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| ©Taschen Verlag |
in den Flagship-Stores
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| Credit Coverbild: © Tracy Anne Hart Texas A & M University Press |
Bedenkt man den Stellenwert SRVs so verwundert es, dass der neue Bildband „Seeing Stevie Ray“ das erste Buch dieser Art über den Gitarristen ist. Erschienen ist der kompakte Bildband nicht bei einem der großen Coffee Table-Publisher sondern beim Uni-Verlag Texas A & M University Press. Interessantes Trivia und eine SRV-Connection am Rande: auf dem Campus der Texas A &M fand Ex-Präsident George Bush Senior seine letzte Ruhe gefunden und 1989 spielten bei dessen Inauguration Concert SRV & seine Band Double Trouble.
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| Credit Bild: © Tracy Anne Hart |
Erhältlich u.a. via: TheHeightsGallery.com - Home
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| Credit Coverbild: © Edition Delius Klasing |
König der Suspense, Mitbegründer des modernen Kinos, treibende Kraft hinter einer Vielzahl von Klassikern für die Ewigkeit, Meister des gepflegten Cameos, Innovator der Inszenierung – Regisseur Alfred Hitchcock war vieles und bei vielem was mit Zelluloid zu tun hat, war er auch der erste. Ohne das britische Regie-Genie wäre nicht nur das Thriller-Kino wie wir es heute kennen undenkbar – dementsprechend frühe setzte auch die filmhistorische Auseinandersetzung mit dem Filmemacher ein (bis heute faszinierend etwa das Standardwerk „Mr. Hitchcock wie haben sie das gemacht ?“ von Francois Truffaut).
Anlässlich des 40. Todestages der Legende und dem 60th Anniversary des Tier-Horror-Klassikers „Die Vögel“ erscheint im Delius Klasing Verlag ein Band, der der extensiven Bibliographie über den Film-Pionier eine kontemporäre Würdigung hinzufügt. In „Hitchcock – Alle Filme“ analysieren die Autoren Bernard Benoliel, Murielle Joudet, Gilles Esposito und Jean-François Rauger auf über 600 Seiten alles was diesen legendären Regisseur ausmachte. Schlüsselszenen werden seziert, Filme in einen größeren biographischen wie zeitgeschichtlichen Kontext gesetzt und die mehr oder minder versteckten Cameo-Auftritte beleuchtet. Der gewichtige Band hat dabei nicht nur denen Anspruch einen Überblick über alle Filme vom Frühwerk „Irrgarten der Leidenschaft“ bis zum finalen Streifen „Familiengrab“ zu geben sondern ist ein regelrechtes Lexikon voll von Facts & Trivias, das so reich bebildert ist wie ein Coffee Table-Band.
Das erinnert an die „Alle Songs“-Reihe vom gleichen Verlag und ebenso wie diese Bände ist auch dieses Buch ein nachhaltiges Nachschlagewerk oder anders gesagt, ein Wälzer mit Langzeit-Effekt: denn einerseits macht dieses Buch Lust darauf oft gesehenen Filme aus dem Oeuvre Hitchcocks einen „Revisited“-Besuch abzustatten und andererseits ist es der ideale Begleiter für die Analyse und Interpretation der Klassiker – und das mitunter nicht nur für Neulinge auf dem Gebiet des englischen Thriller-Spezialisten.
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| Credit Bild:© earMusic Edel |
Das Ergebnis ist die streng limitierte 4 Song EP „Here We Come A-Caroling“ die sowohl Vorbote des kommenden Weihnachtsfests als auch des für 2021 geplanten neuen Studioalbums von Blackmore´s Night ist.Seit der Gründung der Band – in deren Zentrum trotz wechselnder Besetzungen stets die Blackmores stehen – sind der legendäre Gitarrist und seine Ehefrau keinen Millimeter von ihrem Plan abgerückt, den Leuten die Musik einer vergangene Epoche näherzubringen. Für die beiden ist das ein absolutes Herzensprojekt über das sie sagen: „Unsere Musik ist eine Flucht vor dem Stress und dem Druck der Neuzeit. Eine Reise zurück in eine einfachere, magische Zeit, in der Musik in unser Herz und unsere Seele dringt“.
