit Coverbild: © Prestel Verlag |
Sonntag, 16. Juli 2023
OSCARS - GLAMOUR AUF DEM ROTEN TEPPICH: Eine Fashiongeschichte der Academy-Awards
Freitag, 14. Juli 2023
ENNIO MORRICONE - DER MAESTRO
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| Credit Bild: © Plaion Pictures |
In der bei den 78. Filmfestspielen von Venedig im Jahr 2021 erstmals vorgestellten und nun auf Blu ray veröffentlichten Doku mit dem passenden Titel „Der Maestro" wird nun der Lebensweg dieses Genies nachgezeichnet. Regie führte dabei kein klassischer Dokumentarfilmer sondern Giuseppe Tornatore, einer der prominentesten Gegenwarts-Filmemacher Italiens. Morricone und ihn verband eine fast vierzigjährige innige Freundschaft und Arbeitsbeziehung ( "Cinema Paradiso", oder "Der Zauber von Malèna").
156 epische Minuten nimmt sich Tornatore Zeit, die unterschiedlichen Stationen in der langen Karriere Morricone zu beleuchten und den legendären Komponisten, der kurz nach Fertigstellung verstarb, in Interviews auf sein Lebenswerk zurückblicken. Dabei ist die Gestaltungsweise recht zurückgenommen, gelegentlich werden einige interessante Einstellungen eingewoben, großteils folgt dieser Film jedoch den Konventionen der High Profile-Doku im Talking Heads-Format. Dies könnten jedoch nicht prominenter sein: Clint Eastwood, Quentin Tarantino, Dario Argento, Kris Kristofferson, James Hetfield, Hans Zimmer, Bernardo Bertolucci, Bruce Springsteen....
Ihnen allen ist die Faszination für den Maestro gemein. Hier wird erneut deutlich wie sehr Morricone Genre-Grenzen überwand. Während andere Dokumentationen oft etwa distanziert wirken, merkt man hier die persönliche Note Tornatores und sein Näheverhältnis zum Maestro. Wo sonst würde man derart detaillierte Einblicke in die Wohnung Morricones bekommen oder den Komponisten beim Stretching in einer Arbeitspause sehen?Dass die Italowestern nicht das Zentrum und Details dieser ikonischen Aufnahmen nicht den bestimmenden Hauptteil dieser Dokumentation darstellen hätte Morricone, der sich nie auf diese Soundtracks reduzieren lassen wollte, sicher gefallen - mag mitunter jedoch nicht deren historischer Bedeutung gerecht werden. Viele Fakten wird der Fan schon kennen, doch dass Kunststück Tornatores offenbart sich in den Details, den kleinen persönlichen Einblicken in Leben und Personality des Künstlers und der Beleuchtung weniger bekannter Filmmusik-Arbeiten oder Zusammenarbeiten (Chet Baker!). So ist dieses ruhige, teils intime Portrait nicht einfach nur eine Retrospektive sondern eine liebevolle Hommage auf den Ausnahme-Komponisten.
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| Credit Coverbild: © Plaion Pictures |
Donnerstag, 13. Juli 2023
VOLKER HINZ - CARROUSEL
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| Credit Bild: © Copyright: BSB Bildarchiv Volker Hinz, Hartmann Books, 2023 |
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| Credit Bild: © Copyright: BSB Bildarchiv Volker Hinz, Hartmann Books, 2023 |
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| Credit Bild: © Copyright: BSB Bildarchiv Volker Hinz, Hartmann Books, 2023 |
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| Credit Bild: © Copyright: BSB Bildarchiv Volker Hinz, Hartmann Books, 2023 |
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| Credit Bild: © Copyright: BSB Bildarchiv Volker Hinz, Hartmann Books, 2023 |
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| Credit Bild: © Copyright: BSB Bildarchiv Volker Hinz, Hartmann Books, 2023 |
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| Credit Coverbild: © Copyright: Hartmann Books BSB Bildarchiv Volker Hinz, Hartmann Books, 2023 |
Volker Hinz - Carrousell , von Henriette Väth-Hinz Hrsg.:, erschienen bei Hartmann Books
Dienstag, 11. Juli 2023
JIMI: OFFICIAL 80th BIRTHDAY EDITION
