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| Credit Coverbild: © Reprise Records / Warner Music |
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| Credit Bild: © Reprise Records / Warner Music |
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| Credit Coverbild: © Reprise Records / Warner Music |
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| Credit Coverbild: © Reprise Records / Warner Music |
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Credit Coverbild: © Taschen T |
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| Credit Coverbild: © Motorbuch Verlag |
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| Credit Coverbild: © Motorbuch Verlag |
Im Motorbuch Verlag ist passend zum letzten Daniel Craig-Bond „No Time To Die“ nun der zweite Band über die Cars des Doppelnull-Agenten erschienen. Es ist eine direkte Fortsetzung zum ersten, ebenfalls von Autor Siegfried Tesche exzellent recherchierten Überblick über den Fuhrpark des Manns mit der Lizenz zum Töten. Zu den hier beleuchteten Gefährten zählen u.a.: der Bentley aus "Casino Royale" (1967), der Ford Mustang Mach 1 aus "Diamantenfieber"(1971) oder der Triumph Scrambler XE 1200 aus dem jüngsten Bond-Abenteuer.
Anders als die anderen Teile der Motorlegenden-Reihe fokussiert dieser Band deutlich mehr auf die Gefährte und Stunts, die mit ihnen vollführt wurden, als auf ein popkulturelles Totalphänomen oder eine filmhistorische Einordung - ein allzu kurzes Kapitel über die Girls an Bonds Seite kommt eher stiefmütterlich gegen Ende des Buchs. Insofern richtet sich dieser Band eher an die reinen Autofans - diese bekommen jedoch eine interessanten Überblick über einige weniger bekannte Bond-Mobiles und werden ich bei dieser hochoktanigen Retrospektive gut unterhalten.
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| Credit Coverbild: © Delius Klasing Verlag |
The Rolling Stones by Putland, erschienen im Delius Klasing Verlag
WEITERFÜHRENDER BUCH-TIPP: MUSIKIKONEN
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| Credit Coverbild: © Delius Klasing Verlag |
Michael Putland - Musikikonen: Von ABBA bis The Who, erschienen im Delius Klasing-Verlag
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| Credit Coverbild: © Hannibal Verlag |
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| Credit Coverbild: © Ear Music Edel |
Die Frage, ob nun die Freitags oder Samstags-Show besser ist und welche dieser beiden Platten nun beeindruckender ist, lässt sich nicht beantworten: einerseits aufgrund der anderen Setlist, andererseits aufgrund des unglaublich hohen spielerischen Niveaus dieser drei begnadeten Virtuosen an den sechs Saiten. Hier hört man drei geniale Musiker am absoluten Höhepunkt ihrer Kunst, die Melodien und Licks in beeindruckend flüssiger Manier von ihren Griffbrettern perlen lassen – und im perfekten Zusammenspiel als Trio durch ihre Instrumente regelrecht kommunizieren.
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| Credit Coverbild: © Hannibal Verlag |
Gillian G. Gaar, ELVIS – DIE LEGENDE Autorisiert vom Graceland Archiv, Hardcover, 28,3 x 24,5 cm, 192 Seiten, durchgehend farbig bebildert, erschienen im Hannibal Verlag
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| Credit Coverbild: © Editon Olms |
Lyrics im Blues weisen nicht nur eine beeindruckende Kreativität in der Be- und Umschreibung der besungenen Sachverhalte auf, sondern geben dem heutigen Hörer auch Einblick in eine vergangene Zeit und in ein soziokulturelles Umfeld, das in dieser Form nicht mehr existiert. Zudem offenbaren uns Blues Songs einen teils faszinierenden Slang bzw. Szene-Jargon, der in seiner Unverblümtheit keinesfalls hinter den expliziten Texten heutiger Rapper zurücksteht. Während Sonntags in der Kirche beim Gospel natürlich das Sakrale im Mittelpunkt stand, gehörte der Samstagabend „Wein, Weib und Gesang“ bzw. dem Blues, der sich stets auch dem allzu Menschlichen, Lasterhaften und irdischen Problemen widmete: Sex, Liebe und Eifersucht, Drogen, Suizid, Ausbeutung aber auch ganz einfach die „good time“ wenn der „Juke Joint“, kracht .