Die Einspielungen von „Oh Little Town Of Betlehem“, „Here We Come A-Caroling”, “It Came Upon A Midnight Clear” und dem ewigen Lied “Silent Night” haben nicht den Anspruch eine innovative Neudeutung von oft gehörten und noch öfter gecoverten Traditionals zu sein und wer Blackmore´s Night kennt, weiß, dass hier nicht die schmissige Folk Rockin´ Christmas zu erwarten ist - doch in diesem Subgenre des Folk findet man kaum Besseres. Manchem Hörer wird all das wohl dennoch zu besinnlich und traditionell-konventionell sein, doch geht von diesen atmosphärischen - um nicht zu sagen sphärischen- Darbietungen ein ganz eigener Reiz aus – der ein Weihnachten evoziert, wie es ganz früher war.
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| Credit Bild: © Krisztian Miklos |
Alle Einnahmen werden an die „Tribute to Bambi“-Stiftung gespendet (zusammen mit den Erlösen aus 2 Versteigerungen).
Bereits imMärz dieses Jahres startete Mandoki gemeinsam mit seiner All Star-Gruppe Soulmates eine künstlerische Initiative, um den Alltagshelden im Gesundheitswesen, in der öffentlichen Ordnung und in der täglichen Versorgung ihre Wertschätzung und Dankbarkeit zum Ausdruck zu bringen. „Jeder ist von dieser Pandemie auf seine Art persönlich betroffen. Mit einer Ehefrau, die als Allgemeinmedizinerin an vorderster Front arbeitet, werden mir die Tragweite und die Konsequenzen der Pandemie überdeutlich vor Augen geführt….Wir sind sehr glücklich, mit unserem Song einen Charity-Beitrag leisten zu können und ein Zeichen der Hoffnung zu setzen. Wie wir eines Tages auf diese Zeit zurückblicken werden, ist völlig ungewiss. Welche Entscheidungen die richtigen waren, wird man auch erst im Nachhinein beurteilen können. Aber eines ist zweifelsfrei richtig, all diesen großartigen Menschen, die unser öffentliches Leben während dieser Krise am Laufen gehalten haben und noch immer halten, laut und vernehmlich „DANKE“ zu sagen.“, betont Mandoki.
Her könnt ihr in die Weihnachtsversion von „We Say Thank You“ hineinhören:
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Credit Coverbild: © Taschen Verlag George Herriman |
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| Credit Bild: © George Herriman Taschen Verlag |
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| Credit Bild: © Danny Clinch Sony Music |
Denn es
ist das erste mit seiner E-Street Band seit 2014 und auch thematisch geht es in
eine andere Richtung als man annehmen konnte: Gerade im Election Year hätte man
mit einer politischeren Platte gerechnet - doch „Letter To You“ ist nicht die große
Abrechnung mit Donald Trump geworden. Springsteen, immer schon hochpolitischer Künstler
hält sich auffallend zurück- wenn man
mal von der durchaus als Seitenhieb aufs Oval Office zu verstehende Textzeile „the
criminal clown has stolen the throne“ im Standout-Track „House Of 1000 Guitars“ absieht.
Apropos 1000 Gitarren: Springsteen findet auf „Letter To You“ zum Sound früherer Alben zurück. Experimente waren keine zu erwarten, auf dem routiniert-unaufgeregten Album dominieren zwei Dinge: ein paar gute (Song-)Geschichten und vor allem der typische E-Street-Klang mit allem was dazu gehört: die dichten, fast schon überorchestrierten Wall Of Sound- Arrangements, durch die Dirigent Springsteen seine Band geleitet; die verspielten Klavierpassagen als Intro zur Dramatik und der großen Geste in Lyric-Form; die warmen Akustikgitarren aus den Eingeweiden des Dust Bowl – der langgediente Fan wird sich hier sofort heimisch fühlen, auch wenn der 2011 verstorbene Saxophonist Clarence Clemons nach wie vor eine Lücke hinterlässt.
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| Credit Bild: © Sony Music |
Springsteen war immer schon Storyteller, ähnlich wie Bob Dylan in literarischer Tradition verhaftet - hier läuft er teilweise zu Hochform auf. Wie immer sind die Geschichten aus „Gods Own Country“ das Hauptthema seiner Songs Beinahe glaubt man das Alter Ego Springsteens mit laufendem Automotor vor der Veranda seiner Angebeteten stehen zu sehen, ganz so wie in seinem ersten großen Opus „Thunder Road“. Ganz anknüpfen an solche Meilenstein können die Songs von „Letter To You“ zwar nicht – doch verhält es sich mit diesem Album wie mit dem neuen Buch von Star-Autoren wie Philip Roth oder T.C. Boyle: dem Boss ist vielleicht nicht der nächste „große amerikanische Roman“ gelungen, wenn man sich darauf einlässt, entdeckt man jedoch nicht nur eine sehr gute Ergänzung der Springsteen-Diskographie sondern packende Geschichten aus dem so persönlich wie universellen Amerika der Seele.