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| Credit Coverbild: © Chronicle Chroma/Abrams & Chronicle |
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| In der Royal Albert Hall, 18. Februar 1969 Credit Bild: ©: Photo from JIMI by Janie Hendrix and John Mc Dermott. Published by Chronicle Chroma. Graham F. Page / MoPOP / Authentic Hendrix, LLC |
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| 1969;: Woodstock Festival Credit Bild: ©: Photo from JIMI by Janie Hendrix and John Mc Dermott. Published by Chronicle Chroma. Allan Koss / © Authentic Hendrix, LLC |
Montag, 10. Juli 2023
PINK FLOYD - THE DARK SIDE OF THE MOON: Das offizielle Buch zum 50. Jubiläum
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| Credit Coverbild: © Edel Books |
Das am 3. März 1973 erstveröffentlichte „The Dark Side Of The Moon“ von Pink Floyd ist ein solches Album. Ein ausgewachsener Klassiker gespickt mit legendären Songs,darüber hinaus ein Referenzwerk in Sachen Klang. Fraglos auch einer der wichtigsten Meilensteine in der Entwicklung Floyds. Einerseits kommerziell, denn dieses achte Studioalbum machte aus der Band endgültig Platin-ausgezeichnete und Stadium-füllende Superstars. Andererseits künstlerisch, denn auf der dunklen Seite des Mondes fanden Roger Waters, David Gilmour, Nick Mason und Richard Wright endgültig zu ihrem Sound.
Anlässlich des 50 Jahr-Jubiläums dieser LP ist nun ein offizieller, in enger Abstimmung mit der Band gestalteter Jubiläumsband erschienen. Dieser zeigt bisher ungesehene Fotografien, die in den Jahren 1972 und 1975 während der Aufnahmen des Albums und der anschließenden Tourneen in Europa, den Staaten und Nippon entstanden sind. Überdies liefert dieses Buch Schritt für Schritt Einblicke in die Entwicklung des ikonischen Prismen-Motivs auf dem selbst zum Kult gewordenen Albumcover, das vom Künstlerkollektiv Hipgnosis entworfen wurde und in abgewandelter Form auch spätere Projekte der Band zierte.
So reduziert wie das ikonische Artwork ist auch dieser Band gestaltet. Hier gibt es keine Schnörkel und noch weniger begleitende Information. Lediglich ganz am Schluss gibt es ein paar Seiten mit Bildkommentaren. Das ist doch etwas spartanisch, zumal es natürlich so Einiges über die Genesis dieses Meisterwerks zu berichten gäbe. Ein Bild sagt nicht immer mehr als tausend Worte, auch weil die hier gezeigten Aufnahmen im Vergleich zu anderen Bildbände etwas kleiner ausgefallen sind, es bleibt also recht viel "Weiß" auf den Hochglanzseiten dieses Bands in Schallplattenhüllen-Größe über. Gerade aufgrund der Rarität der hier zu sehenden Fotografien ist dieses Buch für den Hardcore-Floyd-Fan aber dennoch ein Muss für die Sammlung und erweist sich für jenen Kreis, die ohnehin schon alles über diese einflussreiche Band wissen, als kleine Fundgrube seltener Schnappschüsse.
Pink Floyd – The Dark Side of the Moon Das offizielle Buch zum 50.Jubiläum, erschienen bei Edel Books
Samstag, 8. Juli 2023
EXTREME-SIX
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| Credit Bild: © Jesse Lirola earMusic Edel |
Der Lead Part der Lead-Off-Single des ersten Extreme-Albums seit geschlagenen 15 Jahren ließ die Wenigsten kalt. Prominente Kollegen wie Steve Lukather oder Zakk Wylde zeigten sich ob dieses hoch-technisierten Schaustücks höchst beeindruckt. Im Total Guitar-Magazin belegte „Rise“ nur wenige Monate nach der Erstveröffentlichung gar den Spitzenplatz des „Soli des 21.Jahrhunderts“-Rankings. Kurzum, wer sich nur peripher mit Rockmusik beschäftigt kam an dieser Mischung aus Bends, Speed Licks und einer an den Grenzen des Möglichen kratzenden Hammer On und Pull Off-Passage schlichtweg nicht vorbei. Eine solche Resonanz ist an sich schon ein Phänomen, dennoch stellt sich die Frage ob das gerade veröffentlichte dazugehörige Studioalbum "Six" mehr ist als bloß ein beeindruckendes Gitarrensolo.