Manche dieser Thematiken werden direkt angesprochen, andere werden nur mit einer Art Geheimsprache, die man geradezu als Code bezeichnen könnte, beschrieben. Autor Robert Cremer hat sich genau dieser eigenen Blues-Etymologie angenommen und analysierte hunderte Songs - übersetzt diesen Slang, gibt Aufschluss über heute wenig gebräuchliche Begriffe und taucht im Zuge dessen auf 868 Seiten tief ein in die Geschichte dieser amerikanischen Musikrichtung. Cremers Entdeckungen sind musikhistorisch sowie sozio-kulturell faszinierend, sein Vorgehen bemerkenswert detailreich, geradezu detektivisch. In 12 Kapitel, eingeteilt nach Themenkomplexen wie z.B. Sex, Humor, Schnaps, Voodoo, Rassentrennung oder der traditionell selbstbewussten Eigenbeschreibung des Bluesman, werden Lyric-Exzerpte analysiert und das Vokabular bekannter und weniger bekannter Songs detailreich und unterhaltsam erklärt.
Analog zum lexikalen Charakter dieses Hardcover-Bandes - allerdings im Kontrast zum farbenfrohen Cover - ist das ganze zwar sehr übersichtlich, aber doch ziemlich nüchtern und über weite Strecken in Schwarz/Weiß gestaltet. Ein Umstand der jedoch nichts daran ändert, dass dies eines der interessantesten Musikbücher der letzten Zeit ist - zumal es bei Cremer nicht nur bei für Blues-Veteranen mitunter bekannten Erkenntnissen bleibt, dass bei Textzeilen wie „diggin my garden“ nicht eben Gartenfreunde angesprochen werden, saftspendende Limonen nicht nur an der Fruchttheke erhältlich sind und selbst das Braten eines Steaks nicht unbedingt etwas mit Kulinarik zu tun haben muss.
Robert Cremer – Die Geheimsprache des Blues Mit einem Vorwort von Bobby Rush. 868 Seiten mit über 250 Fotos und Illustrationen. Hardcover im Großformat 21 x 30 cm.ISBN 978-3-283-01316-5.
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| Credit Coverbild:©Saul Leiter Kehrer Verlag |
Diese Kunstgattung prägte ganz generell die Arbeiten Leiters: er zeigte stets einen Hang zur Abstraktion und schoss Bilder, die oft wie ein Gemälde wirken und malte Bilder, die in ihrer Dynamik beinahe an Schnappschüsse gemahnen. Auch und gerade im Bereich der Street Photography, einem Subgenre in dem Leiter einige seiner besten Werke schuf, merkt man dies überdeutlich. In ihrem bewussten Einsatz von Unschärfe und perspektivischen Tricks erinnern Leiters Werke an Film-Stills und phasenweise gar an Gerhard Richter. Mysteriös sind die großen, tiefschwarzen, von Schatten hervorgerufenen Flächen, die gut Dreiviertel seiner Fotografien einnehmen. Leiters Sicht auf das (Alltags-)leben ist eigenwillig und faszinierend.
Anlässlich der weltweit umfassendsten Retrospektive im Haus der Photographie der Deichtorhallen Hamburg 2012 erschien ein umfangreicher Retrospektiv-Bildband, der die bisher umfassendste Monografie über Leben und Werk des großen Fotografen und Maler darstellt. Dieses Buch ist nun in dritter, aktualisierter Auflage erneut erhältlich und lohnt sich sowohl für Kunst-Fans, die Leiter erst entdecken, als auch für jene, die um die Kraft seiner Bilder wissen. Denn neben einem Blick auf Leiters frühe Schwarz-Weiß- und Farbaufnahmen ist dieser Band auch deshalb so interessant weil er auch weniger bekannte Bereiche des Schaffens Leiters beleuchtet, etwa die Mode- und Aktfotografie.
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| Credit Bild: © Alfred Wertheimer / Courtesy Taschen |
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| Credit Bild: © Alfred Wertheimer / Courtesy of Taschen |
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| Credit Bild: © Alfred Wertheimer / Courtesy of Taschen |
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| Credit Bild: © Alfred Wertheimer / Courtesy of Taschen |
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| Credit Coverbild: © Alfred Wertheimer Taschen |
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| Credit Coverbild: © Taschen
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SCHWERGEWICHTIGE
RETROSPEKTIVE AUF EINEN JAHRHUNDERT-SPORTLER RUNDE 2
10 Millionen steuerfreie Dollar Preisgeld, ein Boxkampf mit hochpolitischen Dimensionen, gut 60. 000 Fans die martialisch enthusiasmiert "Ali Bomaye" ("Ali, Kill Him") skandieren, extreme Hitze, ein Diktator,...und ein Ringkampf mit einem Alligator?