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| Die Dulle Griet (auch: Die Tolle Grete), 1563 Antwerpen, Museum Mayer van den Bergh Taschen |
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| Der Turmbau zu Babel (Wiener Fassung), 1563 Wien, Kunsthistorisches Museum, Gemäldegalerie Copyright: © Kunsthistorisches Museum, Vienna, Photo: Luciano Romano |
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| Der Engelsturz (auch: Der Sturz der rebellierenden Engel), 1562 Brüssel, Royal Museums of Fine Arts of Belgium Copyright: © Royal Museums of Fine Arts of Belgium, Brüssel / image by Google |
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| Credit Bild: © BMG Rights Warner |
Vor 40 Jahren erschien mit “Ace Of Spades” ein Album, das in vielerlei Hinsicht in die Musikgeschichte eingehen sollte. Oberflächlich betrachtet ist es natürlich das quintessenzielle Motörhead-Album, das nach den erfolgreichen “Bomber” und “Overkill”-LPs den endgültigen Durchbruch für die Band markierte und zu einem der wichtigsten Klassiker im Heavy-Genre wurde. Darüber hinaus war das was Motörhead 1980 auf ihrer vierten Platte ein paar Jahre vor der großen Zeit des Bay Area Thrash Metal abfackelten, aber auch ein Markstein für eine „neue Härte“, die sich in weiterer Folge als überaus einflussreich erweisen sollte (Stichwort : Metallica).
Obwohl Motörhead für die erste Welle des Heavy Metal zu spät dran waren, für die zweite Welle zu früh und sich zudem nie richtig als Teil von NWOBHM & Co fühlten, fanden im rüden Klang des Trios Fans diverser härterer Spielarten eine musikalische Heimat: Spätestens ab 1980 waren Motörhead Identifikations- und Integrationsfiguren für Metalheads, Punks und Old School-Rocker.
Was machte „Ace Of Spades“ nun so speziell ? Nun, alle Trademarks der lautesten Band der Welt waren hier in vollendeter Form vereint – ein Sound, so dreckig wie die wenig um political correctness bemühten Lyrics, harte Speed Riffs mit einem Fuß im Blues, kreischende Soli und ein Dampframmen-Rhythmus der insbesondere vom idiosynkratrischen Bass-Stil von Ikone Lemmy Kilmister geprägt wurde. Dass die knackigen, Songs allen voran der legendäre gewordene Titeltrack dann auch noch Hitpotential aufwiesen katapultierte die im Kern komplett antikommerzielle Scheibe in die Stratosphäre (Gold etwa in Great Britain).„Born To Lose, Live To Win“ kann man da nur sagen.
Die nun anlässlich des Jubiläums erschienene Neuauflage ist zwar bei weitem nicht die erste Reissue dieses Klassikers, wohl aber die bislang beste und aufwendigste. Die 2 CD-Version präsentiert das Kultalbum in einem ansprechenden Mediabook mit reich bebildertem Booklet sowie einer Bonus Disc mit einem sehr rauen 1981er Gig aus Belfast. Es sind also nicht die seltensten Raritäten, die hier 4 Jahrzehnte später „unearthed“ wurden, sondern eher gelungener Bonus Content für Komplettisten. Doch runden diese Momentaufnahmen der Early Eighties-Phase der Band das in sich stimmige und attraktive Gesamtpackage ab.
Blickt man heute auf die „drei Bandidos“ auf dem Spaghetti Western-inspirierten Albumcover, so schwingt einiges an Wehmut mit. Denn mit Fast Eddie Clarke starb 2018 nach Frontman, Sänger und Bassist Lemmy Kilmister († 2015) und Drummer Phil „Philthy Animal“ Taylor (ebenfalls † 2015) auch das letzte Mitglied der klassischen Motörhead-Besetzung. Doch „Ace Of Spades“ ist eine jener ewigen Platten, die bleiben und den Rang von Initiations-Alben im Rock-Genre innehaben. Die 2020er- Neuauflage des womöglich besten Werks der legendär Infernalischen unterstreicht erneut die Zeitlosigkeit dieses Albums.