Und hier gibt es klare Entwarnung, „Rise“ ist womöglich gar nicht das beste Solo auf dieser eklektischen Platte, die von Beginn an eine Fülle an teils mitreißenden, catchy Songs aufweist und ein Comeback mit dem man nicht unbedingt rechnen konnte. Extreme waren immerhin sehr lange weg. Natürlich sind es es vor allem, immer wieder die Riffs und ausgeklügelten Solo-Parts Bettencourts, einem Gitarristen der Eddie Van Halen und Brian May-Schule. Doch neben den Zauberticks des Saitenmagiers ist es auch die schiere Energie dieser Band, die beeindruckt und die weitaus größer zu sein scheint als bei vielen jüngeren Gruppen. Besonders Sänger Gary Cherone ist hier hervorzuheben, röhrt dieser doch so dermaßen, dass man sich fragt, wieso echtes Frontman-Tum ein ähnliches Schicksal wie Gitarren-Soli fristete.
Insgesamt wirkt "Six" als hätte es diese Pause von 15 Jahren nicht gegeben - for better or worse. Denn einerseits zeigt sich die Band so angriffslustig und hungrig wie der das Cover zierende Gorilla. Andererseits haben manche Songs etwas vom beliebigen Mainstream-Rock der Noughties. Extreme zählten ohnehin immer schon zu den großen Eklektikern unter den Hard Rock-Bands, mannigfaltige Einflüsse und Experimente sind dann auch auf dieser Platte omnipräsent - stets ohne Furcht vorm Flirt mit Pop-Musik, nicht umsonst ist ihr größter Hit die Cat Stevens-artige Ballade "More Than Words“. Auf "Six" vermeint man überdies Bettencourts lange Zeit als Gitarrist bei Rihanna herauszuhören - nicht zuletzt der Beinahe-Millennial Woop bei „Rise“ lässt darauf schließen. Insgesamt gibt es auf „Six“ allerdings natürlich mehr R N´R als Ri Ri - und dieser ist breitbeinig, lässig. Eine Mischung aus Heaviness und Leichtfüßigkeit. Doch nach der das Album eröffnenden Dreifachsalve von „Rise“, „#Rebel“ und „Banshee“ diversifiziert sich die Platte stilistisch zunehmend, allerdings nicht immer mit gleich gutem Ergebnis: „Small Town Beautiful“ wäre auch neben den glatteren Proponenten des amerikanischen Country Format-Radio nicht Fehl am Platz. „Beautiful Girls“ ist kein Van Halen- Cover wirft jedoch die Frage auf, ob dieser Song einfach nur beliebig ist oder aber der catchieste Sommer-Hit, der Mitte der Neunziger nicht veröffentlicht wurde. Selbst vor Experimenten mit zeitgenössischen Elektro-Sounds scheuen Bettencourt und Co. nicht zurück („Thicker Than Blood“).
So ist "Six" metallisch, hard rockend. poppig, allzu smooth, schmutzig, - und das alles zur gleichen Zeit. Obwohl nicht alle Experimente funktionieren, macht dieses Werk einfach Spaß und inspiriert die Gitarristen unter den Zuhörern wohl unweigerlich schleunigst selbst zum eigenen Instrument zu greifen. Überdies ist diese Platte soundtechnisch eine Wucht und insbesondere was die Aufnahmen von Bettencourts Gitarrenspuren anbelangt eines der am besten klingenden Alben der letzten Zeit.
Beweisstück 1: -das Solo zum borderline-unspielbaren Solo des Jahres:
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| Credit Coverild: © earMusic Edel |
Dienstag, 4. Juli 2023
HOLLYWOOD VAMPIRES - LIVE IN RIO
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| Credit Coverbild: © earMusic Edel |
2015 entstand auch der erst jetzt veröffentlichte Konzertmitschnitt „Live In Rio“ bei dem neben Cooper, Depp, Perry und Gitarrist Tommy Henriksen auch Duff McKagan (Guns N' Roses, Ex-Velvet Revolver), Matt Sorum (ebenfalls Ex-G N´R und Velvet Revolver) und Bruce Witkin (Grammy-nominierter Produzent) dabei waren. Zu den besonderen Gästen des Abends gehören Lzzy Hale (Halestorm), der brasilianische Lokalmatador Andreas Kisser (Sepultura) sowie Zak Starkey (The Who / Oasis).