Die Ingredienzen für das im neuen Bildband "The Fight" dokumentierte Event sind gelinde gesagt spektakulär. Besagter "Fight" ist der legendäre "Rumble In The Jungle": Ali vs. Goerge Foreman am 30. Oktober 1974 in Kinshasa, Zaire (heute: Demokratische Republik Kongo). Für manche ist dies der wichtigste Kampf in Alis gesamter Karriere, für andere nichts weniger als das größte Sportereignis aller Zeiten. In jedem Fall handelt es sich um einen prägenden Moment für den afrikanischen Kontinent sowie eines der denkwürdigsten Comebacks im Boxsport (Ali holte sich dort jenen Weltmeistertitel zurück, dem man ihn in den USA - politisch motiviert aufgrund seiner Wehrdienstverweigerung- aberkannt hatte),
Der ebenso berühmte wie berüchtigte Boxpromotor Don King tat alles dafür, dass der Showdown zwischen dem damals bereits 32-jährigen und in zuvor absolvierten Kämpfen nicht mehr haushoch überlegenen Ali und George Foreman, den als Buchmacher-Favorit der Nimbus des Unbesiegbaren umgab, zu einem medialen Großereignis wurde. Zaires Diktator Mobutu Sese Soko konnte von King überzeugt werden, den Fight in seinem Reich abzuhalten, gute Promo für das arme Land war damit gewiss. Ganz nebenbei würde das immense Preisgeld durch diesen Austragungsort nicht von der amerikanischen Steuerbehörde belangt werden können. Im Rahmenprogramm fand überdies ein überaus prominent besetztes Konzert mit Stars wie B.B. King, James Brown Miriam Makeba, The Spinners und The Crusaders statt.
All dies hätte schon gereicht um den "Rumble" zu einem
bemerkenswerten Event zu machen. In diesem Fall kam jedoch noch eine politisch
brisante Komponente hinzu. Ali, der sich schon im Jahrzehnt zuvor kein
Blatt vor den Mund genommen hatte, wenn es um die Rechte der Schwarzen
ging, wurde von der Bevölkerung Zaires als einer der Ihren und sogar als
Repräsentant Afrikas gesehen.
Forman hingegen wurde als Vertreter der weißen Amerikaner geradezu
geschmäht. Dass er sich noch dazu einen PR-Fauxpas leistete, in dem er in Zaire
mit einem deutschen Schäferhund auftrat (einem Symbol für die traumatische
Kolonialismus-Vergangenheit des ganzen Kontinents) tat sein Übriges. Von
seinem Sieg zeigte sich der stets selbstbewusste Ali im Vorfeld überzeugt: Das "Wrestle With An Alligator"-Zitat vom Beginn dieses Reviews stammt
aus einer seiner ebenso legendäre gewordenen Pre-Fight-Reden, mit denen er
unterstrich wer hier "the baddest boxer in town" ist.
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| Credit Bild: © Neil Leifer Taschen |
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| Credit Bild: © Neil Leifer Taschen |
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| Credit Bild: © Neil Leifer Taschen |
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| Credit Bild: © Neil Leifer Taschen |
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Credit Bild: © GOAT/Taschen |
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| Credit Bild: © GOAT/Taschen |
"Greatest Of All Time" - kurz GOAT - dokumentiert den Aufstieg Clays/Alis, seine größten Fights, die Erfolge und auch die Rückschläge. Die ursprüngliche Erst-Auflage von GOAT war eine limitierte "Collector´s Edition", die günstigere Neuauflage wurde von satten 23 Kilo auf unter 7 Kilo abgespeckt - in die echte Leichtgewichtsklasse fällt dieser Band damit letztlich jedoch noch immer nicht.
Durch extra für dieses Buch geschriebene Essays sowie eine Auswahl der besten historischen Artikel und Interviews hat dieser Hochglanz-Bildband Züge einer Biographie. Die gezeigten Aufnahmen sind teils spektakulär, Bilder wie Neil Leifers Shot von Ali, der den am Boden liegenden Sony Liston zum Weiterkämpfen auffordert, gehören zu den ikonischen Momenten der Sportfotografie - und unterstreichen den "Larger Than Life" Charakter der Hauptfigur dieser Monographie, die sowohl den Appeal dieses Sportler nachvollziehbar macht - und Ali auch als Teil der Popkultur zeigt.
Ein Boxkommentator würde über dieses Buch wohl atemlos "It´s a Knockout" in sein Mikro rufen.