Mit dem "Ace Of Spades"-Jubiläum koinzidierend erscheint mit "Motörhead- Das große Sonderheft" die mittlerweile 30. Ausgabe der Rock Classics-Reihe. Die aktualisierte und erweiterte Version einer früheren Rückschau auf die Karriee von Lemmy & Co. ist wie schon die vorherigen Hefte ein Hochglanz-Bookazine das einen attraktiv gestalteter, kompakter Crashkurs über musikalische Legenden beinhaltet - inklusive ausführlicher Band-Biographie und umfassender Diskographie-Retrospektive, was beim beachtlichen Output Motörheads eine ganz schöne Leistung ist. Die In Depth-Interviews ( darunter ein neues mit dem Musikjournalisten und Bandintimus Mick Wall und ein verschollen geglaubtes Gespräch mit Lemmy und Philthy Animal Taylor vom Februar 1981) die gewohnt gute Bildauswahl und eine Fülle an Trivias sorgen zudem dafür, dass auch die langjährigen Fan angesprochen werden.![]() |
Credit Coverbild: © SlamZine |
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| Credit Bild: © Taschen |
Vor wenigen Tagen wurde bei Julien´s Auctions ein großer Teil des eindrucksvollen Nachlasses von Hollywood-Legende Robert Evans versteigert. In der umfangreichen Sammlung dieses Key Players des New Hollywood, der Hits wie „ Love Story“, „The Godfather“ „Chinatown“ oder „The Great Gatsby“ produzierte fanden sich neben Art Prints, Kleidung, Möbeln, persönlichen Korrespondenzen mit Francis Ford Coppola oder Drehbüchern auch einige Bildbände von Helmut Newton – einem engen, persönlichen Freund von Evans.
So nannte der Producer etwa ein signiertes Exemplar der limitierten Erstauflage der Helmut Newton-Retrospektive „SUMO“, sein eigen - jenem Buch, das als eines der Schlüsselwerke des modernen „coffee table“-Booms gilt. Das ist in gleich mehrerer Hinsicht bemerkenswert: Einerseits zeigt es wie sehr Luxusbildbände zur Grundausstattung der Häuser der Stars zählen, andererseits trafen hier zwei Legenden aufeinander - hier der Ermöglicher künstlerisch anspruchsvoller Filme, da der Kultfotograf. Zudem wäre Helmut Newton heuer 100 Jahre geworden und der Taschen Verlag, der mit dem Release des Sumo-Bandes im Jahr 1999 endgültig zu den hippsten Verlagshäusern zählte, feiert 2020 40- jähriges Bestehen.
Im Jubiläumsjahr erscheint nun eine von Newtons Witwe June bearbeitete Neuauflage des kultigen Sumo –allerdings in kompakterer Format als bei der riesigen, ursprünglichen Werkschau: nämlich genau halb so groß, Baby Sumo eben, was allerdings immer noch beachtliche Maße bedeutet und auch einen von Philippe Starck-designten Buchständer inkludiert. Obwohl mittlerweile knapp über 20 Jahre seit dem ursprünglichen Release des Sumo ins Land gezogen sind, wurde dieser Bildband bislang nicht übertroffen - noch immer handelt es sich um die ultimative Retrospektive Newtons: wird hier doch ein extensiver Bogen gespannt von den ganz frühen Editorials (die alle einen speziellen kreativen Touch haben, wie z.B. ein Hitchcock-Zitat aus „North By Northwest“ ), ikonischen Fashion-Aufnahmen, den „Big Nudes“ bis hin zu den expressiven Portraits berühmter Persönlichkeiten (von Gianni Versace bis Robert Evans).
Der Baby Sumo-Band wird kommende Woche im Rahmen des Charlottenwalk in
Berlin präsentiert - natürlich unter strenger Einhaltung der AHA-Regelungen und
der neuen Maßnahmen.