Eine ähnlich prominent besetzte Supergroup operiert derzeit nur in Form von Ringo Starrs All Starr Band. Doch ergibt das bei den Vampires mehr als die Summe der einzelnen, teils legendären Teile? Nun, hier wird fraglos ein routiniertes Rock-Feuerwerk abgebrannt, das - gerade jetzt anno ´23 sind die Vampires wieder auf Tour - im aktuellen Konzertbetriebe seines Gleichen sucht. Der Sound der aktuellen Version der Cooper-Band ist dabei stets dominierend. Dies sorgt zwar für eine recht heavy High Energy-Show, die dargebotenen Klassiker werden jedoch auch relativ gleichförmig, wenig nuanciert und wenig subtil gespielt. Dies sorgt dann gar für wundersame, im Original nicht vorhandene Ähnlichkeiten zwischen „Break On Through To The Other Side“ der Doors, Led Zeppelins „Whole Lotta Love“ und Cooper-Klassikern wie „Schools Out“. Dem über 100.000 köpfigen Publikum in Rio - bekannt dafür zahlreich und enthusiasmiert bei Open Airs zu erscheinen ists herzlich egal, es feiert R ´ R-Freibeuter Depp und die Haudegen auf der Bühne frenetisch. Die wiederum haben sichtlich Spaß daran, in dieser hochkarätigen Coverband zu spielen.
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| VAMPIRE AM TAGE: PERRY, DEPP, COOPER, HENRIKSEN Credit Bild: © Ross Halfin earMusic Edel |
Montag, 12. Juni 2023
THE BIRTH OF ROCK N´ROLL: 70 YEARS OF SUN RECORDS
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| Credit Coverbild: © Edition Olms |
Donnerstag, 8. Juni 2023
SHOT! BY ROCK
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| Credit Coverbild: © Edition Olms |
Die Initialzündung kam für Rock in Studentenzeiten bei einem ersten Ausflug in den die kommenden Dekaden bestimmenden Hedonismus: auf einem LSD-Trip an der Uni Cambridge in den Sixties entdeckte er die Kamera eines Freundes und begann damit zu experimentieren. Unterstützt durch die chemischen Errungenschaften Albert Hofmanns entdeckte er das Kreativ-Kaleidoskop, das dem Fotoapparat innewohnte für sich - und damit gleich die eigene Bestimmung.
Inpiriert vob Surrealsimus und Symbolismus und Bonvivant-Dichtern wie Rimbaud oder Lord Byron entwickelte Rock seinen eigenen Stil und Bildsprache, die Pop (Art) und Kunst verschmolz. Rock hatte nicht nur einen ähnlichen Look wie viele der Bühnen-Heroes, er war auch Fixgröße in der Szene und schoss Bilder die genauso aussahen, wie die Musik klang: laut, bunt, lasziv, erotisch, dangerous. Mit seinem expressiven Stil wurde er einer der einflussreichsten Musikfotografen und zum Chronisten und gleichzeitigem Partizipant des Rock N´ Roll-Lifestyles.
Bowie, Queen (in Marlene Dietrich-Pose fürs Cover des zweiten Albums), Iggy Pop, Tina Turner, Debbie Harry, Mötley Crüe oder später Miley Cyrus - Rock war über Jahrzehnte der Mann fürs Ikonische, fürs Wilde, fürs Sinnliche. Das Buch „Shot! By Rock“ ist sein Vermächtnis (der Künstler starb 2021). Die hier zu sehenden Fotos wurden noch von ihm persönlich ausgewählt und mit eigenen, extrem aufschlussreichen und unterhaltsamen Kommentaren versehen.
Dieser Großformat-Bildband ist ein mitreißender Streifzug durch „Dekaden der Dekadenz“, der auch weniger bekannte Facetten des "Man Who Shot The Seventies" beleuchtet, wie etwa jene der erotischen Fotografie, seine Kokain-Stillleben oder seine Arbeiten für Hochglanzmagazine.
Blättert man durch dieses karriereumspannende Buch wird nicht nur deutlich, dass "SHOT!" zu den besten Monographien dieser Art zählt, sondern auch wieviele zeitgenössische Fotografen sich von Rock inspirieren haben lassen.