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| Credit Bild: © Neil Leifer, GOAT/Taschen |
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| Credit Coverbild: © earMusic |
Auch ohne ganz große Hitsongs im klassischen Sinne ist dieses im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne stehende Werk ein Genuss für gitarren-affine Zuhörer - nicht zuletzt aufgrund der großartigen Sounds, die McBride seinen Instrumenten entlockt und der immens druckvollen und dynamischen Produktion.
| Credit Bild: © C.H. Beck Verlag |
Den Schlüssel zum Verständnis dieses faszinierenden Buchs liefert der Musiker im Vorwort gleich selbst: „Unzählige Male wurde ich schon gebeten, eine Autobiografie zu schreiben, aber nie war die richtige Zeit dafür. Meist zog ich Kinder groß oder war auf Tournee – beides ist nicht ideal, wenn man sich über lange Strecken konzentrieren möchte. Das einzige, was immer ging, egal ob zu Hause oder unterwegs, war Songs zu schreiben. Wenn Leute erst mal ein gewisses Alter erreicht haben, greifen sie gerne auf Tagebücher oder Terminkalender zurück, erinnern sich Tag für Tag an vergangene Ereignisse, aber solche Aufzeichnungen habe ich nicht. Was ich habe, sind meine Songs – hunderte – und eigentlich erfüllen sie denselben Zweck. Sie umspannen mein gesamtes Leben.“
Ein ganzes Leben in den Zeilen von Liedern, bei McCartney trifft dies in besonderem Maße zu. Über 400 Songs hat er geschrieben, 150 wurden für "Lyrics" ausgewählt und repräsentieren die unterschiedlichen Stationen und Entwicklungen eines Künstlers, der zwar schon früh seine ganz persönliche Handschrift gefunden hat und dennoch bis heute neugierig und experimentierfreudig geblieben ist. 24 Gesprächs-Sessions zwischen McCartney und dem Dichter und Pulitzer-Preisträger Paul Muldoon, die zwischen 2015 und 2020 stattfanden, bilden die Basis dieser Bände. Der irische Poet fungierte dabei als Editor der Erinnerungen des Songpoeten. Der informell-sympathische Stil der McCartney´schen O-Töne ist dem Fan aus unzähligen Interviews wohlbekannt. Hier geht er beinahe in „Amarcord“-Manier zurück zu seiner Kindheit im Nachkriegs-Liverpool und dem Ursprung seiner musikalischen Passion. Schon früh zeigte sich bei dem Jungen aus der englischen Hafenstadt ein untrügliches Gespür für Ton- und Akkordfolgen. Als Vierzehnjähriger begann er Songs zu schreiben, er selbst spricht von einem instinktiven Akt. Zunächst studierte er seine Rock N´ Roll-Idole und lernte anhand deren Aufnahmen das Hit-Handwerk. Schnell erwies sich der junge Autodidakt als geborener Songwriter, Anknüpfungspunkte bei den gleichaltrigen Kids der Nachbarschaft boten sich dem jungen Paul mit diesem Talent jedoch nicht, erst als er den von der gleichen Musik faszinierten John Lennon traf, fand er einen Gleichgesinnten. Immer wieder sind es auch die Konstanten und roten Fäden, die sich durch das Werk McCartneys ziehen, die hier noch deutlicher sichtbar werden. Etwa wenn es um den tragischen, frühen Tod der Mutter geht. Deren Verlust versuchte McCartney im frühesten hier vorgestellten Song „I Lost My Little Girl“ zu verarbeiten, später nahm "Mother Mary" dann eine zentrale Rolle in den Lyrics von „Let It Be“ und auch in „Yesterday“ ein.
In den Lyrics und Erinnerungen erfährt man viel über den Menschen hinter der Legende und was ihn zu seinen Songs und empathischen Texten inspirierte. Dass Sir Paul einer der produktivsten Songwriter der neueren Musikgeschichte ist, war natürlich schon lange vor diesem Doppelband bekannt - die schiere Konzentration von 156 Stücken, von denen doch ein Gutteil entweder ein ikonischer Klassiker ist, Hit-Status genießt oder zumindest einen bemerkenswerter Album-Track darstellt, beeindruckt dennoch. Zudem zeigen diese Bücher erneut McCartneys immense Bandbreite, die von tiefgehender Introspektion ("Yesterday") über das allzu Weltliche („Why Don´t We Do It In The Road“ vom „weißen Album") bis hin zum Hymnisch-Spirituellen ("Hey Jude") reicht.
Paul McCartney – Lyrics von Paul McCartney, Paul Muldoon (Editor), Zwei Bände im Schuber (Leinen). 912 S. mit ca. 647 Abbildungen, erschienen in deutscher Übersetzung im C.H. Beck Verlag