Wann & Wo ? Samstag, 7. November, von 12 bis 18 Uhr im Taschen Flagship Store Berlin Store (Schlüterstr. 39, 10629)
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| Credit Bild: © Taschen |
ABOUT HELMUT NEWTON & SUMO:
Die erste Auflage des Ur-Sumos belief sich auf exakt 10.000 signierte und nummerierte Exemplare, die allerdings schon kurze Zeit nach dem Release restlos ausverkauft waren. Dass dies wirklich eine neue Art von Buch war, zeigt unter anderem der Fakt, dass sich ein Exemplar des Sumo in vielen bedeutenden, internationalen Kunst-Sammlungen findet – u.a im Museum of Modern Art in New York. Das SUMO-Exemplar #1, handsigniert von über 100 der in dem Buch abgebildeten Celebrities, brach den Rekord für das teuerste Buch des 20. Jahrhunderts - bei einer Auktion in Berlin kam es für gut €317,000 an den Meistbietenden.
Abseits all dieser fraglos beeindruckenden Daten bleibt der Sumo aber auch heute noch die Retrospektive auf das Schaffen dieses großen Fotokünstlers, dessen Bildsprache selbst zur Marke wurde.
Der 1920 als Helmut Neustädter in Berlin geborene und 2004 in Los Angeles bei einem Autounfall verstorbene Fotograf war über Jahrzehnte einer der meistgefragten Vertreter seiner Zunft. Die markante Mischung aus vorwiegend kontrastreich-atmosphärischem Schwarzweiß, dem glamourös-unterkühlten Styling der abgelichteten Frauen und den wiederkehrenden sado-masochistischen (Unter-)tönen brachte Alice Schwarzer auf die Barrikaden und fasziniert seine Fans bis heute. Denn Newton ist schlichtweg Kult, seine expressive, geradezu filmreife Bildsprache beeinflusste zahllose Fashion-Fotografen nach ihm.
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| Willi, Fashion Mansfield, British Vogue,London, 1967, Helmut Newton © The Helmut Newton, Estate / Maconochie Photography |
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| Elizabeth Taylor, Vanity Fair, Los Angeles 1989, Helmut Newton © The Helmut Newton, Estate / Maconochie Photography |

Credit Bild: ©Jim McCrary Getty Images
Fast
könnte man meinen, dass angesichts der zahllosen prestigeträchtigen Bildbände, die
in den letzten Jahren auf den Markt gekommen sind mittlerweile die gesamte
jüngere Musikgeschichte eingehend beleuchtet wurde und mit einem oder mehreren Büchern
bedacht wurde. Dennoch gibt es sie noch: die „weißen Flecken“ auf der coffee
table-Landkarte und die bislang noch nicht retrospektivisch erschlossenen Kapitel
der Rock-Historie: Der jüngst erschienene Band „Tribute: Cocker Power“ (Insight
Editions) ist so ein Fall. Anders als es der Titel zunächst vermuten lässt hat
man es hier jedoch nicht mit einer karriereumfassenden Rückschau auf das Leben
des 2014 verstorbenen Sängers zu tun Vielmehr widmet sich die Autorin/Fotografin
Linda Wolf einem ganz speziellen Kapitel im Oeuvre des Mannes aus Sheffield:
der nur knapp ein Jahr andauernden „Mad Dogs And Englishmen“-Periode von 1970. In
den Achtzigern hatte Joe Cocker mit Hits „Up Were we Belong“ oder „You Can
Leave Your Hat On“ sicher die größeren Mainstream-Erfolge, doch diese Frühphase
nimmt im Herzen vieler Fans einen besonderen Platz ein.
Vor genau 50 Jahren brachen Cocker und seine Mitmusiker (unter ihnen Rita Cooidge, Jim Gordon, Jim Keltner, Carl Radle, Bobby Keys und Chris Stainton) zu einer 2-Monatigen Tour auf aus der ein Konzertfilm und ein Livealbum hervorgingen. Die Mad Dogs waren eine Gruppe die ganz dem Zeitgeist entsprechend keine Genre -Barrieren kannte. Stets unter der Führung des genialischen „Master Of Space And Time“ Leon Russell, der als “Space Captain“ seine Crew vom Rock zum Jazz und Soul und wieder zurück manövrierte. Lange sollte es die Mad Dogs zwar nicht geben, doch in dieser kurzen Zeit waren sie fraglos einer der besten Bands. Die damals 20-Jährige Linda Wolf war die offizielle Tourfotografin und hautnah mit dabei. Ihre treffsichere Beschreibung der damaligen Zeit im O-Ton: "It was a two-month traveling hippie circus that left hotel managers tearing their hair out, concert promoters screaming about a dog on stage, girls dancing naked on the rooftops of a New York city hotel, and forty-three people, including three kids and a five-person film crew, traveling together on a private jet that had COCKER POWER painted on it’s side. It was pure art and one of the greatest rock-and-roll tours of all time."