SHOT! By Rock, erschienen bei Edition Olms
RONNIE SPECTOR-MEIN LEBEN
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| Credit Coverbild: © Hannibal Verlag |
Ronnie war eine unverwechselbare Ikone- sowohl gesanglich als auch in ihrem Signature-Style mit den Kajal-Cat Eyes und der Turmfrisur, die später u.a. Amy Winehouse inspirieren sollte.
Die Autobiographie „Mein Leben“ zählt fürs Rolling Stone-Magazin zu den besten Büchern des Genres und wartet mit einem Vorwort von Rolling Stone Keith Richards auf, auch er einer der vielen prominenten Bewunderer dieser aussergewöhnlichen Sängerin. Diese Biographie ist eine ebenso dramatische wie packende (Emanzipations-)Geschichte über eine so kometen- wie wechselhafte Karriere und eine der großen Frauen der Musikgeschichte.
Mein Leben von Ronnie Spector mit Vince Waldron, erschienen im Hannibal Verlag
ROCK CLASSICS Nr.38: KISS - Das Sonderheft
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| Credit Coverbild: © Universal Rock Classics/ Slam Media GmbH |
Die Slam Media-Redaktion legt ob dieses Anniversaries und des bevorstehenden Schlussstrichs unter eine der erfolgreichsten Geschichten im Rock-Biz ihr vergriffenes Sonderheft (die Erstausgabe erschien bereits 2019) in upgedateter Version neu auf - und wirft auch hier einen genauen Blick hinter die Schminke. Für den Leser gibt es quasi alles was sie schon immer über Starchild, The Demon, den Spaceman oder The Cat wissen wollten, eine Retrospektive auf die großen und weniger großen Alben, Backstories sowie die wechselvollen Besetzungen und natürlich Streifzüge durch die schier endlosen Weiten des Merchandising - eine Disziplin die KISS seit ihrem Durchbruch in den Seventies perfektionieren. Dass der Fokus dabei nicht nur auf den bekanntesten Klassikern von "Destroyer" bis "Alive" liegt, sondern auch weniger beachtete Werke eingehend beleuchtet werden und sich zudem einige rare Fotos sowie interessante Interviews auf den Hochglanzseiten finden, macht das Heft auch für langjährige Kiss-Fans lesenswert.
Sonntag, 4. Juni 2023
STREAMS FÜR DICH - 1000 TV-SERIEN FÜR JEDE STIMMUNG
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| Credit Coverbild: © Edition Olms |
Den Überblick über zig Streamingdienste und Serien zu behalten ist selbst für Vielseher und "Binge Watch"-Junkies so zu einer echten Herausforderung geworden. Das Buch "1000 TV-Serien für jede Stimmung“ versucht nun auf 512 Seiten ein Guide durch diesen Streaming- (und DVD/Blu ray-)Dschungel zu sein. Eingeteilt wird hier weniger nach strikten Genres sondern nach den titelgebenden "Moods" - also Kriterien wie "Wenn du lachen willst" oder "Wenn du schreien willst" etc.
Das mag zwar doch allzu breitgefasst sein, die Kurz-Artikel mit einer knappen Synopsis weisen dem geneigten Leser und potentiellen Zuschauer dennoch zweckmäßig den Weg. Der Mangel an tiefgehenden Infos ersetzt zwar nicht die eigene Recherche, macht diesen "Serien-Kanon" jedoch zu einem schnellen Emergency-Ratgeber,.wenn man vor der notorisch unübersichtlichen Netflix-Startseite sitzt.