In “Tribute” kann man
diese Zeit nun zumindest ein Stück weit nacherleben. Wolf ist stets nah dran an
der Band, ihre Bilder wechseln zwischen Aufnahmen die fast schon als „candid
shots“ bezeichnet werden können und ikonischen
Schnappschüssen onstage. Dabei ist sie eine Meisterin darin, Atmosphären
einzufangen. Man spürt die damals vorherrschende Kameraderie innerhalb der
Band, ebenso merkbar ist das Knistern in den Schatten des Fillmores. Beeindruckend
auch ihre Aufnahmen vom jungen Publikum, in dem jeder Konzertbesucher einen
ganz eigenen Style hat, ein starker Kontrast zum heutigen, oft geradezu
uniformiert auftretenden Live-Publikum. Wer Cocker-Fan ist, wird von alldem nicht genug bekommen können. Nach gut 200 Seiten
des insgesamt 336-seitigen Buchs gibt es dann einen Zeitsprung ins Jahr 2015 zum Lockn’ Festival bei dem mit
zahlreichen kontemporären Granden der Roots-Szene wie Chris Robinson, Warren
Haynes, Doyle Bramhall II und dem Ehepaar Tedeshi-Trucks sowie Members der Mad
Dogs-Band wie Leon Russell oder Chris Stainton ein Tribute-Konzert für Joe
Cocker abgehalten wurde. Die Bilder dieses
Gigs illustrieren die nachwirkende Bedeutung von Cockers und Russells
Musik, haben aber auch teilweise etwas
wehmütiges, - „time waits for no one“ - jedoch gelingt es der Autorin dadurch
einen sehr schlüssigen Bogen von der fernen Vergangenheit des Jahres 1970 zur
jüngeren Vergangenheit zu spannen: Zum
50. Anniversary der Mad Dogs And Englishmen schließt sich mit diesem „Tribute“-Buch jedenfalls
auch ein Kreis.
Credit Bild: © Linda Wolf Insight Editions
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| Credit Bild: © Insight Editions |
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| Credit Bild: © Bill Wyman ACC Art Books |
Während
Mick Jagger das Publikum mit seinen ihm eigenen Moves geradezu hypnotisierte
und Keith Richards die Riffs regelrecht aus seiner Gitarre meißelte stand ein Member
der Stones immer etwas im Abseits und dem Schatten der Stage: Noch stoischer
als Rhythmusgeber Charlie Watts sorgte Bill Wyman nicht nur für die reduziert-treffsicheren
Basslines zahlloser Klassiker sondern schien das Geschehen Teils mit dem
leichten Anflug eines Lächelns regelrecht zu scannen und blieb selbst beim treibendsten
Groove nahezu unbewegt. Abseits der Bühne ließ er es zwar nicht weniger krachen
als seine Bandkollegen, dennoch blieb stets der Eindruck eines sehr distanzierten
Beobachters.
Der neu
erschienen Bildband „Stones From the Inside“ (erschienen bei ACC Art Books) festigt
diesen Eindruck - und liefert für den „Wyman Gaze“ auch eine Erklärung:Der starke
stille Typ im Background der Steine ist nicht nur ein herausragender und bis heute
underrated gebliebener Bassist sondern auch Fotograf, dessen eindringliche Aufnahmen
eine interessante Bereicherung des Genre der Rock N´ Roll Photography darstellen.
Ein Hauptmerkmal der anarchischen und damals revolutionären R N´R Photography war ja, dass die natürliche Distanz die sich in einem Shooting
in einem sterilen Studio zwangsläufig ergibt, weitgehend aufgehoben wurde. Unmittelbar,
direkt - das war der neue Stil, der den Zeitgeist der „Youth Culture“
widerspiegelte. Die Fotografen waren meist keine arrivierten Grandsigneurs sondern
junge Künstler, die am Anfang ihrer Karriere standen und mitunter nur wenige Jahre
älter oder sogar gleich alt waren wie die Objekte ihrer Bilder. Dennoch – trotz
dieser neuen Unmittelbarkeit bestand immer ein letzter Rest von „Abstand“, der
Rockstar am Podest. Bei Wyman ist dies naturgemäß etwas anders, Vergleiche zu
den Bildern Linda McCartney drängen sich auf. 