STREAMS FÜR DICH - 1000 SERIEN FÜR JEDE STIMMUNG, erschienen bei Edition Olms
Freitag, 26. Mai 2023
QUENTIN TARANTINO - CINEMA SPECULATION
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| Credit Coverbild: © Reproduced by permission of Harper/an imprint of Harper Collins |
Des Gefühls dass hier gerade eine richtiggehende Wachablöse stattfindet kann man sich nicht erwehren. Auch weil Quentin Tarantino, jener Regisseur, der das moderne Kino und dessen (Bild-)sprache in den letzten 30+ Jahren wie kein zweiter geprägt und verändert hat, nun mit seinem schon länger angekündigten Rückzug aus Hollywood ernst macht. Nach 10 Filmen soll Schluss sein, das lässt nun nur noch einen finalen Film übrig, der sich gerade in der Vorbereitungsphase befindet. Oft hat QT in Interviews davon gesprochen, dass Regisseure nicht besser werden und es einen gewissen „Tipping Point“ gibt, an dem die Qualität ihrer Filme merklich nachlässt - die Anschauungsbeispiele hierfür liefert die lange Geschichte des Kinos, die Tarantino so gut kennt wie wenig andere. Obwohl man beim Kultregisseur bei weitem nicht von schwindender Kreativität sprechen kann, hat er letztlich schon alles erreicht und auch das Hollywood 2.0 hat nicht mehr viel mit jenem Ort gemein, dem er in den Neunzigern eine bitter nötige Adrenalinspritze verabreichte.
Dieses wohl wirklich letzte Kinoprojekt (potentielle Serienproduktionen dürften nicht nur Gerüchte, sondern eine realistische Zukunftsoption sein) wird 1977 spielen und eine historische Persönlichkeit , die aber nichts zu den bekannten Protagonisten der damaligen Zeit zählt, als eine der Hauptfiguren haben und - hier schließt sich der Kreis zur bislang jüngsten Release aus der Casa Tarantino - den Titel „The Movie Critic“ tragen. Denn als ebensolcher betätigt sich auch der Regisseur in seinem neuesten Buch „Cinema Speculation“, das ein Bindeglied zu seinem letzten Film sein dürfte.
Das Follow Up zur Novelization von „Once Upon A Time In Hollywood“ ist das erste Full Length Non-Fiction-Werk des Autors, im Zentrum stehen Essays über die Filme aus der Ära einer echten cineastischen Revolution, als das „New Hollywood“ das im Studiosystem erstarrte „Old Hollywood“ ablöste. Es ist die Zeit als die Bilder schmutzig und die Hauptfiguren meist entweder gebrochen, Antihelden oder beides waren. Neue Erzählstrukturen, das Aufgreifen der Counterculture-Zeitströmungen veränderte die Art wie Movies gemacht und Stories erzählt wurden – sowohl in den großen Studioproduktionen als auch in den B-Movies. Es ist dies nicht nur die Zeit der Movie Brats wie Martin Scorsese, Steven Spielberg oder Brian De Palma sondern auch die Zeit des cineastischen Sozialisation Tarantinos. Beleuchtet werden Werke, die ihn nie losgelassen haben, wie etwa John Boormans „Deliverance“ oder John Flynns „Rolling Thunder“, Don Siegels „Dirty Harry“, Sam Peckinpahs „Getaway“ oder Martin Scorseses „Taxi Driver“. In einem Gedankenexperiment nicht unähnlich zu den Alternate History-Elementen in „Inglourious Basterds“ oder „Once Upon A Time In Hollywood“ spekuliert Tarantino wie „Taxi Driver“ wohl ausgesehen hätte, wenn Brian De Palma ihn directed hätte.
Als Filmkritiker trat Tarantino schon in Beiträgen für die Website seines „New Beverly Cinema“ sowie für den „Video Archives“-Podcast mit seinem Freund Roger Avary in Erscheinung. Es ist eine weitere Rolle für den Mann der Schauspieler, Auteur, Autor und nun auch Analyst und Historiker ist. Das später bekannte Filmregisseure zunächst als Filmkritiker gerabeitet haben ist in der Geschichte des Kinos gar nicht so selten: Die Gründungsväter der Nouvelle Vague François Truffaut, Claude Chabrol, Éric Rohmer, Jacques Rivette und Jean-Luc Godard waren vor ihrem Durchbruch für die „Cahiers Du Cinema“ tätig. Auch Peter Bogdanovich oder Dario Argento schrieben zunächst Film-Reviews. Der umgekehrte Weg, also dass sich Regisseure nach ihrem Durchbruch öffentlich in filmkritischer Manier mit den Werken ihrer Zeitgenossen auseinandersetzen ist weitaus seltener. Truffaut tat dies in „Mr. Hitchcock wie haben sie das gemacht“ und „Die Filme meines Lebens“. Zu letzterem Werk werden auch bei der Lektüre von Tarantinos Buch Assoziationen wach. Bloß dass Truffaut eher nicht die Atmosphäre eines nur von Schwarzen besuchten Kinos bei einer frenetisch gefeierten Vorführung eines „Blaxploitation“-Films aufgesogen hat oder die Klimax von „Taxi Driver“ mit einem kollektiven Orgasmus für das Publikum verglichen hätte.
And that´s the thing, man: Tarantino hat hier - wie könnte es anders sein - einen erfrischend unorthodoxen Filmkritik-Band veröffentlicht. Das für derartige Bücher ungewöhnliche, dynamische Tempo (Rückblenden und wilde Tangenten) sind für derartige Werke ungewöhnlich, für den Autor jedoch typisch. Was QT mit Truffaut gemeinsam hat, ist die Verknüpfung lebensgeschichtlicher Elemente und Kunstkonsum. Denn „Cinema Speculation ist nicht nur ein mit Trivias und Querverweisen gespicktes Werk, sondern auch ein autobiographisches - beinahe ein biographischer Entwicklungsroman. War „Once Upon A Time In Hollywood“ schon QTs „Memory Piece“ so geht er hier nun noch einen Schritt weiter. Der erwachsene Tarantino - nun selbst zweifacher Familienvater - erinnert sich an seine Kindheit, die schon früh maßgeblich von Filmen geprägt wurde.
Ein allzu oft übersehener Aspekt in den Filmen Tarantinos ist ihr hohes Maß
an Emotionalität und Sensitivität, ein Element dass gerade in den bittersüßen
Elementen von „Cinema Speculation“ zutage tritt, bei der Suche nach Vaterfiguren
oder den Enttäuschungen die der kleine Quentin erlebte, etwa durch Floyd einem
Ordell-Robbie-artigen Vagabunden, der zwar seine Film-Faszination teilte, sich jedoch
nicht als verlässlicher Kumpel für den Kinobesuch erwies.
In „Cinema Speculation“ geht es Tarantino oft ums Close-Up nicht um die Totale, Details stehen im Vordergrund, seien sie nun persönlicher Natur oder im Bezug auf „Filme seines Lebens“. Hier mischt sich Biographische mit Anekdotischem, Fakten über Klassiker und Kleinode mit alltäglichen Situationen, wie Diskussion über das eben gesehene auf dem „ride home“. In diesen Momenten wendet sich die Kamera von der Leinwand ab, fährt wie in einer Plansequenz heraus aus dem Kinosaal, und fokussiert auf die Kulissen oder hält darauf auf „little q watching big movies“ und fängt dabei jene Momente ein, in der der spätere Kultregisseur geboren wurde. Beim Lesen hat man so immer wieder „Deja Vu“-Momente die einene zu QTs eigener Fiilmographie bringen sowie ein Gefühl, das man nur als „Foreshadowing“ bezeichnen kann und das prägend für zahlreiche Künstlerbiographien ist (siehe etwa auch Steven Spielbergs „The Fabelmans“): etwa wenn Tarantino einen Dialog mit seiner Mutter Connie, über das Ende von „Butch Cassidy And The Sundance Kid“, ein prototypisches Finale für die damalige Zeit, sowohl formal als auch ins einer Vermeidung eiens „Happy Ends– das legendäre „freeze frame“, das den Moment vor dem Tod der Hauptfiguren festhält – und der Meinung ist, anstatt das blutige Schicksal der von Robert Redford und Paul Newman verkörperten Figuren nicht zu zeigen - „they shoulda shown it“
„Cinema Speculation“ ist ein Fest für Filmfans - allerdings eines, bei dem sich nur jene amüsieren werden, die zu den Cracks und Auskennern gehören und so über einen reichen Wissensschatz in Sachen Movie History verfügen um den intertextuellen Analysen Tarantinos auch folgen können. Dieser hat ein Werk geschrieben, dass so meta und leidenschaftlich ist, wie seine Filme; das Buch eines Mannes, den die Passion für die bewegten Bilder nie losgelassen hat und dessen Leben und Werdegang letztlich selbst wie der Stoff einer märchenhaften „Es war einmal in Hollywood“-Erzählung anmutet.