Credit Bild: © Bill Wyman ACC Art Books
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| Credit Bild: © ACC Art Books |
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| © Fin Costello/Redferns/Getty Images |
R.I.P. KING EDDIE
Aus dem traurigen Anlass ein #FlashbackReview und ein Ausflug ins Pasadena der 70er Jhare und der Chronik der frühen Jahre der Band:
Man vergegenwärtige sich kurz folgende Szene:
Kaputt in Hollywood: Richtig gute Autoren erfinden nicht bloß mitreißende oder berührende Geschichten, sie bringen auch immer etwas von sich selbst, ein autobiographisches Element in die Zeilen ihrer Werke mit ein. Wenige taten dies so schonungslos wie Henry Charles Bukowski, der zeitlebens den selbstzerstörerischen Lifestyle pflegte der seine harten Stories vom rauschhaften Leben auf der Schattenseite von L.A. dominierte. Bukowskis Welt war die der Barflies, der „all night“-Trinker in den schäbigen Spelunken der vermeintlichen Stadt der Engel: Leichte Mädchen, harte Getränke und die Arbeit als Faktotum in niedrigen Jobs prägten das frühe Leben des Autors ebenso wie das Dasein seines literarischen Alter Egos Henry Chinaski. Grenzerfahrungs-Suchende waren zwar zuvor schon ein beliebter Topos der modernen amerikanischen Literatur gewesen, mit Bukowski war diese jedoch endgültig auf der Kehrseite des amerikanischen Traumes angekommen, nicht von ungefähr heißt eine seiner Geschichtensammlungen „Das Leben und Sterben im Uncle-Sam-Hotel“.
Anders als bei Poeten wie Ginsberg, Kerouac oder Burroughs war Bukowski nicht Teil der Beatszene oder der Counterculture, den Hoffnungslosen in den Hackler-Berufen blieb nicht die Dekadenz, der schöne Fall, sondern nur lediglich trostlose Selbstzerstörung am Boden einer Flasche. Obwohl Bukowskis knallharte Stories alles andere als Mainstreammaterial waren wurden sie dennoch – gerade im deutschsprachigen Raum in den 70er und 80er Jahren - zu Bestsellern. Heuer wäre Charles Bukowski 100 Jahre alt geworden. Anlässlich dessen erscheint im Hirmer Verlag mit „Bukowski – The Shooting“ von Abe Frajndlich ein Bildband über den Kultautor, der jedoch viel mehr ist als bloß eine Sammlung eindrücklicher Portraits eines enfant terribles der Literatur.
Es war
anno 1985 als der junge Fotograf Frajndlich von der FAZ den Auftrag bekam den
„Skandalautor“ zu fotografieren. Shootings mit Bukowksi waren keineswegs eine Selbstverständlichkeit.
Denn dieser weigerte sich beharrlich von
jemand anderem als seinem persönlichen Haus- und Hoffotografen abgelichtet zu
werden. Bei Frajndlich macht er jedoch eine Ausnahme. Der Fotokünstler hatte offenbar
einen Nerv getroffen, der Ältere zum Jüngeren einen direkten Draht gefunden –
wohl auch aufgrund biographischer
Gemeinsamkeiten und deutscher Wurzeln. In mehreren Sessions, auch bei Bukowskis Hochzeit , fing Frajndlich den
großen Autor so ein, wie er wohl wirklich war.
Denn die Bilder zeigen zweierlei: einerseits einen Bukowski der sein öffentliches Image stets bewusst pflegte und dem Fotografen genau das liefert, was die meisten Leute erwarten: Das Bildnis eines Spiegeltrinkers mit der Bottle in der Hand. Wer mit der Biographie Bukowskis vertraut ist, weiß jedoch: er war nicht nur grob sondern manchmal auch durchaus sensibel, zudem vielseitig gebildet und belesen. Auch diese sanftere Seite vermag Frajndlich zu zeigen.Obwohl „The Shooting“ ein relativ dünnes Büchlein ist und auch der interessante, essayistische Textanteil überschaubar bleibt entsteht so ein recht komplexes Bild des Kultautors – und darüber hinaus eine Annäherung an das Phänomen Bukowski.