Cinema Speculation von Quentin Tarantino, erschienen bei Harper
Mittwoch, 10. Mai 2023
DEPECHE MODE - MEMENTO MORI
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| Credit Bild: © Anton Corbijn Sony Muisc |
Die Songs von "Memento Mori" entstanden zwar vor dem Tod Fletchers, dennoch klingen die neuen Stücke über weite Strecken wie in einer nach dem tragischen Verlust tattgefundenen, therapeutischen Songwriting-Session ersonnen. Wehmut und permanentes Dunkelgrau sind zwar Trademarks des DM-Stils, Happy Sound war nie die Devise der Band - doch an die Stelle der weltvergessenen Euphorie vieler früherer Werke tritt nun Dysphorie. Gahan/Gore das dynamische Duo, einst die jungen Wilden der Szene nun die Grand Signeurs des EDM. Das wird auch bei den neuen Songs deutlich die ohne das komplette Selbstzitat zu wagen, doch sehr an die Vergangenheit gemahnen und insbesondere Anklänge an die "early days" durchschimmern lassen.
Zu dieser Rückbesinnung auf die Anfangsjahre scheint auch eine zumindest temporäre Abkehr von einem der wesentlichsten Genres, welches die Basis vieler großer Depeche-Hits bildete: Blues-orientiert ist "Memento Mori" nicht. Dafür klingen DM hier noch cineastischer als sonst, viele Song-Parts muten wie der Soundtrack zu einem Film an, den es noch nicht gibt. Die großen Hymnen bleiben dabei jedoch aus. Dieses zurückgenommene Album changiert zwischen dem Erwartbaren und überraschen großen und tragisch-emotionalen Elementen und schließt mit seinen offensichtlichen 80s-Bezügen auch den Kreis zu den Anfangsjahren der Band - zu einem Zeitpunkt als ein prägendes Mitglied, "Fletch" mit seinen atmosphärischen Klangteppichen, fehlt. Vielleicht ist dieser Fokus auf Soundscapes, anstatt auf Riffs von Gores Gretsch-Gitarre ein bewusster Tribute an den verstorbenen Fletcher. An das "Bedenken" dass alle Menschen sterblich sind, tritt auf diesem ruhigen Album ein "Gedenken" an einen verlorenen Freund und ein Verfolgen des roten Fadens der die Synth Pop-Band der beginnenden Achtziger-Jahre mit den Elektro-Legenden von heute verbindet.
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| Credit Bild: © Sony Music |
Dienstag, 9. Mai 2023
BLACKMORE´S NIGHT - SHADOW OF THE MOON 25th ANNIVERSARY EDITION
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| Credit Bild: © earMusic Edel |
Nun wird dieses Album zum 25th Anniversary neu aufgelegt. Das märchenhafte Artwork kommt in der LP Version besonders schön zur Geltung, die Ausstattung und das Bonusmaterial ist "Deluxe": Zwei bisher unveröffentlichte Akustik-Songs sind Teil dieser Neuauflage : „Spirit Of The Sea“ und „Shadow Of The Moon“, beide aufgenommen in einer Home Recording Session von Candice und Ritchie in diesem Jahr. Alle physischen Erstauflagen werden außerdem eine exklusive "Shadow Of The Moon"-Dokumentation auf DVD enthalten. Im Zuge des Jubiläums werden zudem zwei limitierte Black LP-Editionen mit jeweils einem „Golden Ticket“ ausgestattet: zwei glückliche Fans können eine Fender Ritchie Blackmore Signature Stratocaster-Gitarre gewinnen.
Auf "Shadow Of The Moon" wird Medieval und Renaissance-Musik - der Vorläufer einer wesentlichen Folk-Spielart aus der Frühphase des Sixties-Rock - in Perfektion zelebriert. Ritchie Blackmore liefert als Multi-Instrumentalist mit seiner Band (und auf einem Track auch mit In Anderson von Jethro Tull) den Backdrop für die ätherische Stimme seiner Frau Candice Knight. Dabei wird in gekonnter Weise eine längst vergangene Zeit evoziert was gerade auf diesem Erstlingswerk, das fraglos zu den besten Werken von Blackmore´s Night zählt, eine besonders mediative Kraft entfaltet - und dieses in der Vergangenheit verhaftete Album letztlich zeitlos werden lässt.
THE DAMNED - DARKADELIC
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| Credit Bild: © earMusic Edel / Martin Gooch |
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| Credit Bild: © earMusic Edel |







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