Kraft,
Power, Sound, Vibrationen, Chrom, Röhrende Motoren und brüllende Verstärker,
spezielle Lackierungen und Custom Colours, das Tunen und minutiöse Einstellen
der größten Errungenschaften der modernistischen
Kreationen der Nachkriegszeit, eine eingeschworene Gemeinschaft von Experten
und Cracks die in einer eigenen Fachsprache kommunizieren und nach den
seltensten „holy grails“ jagen. Da die Ford Motor Company, Dodge & Co, dort
Gibson, Fender, Gretsch.
Credit Bild: © David Perry Motorbooks / Quarto
Die Gemeinsamkeiten
zwischen Autos und elektrischen Gitarren sind offensichtlich und überdies recht
zahlreich. Blues und Rock N´ Roll gingen schon immer Hand in Hand mit hochoktanigen
Gefährten. Ob in der Pre-R N´R. Zeit mit den eindeutig zweideutigen Fahrzeug-Allegorien
eines Robert Johnson („Terraplane Blues“) über Ike Turners „Rocket 88“ oder dem
schnittigen „Little Deuce Coup“ der Beach Boys bis hin zum viel gecoverten „Mercury
Blues“ und Eric Claptons 57er Chevy („I´ve Got A Rock N´ Roll Heart“). Hinzu kommen
die zahlreichen prominenten Sammler, sowohl in der Gitarren-Szene als auch in
den Schrauberwerkstätten der Car-Aficionados. Einer der bekanntesten und legendärsten
unter ihnen ist fraglos Billy F Gibbons aka The Reverend von der „lil´ol Band
from Texas“, ZZ TOP.
Gibbons
ist seit Jahrzehnten passionierter Collector und nennt neben einigen der legendärsten
Gitarren auch einen beeindruckenden Fuhrpark sein eigen. Passend zum kürzlichen
50 Jahr Jubiläum der Band – die seit ihrer Gründung in unveränderter Besetzung spielt,
eine absolute Seltenheit im Musikbusiness - nimmt er den Leser des luxuriösen
Bildbands „Rock + Roll Gearhead“ (erschienen bei Motorbooks/Quarto) mit auf
eine Tour durch seine Welt. Als würde man einen Spaziergang durch ein Musikvideo unternehmen
treffen hier glänzend polierte Boliden auf Girls in High Heels und 50s Fenders
und Gibsons. Die selbst ikonisch gewordene ´59er Les Paul namens "Pearly Gates“ (siehe Bild oben) oder
der knallrote “Eliminator“ Hot Rod aus Kultclips wie „Gimme All Your Lovin“ sind
da natürlich nicht weit. Alle Akquisitionen des Reverend haben dabei eine Gemeinsamkeit:
er sammelt nicht jede x-beliebige Gitarre oder irgendwelche alten Autos sondern
sie müssen alle das gewisse Etwas haben, über den sog. „Mojo“ verfügen. Die
Texte von Gibbons und Co-Autor Tom Vickers sowie die stylishen Bilder von
Fotograf David Perry machen diesen coffee table-Band zu einer Zelebration des
ZZ-Lifestyles, die sowohl „Gear Book“ als auch Biographie eines legendären
Musikers ist. 
Credit Bild: © David Perry Motorbooks / Quarto

Credit Bild: © Motorbooks / Quarto
Ursprünglich
erschien dieses Buch schon im Jahr 2005, die nun veröffentlichte erweiterte Auflage
im kompakteren Format mit Sammlerschuber bringt den Leser up to date mit neuen Akquisitionen
in der Casa Gibbons, wie z.B. einem „Mexican Blackbird” 1958 Thunderbird, einem
Quintana ’50 Ford Custom, einer Neiman
Marcus BFG SG, einer super raren Telecaster vom Luthier Nacho Baños, einer aufwendig
dekorierten Zemaitis Custom Kreation, einer 1939 Rickenbacker Frying Pan oder
einem Tonebender Fuzz Effekt. Das 2005er
Buch wird dadurch behutsam, jedoch dennoch merklich erweitert. Der ZZ
TOP-Fan hätte sich in dieser neuen Edition zwar durchaus mehr neue
(Nah-)Aufnahmen der „Pearly Gates“ und ev. ein paar weiter Hintergrundstories
gewünscht, dennoch ist dieser betörend-schauprächtige Streifzug durchs „Billy-Land“
nach wie vor eines der coolsten Rock N´ Roll
Bücher - in das man als Fan der jeweiligen Subkulturen immer wieder eintauchen kann.